26.05.2021

Tractive: Haustier-Tracker-Startup holt sich 35 Mio. Dollar bei Investoren

Tractive trifft mit einem Aktivitätstracker für Hunde und Katzen einen Nerv der Zeit und wächst vor allem in den USA sehr stark.
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Michael Hurnaus und Wolfgang Reisinger von Tractive © brutkasten/schauer-burkart
Michael Hurnaus und Wolfgang Reisinger von Tractive © brutkasten/schauer-burkart

Das Paschinger Startup Tractive bietet Aktivitätstracker für Hunde und Katzen an und hat sich damit nun 35 Millionen Dollar (28,5 Mio. Euro) bei Investoren gesichert. Es ist nach Bitpanda (142 Mio. Euro) und GoStudent (70 Mio. Euro) die nächste zweistellige Millionenrunde für ein österreichisches Startup in dem noch jungen Jahr (hier geht’s zu unserer Liste der größten Investments). Die Runde für Tractive wurde mit Guidepost Growth Equity wieder von einem US-VC angeführt. Neu an Bord ist auch ein ungarischer Investor.

„Wir sind in Europa klarer Marktführer, wollen hier auch noch stärker werden, aber auch das US-Geschäft stark ausbauen. Deshalb auch ein amerikanischer Growth-Investor“, sagt Mitgründer und CEO Michael Hurnaus. In den USA ist Tractive seit Juli 2020 tätig und dort stark gewachsen. „Die USA sind bereits unter unseren Top-3-Ländern und werden sicher bald die Nummer 1 werden“. Derzeit arbeitet Tractive am Aufbau eines eigenen Standorts in den USA, wo bereits erste Mitarbeiter an Bord sind.

Neues Tractive-Bürogebäude in Pasching

Dennoch will das Startup an dem Standort in Oberösterreich festhalten und ihn mit einem neuen Bürogebäude auch weiter ausbauen. Das neue Büro in Pasching biete Platz für bis zu 500 Mitarbeiter und soll nächstes Jahr fertiggestellt werden. „Wir wollen dort neue Teams aufbauen, neue Hardware entwickeln und auch unser Geschäft in Europa stärken“. Derzeit hat Tractive 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und hat mehr als 50 Stellen ausgeschrieben.

Vision: Gesundheitsprofile für Haustiere

Tractive bietet GPS-Tracker an, die am Halsband des Haustiers montiert werden. Über eine Smartphone-App sieht man die Bewegungen und Erkundungstouren des Hundes oder der Katze in Echtzeit und kann sich benachrichtigen lassen, wenn das Tier einen zuvor definierten Raum verlässt oder betritt. Beliebt ist der Tracker vor allem bei Menschen, deren Haustiere häufig „ausbüchsen“, wie Hurnaus es ausdrückt. Für die App schließen Nutzerinnen und Nutzer ein Abo ab, was derzeit rund 400.000 Abonnenten getan haben. In Zukunft will Tractive die gesammelten und ausgewerteten Daten auch nutzen, um Gesundheitsprofile zu erstellen. „Wir können dann aus den Daten ablesen, ob mit dem Hund oder der Katze etwas nicht in Ordnung ist und zwar schon bevor es der Besitzer selbst bemerkt“, beschreibt der Gründer seine Vision für das Startup.

Eigene Amazon-Prime-Serie

„Unsere größte Herausforderung ist, dass Menschen unsere Produktkategorie vielleicht noch gar nicht kennen. Sie wissen also gar nicht, dass es GPS-Tracker für Hunde und Katzen gibt“. Eine Challenge, bei der mittlerweile sogar eine eigene Streaming-Serie unterstützt. Amazon hat für die international ausgestrahlte Reality-Serie „The Pack“ einen Anbieter von Tracking-Halsbändern für Hunde gesucht und sich an den Marktführer Tractive gewandt. „Das war für uns eine super Werbewirkung und hat uns den Markteinstieg in den USA signifikant erleichtert“, so der Tractive-CEO. Bereits am US-Launch-Wochenende habe es „Tausende“ Bestellungen gegeben.

Tractive-CEO Michael Hurnaus im brutkasten-Talk

2020 haben sich angesichts der Lockdowns und Abstandsregeln viele Menschen erstmals Haustiere gekauft. Ein Trend, den auch Tractive gespürt hat. „Wir glauben nicht, dass wir große Coronagewinner waren, aber verloren haben wir auch nicht. Der Trend wird sich sicher nachhaltig positiv auf unsere Branche auswirken“, sagt Hurnaus. Er hat Tractive 2012 gemeinsam mit Michael Lettner, Michael Tschernuth und den Runtastic-Co-Foundern gegründet. 2013 kam der erste Tracker auf den Markt. „Wir sind immer kontinuierlich gewachse und haben in der Vergangenheit nie eine größere Investmentrunde gemacht und immer versucht, uns selbst zu finanzieren. Wir waren quasi ab Tag eins Cashflow-positiv“, erzählt Hurnaus. 2016 holte sich das Jungunternehmen bei einem Schweizer Investor 2 Millionen Euro und 2018 folgte eine erneute Investmentrunde.

