30.09.2022

Tier startet erstmals mit E-Scooter-Service in Mödling

Der Berliner E-Scooter-Anbieter Tier bietet ab 1. Oktober seinen Service nun auch in Mödling an. Zum Start gibt es für Neukund:innen eine Aktion.
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Tier Mobility in der Krise
Tier Mobility in der Krise (c)Tier Mobility

Nach Korneuburg, Baden und Waidhofen an der Ybbs kommt Tier mit seinem E-Scooter Service nun auch nach Mödling. Ingesamt stehen ab Samstag 125 E-Scooter mit austauschbaren Batterien zur Verfügung. Mödling ist somit die vierte Stadt in Niederösterreich, in der sich der Berliner Mikromobilität-Anbieter niederlässt. Österreichweit ist Tier aktuell in insgesamt 19 Städten vertreten.

Das Betriebsgebiet in Mödling

Das Betriebsgebiet in Mödling erstreckt sich laut Tier von der Grenzgasse im Norden über das Zentrum bis zur HTL im Süden. Im Osten reicht es bis zum Hyrtl Park und im Westen bis zur Seegrotte Hinterbrühl. Nach der Fahrt können die E-Scooter an einer der 40 Parkstationen abgestellt werden. In den kommenden Wochen soll die Anzahl auf insgesamt 50 erweitert werden.

Um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen, wurden im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt die entsprechenden „Rahmenbedingungen“ festgelegt, wie es von Seiten des Unternehmens heißt. Falsch abgestellte Fahrzeuge können übrigens per E-Mail oder über die auf den E-Scootern angebrachte Telefonnummer informiert werden. Wie Tier in einer Aussendung versichert, kümmere man sich um ein zeitnahes Umparken der entsprechenden Fahrzeuge.

Tier bietet spezielle Aktion für Neukund:innen

Für die Fahrt werden laut Tier ein Euro Freischaltgebühr fällig und 29 Cent pro Minute. Gezahlt werden kann per Paypal, Google Pay oder Kreditkarte. Für alle Neukund:innen in Mödling gibt es zum Start eine Aktion: Mit dem Gutscheincode MOEDLING bekommt man eine Freischaltung und zehn Freiminuten geschenkt. Der Code ist bis zum 14. Oktober in der Tier-App einlösbar und das Guthaben ist zwei Wochen nach Aktivierung gültig.


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(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

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