17.07.2024
MENTAL HEALTH

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

Die “sense of self”-Initiative von Bernadette Frech, CEO von Instahelp, und Mercedes Benz möchte mehr Awareness für die psychische Gesundheit schaffen. Unterstützt wird sie dabei von prominenten Testimonials, wie etwa dem Teamchef des Mercedes AMG Petronas Formula One Teams Toto Wolff, Spitzenköchin Viktoria Fahringer und Schifahrlegende Franz Klammer.
/artikel/toto-wolff-mentale-gesundheit-ist-eine-superpower
Sense of Self, Toto Wolff, Instahelp, Bernadette Frech, Mental Health, Formel 1, Mercedes
(c) Obscura - Bernadette Frech, CEO Instahelp und Toto Wolff, darunter Teamchef des Mercedes AMG Petronas Formula One Teams.

Höher, schneller, weiter – wer immer Höchstleistungen bringt, genießt in der Arbeitswelt oft große Anerkennung. Dass gerade High-Performer Gefahr laufen, unter mentalen Belastungen zu leiden, ist mittlerweile keine große Überraschung mehr. Der Weg der ständigen Leistungssteigerung führt in vielen Fällen zu Überforderung und anhaltendem Dauerstress.

Das hat man auch bei Mercedes-Benz Österreich erkannt und gemeinsam mit Bernadette Frech, CEO von Instahelp (Plattform für psychologische Beratung online) die „sense of self“-Initiative für mehr Awareness für psychische Gesundheit geschaffen – brutkasten berichtete.

Neben Toto Wolff auch Fahringer und Klammer dabei

Unterstützt wird die Initiative (die gemeinsam mit der Wiener Agentur Obscura entwickelt wurde) neben Toto Wolff auch von der Spitzenköchin Viktoria Fahringer und Schifahrlegende Franz Klammer.

Besonders Toto Wolff weiß aus erster Hand, was es heißt, ein High-Performer zu sein und unter ständigem Druck und hohen Erwartungen zu arbeiten: „Ich habe Warnsignale, bei denen ich merke, dass alles zu schnell wird oder die Tage mir keinen Spaß mehr machen. Dann weiß ich, dass ich mich zurücknehmen muss und suche das Gespräch mit meiner Psychologin“, sagt er. „Mentale Gesundheit wird immer noch als Schwäche gesehen, und genau deswegen möchte ich sagen: Das ist überhaupt keine Schwäche, es ist eine Superpower.“

„Es ist okay, nicht okay zu sein“

In diesem Sinne soll „sense of self“ dazu ermutigen, offen über mentale Gesundheit zu sprechen, wie auch Michaela Burgstaller-Stritzinger, Director Marketing & Communications von Mercedes-Benz Österreich betont: „Wir treten mit Leistungsträger:innen aus verschiedenen Bereichen in einen offenen Dialog, um deren Erfahrungen und Denkansätze zu beleuchten. Auch vor dem Hintergrund das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, als Basis für langfristige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Es ist wichtig, dass wir anerkennen, dass es okay ist, nicht okay zu sein und aufzuzeigen, wie eine Unterstützung aussehen kann.“

Neben Toto Wolff sprach im Rahmen dieser Initiative Bernadette Frech auch mit Viktoria Fahringer, jüngste Spitzenköchin Österreichs, und Franz Klammer, österreichische Skilegende, über ihren Umgang mit Stress und hohen Leistungsanforderungen.

Alle drei erklärten, wie wichtig es sei, offen über mentale Gesundheit zu sprechen und wollen damit auch andere ermutigen, sich bei Bedarf Hilfe zu suchen.

Ob in der Spitzenküche, auf der Skipiste oder der Formel-1-Rennstrecke – für die drei Testimonials ist klar, dass es den richtigen Ausgleich braucht, um dem Druck standzuhalten. Für Toto Wolff bedeutet das, Zeit mit der Familie zu verbringen, Franz Klammer findet in der Musik seine Entspannung, und bei Viktoria Fahringer hilft auch süßes Soul-Food, um Kraft für bevorstehende Herausforderungen zu tanken.

Instahelp-CEO: „Es braucht emotionale Stabilität“

Für Frech selbst liegt der Schlüssel im Umgang mit ständigem Leistungsdruck und dem Finden des eigenen „sense of self“ in der „Emotional Diversity“.

Sie sagt: „Emotionale Vielfalt, die das gesamte Spektrum unserer Gefühle zulässt und gezielt managt, ist entscheidend. Wer ständig auf Höchstleistung getrimmt ist, braucht emotionale Stabilität, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Nur wenn es uns mental gut geht, können wir unser Potenzial auf Dauer gesund nutzen.“

Deine ungelesenen Artikel:
16.10.2026

Mehr Spinoffs und weniger Transfer-Personal? ECN warnt vor finanziellen Kürzungen beim Wissenstransfer

530 Startups und Spinoffs haben die Partnerhochschulen des Entrepreneurship Center Network im Vorjahr betreut, um 16 Prozent mehr als 2024. Bei der 6. ECN-Konferenz haben die Hochschulen einen Maßnahmenplan erarbeitet. Im brutkasten-Talk warnen ECN-Gründer Rudolf Dömötör und Sara Matt von der Universität Innsbruck zugleich davor, ausgerechnet jetzt beim Transfer zu kürzen.
/artikel/mehr-spinoffs-und-weniger-transfer-personal-ecn-warnt-vor-finanziellen-kuerzungen-beim-wissenstransfer
16.10.2026

Mehr Spinoffs und weniger Transfer-Personal? ECN warnt vor finanziellen Kürzungen beim Wissenstransfer

530 Startups und Spinoffs haben die Partnerhochschulen des Entrepreneurship Center Network im Vorjahr betreut, um 16 Prozent mehr als 2024. Bei der 6. ECN-Konferenz haben die Hochschulen einen Maßnahmenplan erarbeitet. Im brutkasten-Talk warnen ECN-Gründer Rudolf Dömötör und Sara Matt von der Universität Innsbruck zugleich davor, ausgerechnet jetzt beim Transfer zu kürzen.
/artikel/mehr-spinoffs-und-weniger-transfer-personal-ecn-warnt-vor-finanziellen-kuerzungen-beim-wissenstransfer
(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Toto Wolff: „Mentale Gesundheit ist eine Superpower“