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Der neue Bauteil 4 des XISTA Science Parks © XISTA

Mit dem extra eingerichteten Shuttlebus kommt man von Wien recht gemütlich bis nach Maria Gugging, dem Teil von Klosterneuburg, in dem der Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zu Hause ist. Wo sich sonst Wohnhäuser und landwirtschaftliche Flächen abwechseln, ist ein moderner Science-Hub gewachsen, der 2024 auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht wurde. Nun wurde der dazugehörige XISTA Science Park offiziell um einen neuen Bauteil erweitert.

v.l. LAbg. Bürgermeister Christoph Kaufmann, Uli Grabenwarter (Equity Investments at European Investment Fund), ISTA-Präsident Martin Hetzer, Geschäftsführerin tecnet equity Doris Agneter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Hwst. Prälat Anton W. Höslinger, (Can.Reg, Propst des Stiftes Klosterneuburg), ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Markus Wanko, XISTA und Superintendent Michael Simmer (Evangelische Kirche A.B. in Niederösterreich) © NLK Pfeiffer

3.000 Quadratmeter Forschungsfläche

Der von der Wirtschaftsagentur ecoplus unter der Leitung von Bernadette Schabbauer „on time und in budget“ errichtete Neubau erweitert die vermietbare Fläche um rund 3.000 Quadratmeter für Biotech- und Deep-Tech-Unternehmen. Rund 22 Millionen Euro soll die Errichtung des neuen Bauteils gekostet haben, wie auf Nachfrage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erwähnt wird. Damit möchte der Standort auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Chemie-, Zellkultur- und Mikrobiologielabors reagieren. Ein Großteil der neuen Flächen wird vorerst vom ISTA selbst beansprucht, mit dem Ziel, dort künftig bis zu vier Spinoffs unterzubringen.

„Im Kern steht die Entwicklung neuer Unternehmen aus der Forschung heraus“, erklärte Markus Wanko, Geschäftsführer von XISTA. Während das ISTA die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit rund 90 Forschungsgruppen und 1.400 Mitarbeitenden abdeckt, übersetzt XISTA diese Erkenntnisse über den Science Park und den Venture-Arm XISTA Science Ventures in die Praxis.

Biotech-Startup Solgate zieht ein

Als erstes Unternehmen nutzt das Biotech-Startup Solgate die neu geschaffenen Laborflächen. Die Ausgründung des ISTA und des CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin) fokussiert sich auf die Entwicklung neuartiger Therapeutika, die gezielt auf Membran-Transportproteine wirken. Mit der Laborinfrastruktur vor Ort möchte das internationale Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Enrico Girardi, der durch die neu bezogenen Räumlichkeiten führte, seine Pharma-Forschung direkt am Standort fortsetzen.

Laborflächen am ISTA-Gelände © ISTA

30. Investment von XISTA-Fund

Die Erweiterung fällt mit Fortschritten auf der Finanzierungsseite zusammen. Erst vor wenigen Tagen besiegelte der XISTA-Science-Venture-Fonds sein mittlerweile 30. Investment, wie Geschäftsführer Markus Wanko verrät. Genauere Details über den Deal möchte man aktuell noch nicht verraten.

Was man hingegen deutlich hervorheben möchte, ist der wirtschaftliche Hebel des Standorts. Bisher wurden laut eigenen Angaben über XISTA etwas mehr als 30 Millionen Euro in Startups investiert. „Die Unternehmen selbst haben das genutzt, um 300 Millionen Euro selbst einzuwerben. Also ich glaube, wir haben es geschafft, da ein System aufzubauen. Das funktioniert“, so Wanko über den Hebeleffekt von 1:10.

Die europäische Komponente

Unterstützt wird das Modell auch von europäischer Seite. Uli Grabenwarter vom European Investment Fund (EIF), der als Ankerinvestor bei XISTA Science Ventures Funds II fungiert, betonte: „Das Engagement des EIF spiegelt unser Vertrauen in die enge Anbindung von XISTA an führende Forschungseinrichtungen sowie in seinen langfristigen Ansatz im Deep-Tech-Bereich wider. Genau das, was Europas Innovationsökosystem braucht“.

Für das ISTA ist der Neubau ein zentraler Baustein der eigenen Translation. „Dieses Gebäude ist ein ganz essentieller Teil, dass wir eine Wirkung, die über die Forschung und die Labors hinausgeht, in die Gesellschaft hineinbringen“, hielt ISTA-Präsident Martin Hetzer fest.

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