04.07.2022

Tesla-Produktion ging deutlich zurück – Fabrik in Deutschland pausiert

Erstmals seit Beginn der Coronakrise brechen bei Tesla weltweit die Produktionszahlen ein. Und die Situation verschärft sich weiter.
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Tesla Elon Musk Twitter Dan O'Dowd will als Senator kandidieren, um Elon Musk
Elon Musk | (c) Tesla Owners Club Belgium via Wikimedia Commons

Wer heute einen Tesla kaufen will, muss einige Monate warten – und die Zeit wird immer länger. An der Nachfrage krankt es beim E-Auto-Unternehmen von Elon Musk nämlich nicht. Doch der Konzern kommt immer schlechter mit der Produktion nach. Laut aktuellen Zahlen brach diese vom ersten auf das zweite Quartal des Jahres um 18 Prozent ein. Zuletzt wurden demnach weltweit 254.695 Autos ausgeliefert. In den ersten drei Monaten des Jahres waren es noch 310.048 gewesen. Das ist der erste Quartal-zu-Quartal-Rückgang bei Tesla seit dem Anfang der Coronakrise 2020.

Lockdown in Shanghai führte zu langer Schließung

Schuld daran ist unter anderem ein Corona-Lockdown in China, von dem auch die Tesla Gigafactory Shanghai betroffen war. Diese war bis Mitte April komplett geschlossen und auch nachher eingeschränkt. Davor hatte man dort rund 70.000 Autos pro Monat produziert und lag damit deutlich über der kommunizierten Mindestkapazität von 450.000 Stück im Jahr.

Tesla Gigafactory in Grünheide bei Berlin deutlich unter Plan, noch größeres Problem in Texas

Deutlich unter Plan liegt Tesla mit der Produktion am Standort Grünheide nahe Berlin. Für dort wurde ein Soll von 500.000 Fahrzeugen im Jahr kommuniziert tatsächlich sollen es zuletzt aber nur rund 1000 pro Woche gewesen sein, also gerade einmal etwas mehr als ein Zehntel des Ziels. Noch schlimmer – wenn auch nicht genau beziffert – soll laut Medienberichten die Lage am Standort Austin in Texas sein. Grund dafür seien Lieferkettenprobleme wegen der Lage in den chinesischen Häfen, sagte Elon Musk vor einer Woche dazu und meinte bei der Gelegenheit, die Werke in Grünheide und Austin seien „gigantische Geldöfen“, in denen aktuell Milliarden verloren gingen.

Produktive Produktionspause für Tesla-Standorte in Deutschland und China

Nun wurden die Werke in Grünheide und Shanghai in eine Pause geschickt. Über die geplante Dauer gebe es widersprüchliche Angaben, heißt es im Magazin Teslamag. Während der Unterbrechung sollen Umbauten vorgenommen werden, um letztlich die Produktion deutlich zu steigern. Wie das trotz der anhaltenden Lieferketten-Probleme geschafft werden soll, ist allerdings unklar. Für Tesla-Besteller:innen heißt es also vielleicht noch etwas länger warten.

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Die Trinsik-Partner (vl.): Marcel Grosskopff, Georg Frick, Manuel Hörl und Lukas Meusburger | (c) Trinsik
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40 Mitarbeiter:innen an fünf Standorten bzw. Tochtergesellschaften in Wien, Budapest, Dornbirn, München und Zürich; dazu Referenzkunden wie ABB, Andritz, EnBW, Lufthansa, Verbund, Hitachi Energy, ÖBB, Erste Stiftung und die Europäische Investitionsbank. Der in Vorarlberg gegründete Venture Builder V_Labs hat in den zehn Jahren seines Bestehens sein Konzept bewiesen. Er stand etwa auch bei der Ausgründung von MyFlexbox aus der Salzburg AG und dem folgenden Investment von 75 Millionen Euro im Hintergrund.

Strategie statt Experimente

Die Weiterentwicklung in der vergangenen Dekade war aber nicht nur quantitativer Natur, erzählt Managing Partner Lukas Meusburger gegenüber brutkasten: „Die ganze Szene hat sich seitdem massiv gewandelt. Es geht heute viel weniger ums Experimentieren. Die Initiativen kommen mittlerweile direkt aus der Unternehmensstrategie und sollen richtigen Impact erzielen.“

Was der Gründer sagt, spiegelt sich auch in einer kürzlich veröffentlichten Studie des Wiener Mitbewerbers whataventure wieder – brutkasten berichtete. Schon im Vorjahr hatte man dort an gleicher Stelle konstatiert, Venture Building sei „über die Experiment-Phase hinaus“. Durch aktuelle Budgetkürzungen fällt der Befund dieses Jahr noch schärfer aus: Die klare Kopplung von Corporate-Venturing-Aktivitäten an die Unternehmensstrategie sei mittlerweile Überlebenskriterium.

Extrinsischer Beitrag zu intrinsischen Zielen

V_Labs habe sich im Lichte dieser Entwicklungen bereits in den vergangenen mindestens fünf Jahren gewandelt, erzählt Meusburger. Und eines sei dabei klar geworden: Die Selbstdefinition als Labor, die sich im Namen V_Labs widerspiegelt, passt 2026 nicht mehr. Auch „Venture Builder“ reiche heute nicht mehr aus, sagt der Gründer. Nun wurde die neue Brand präsentiert: Trinsik tritt als „Business Creation Studio“ auf. „Wir zeigen damit, dass wir noch näher am Kerngeschäft sind“, so Meusburger.

Und warum Trinsik? Man wolle Partnern das notwendige extrinsische Element liefern, um ihre intrinsisch motivierten Innovationsbestrebungen zu erfüllen. „We help you build the bold ideas you can’t afford to leave on paper“, lautet der neue Slogan dazu. „Die Corporates, die es ernst meinen, scheuen nicht davor zurück, große Wetten einzugehen. Aber die Execution bleibt dabei die große Herausforderung“, sagt Meusburger. Das habe sich auch durch KI nicht geändert. „Man kann zwar schneller einen Prototypen bauen, aber die internationale Ausrollung und Skalierung braucht nach wie vor Erfahrung und Wissen.“

Auch dieser Befund deckt sich – nicht ganz überraschend – mit jenem von Mitbewerber whataventure. Dabei machen beide eine weitere Entwicklung im Corporate-Venturing-Bereich aus, die negativ gedeutet werden kann, ihnen aber dennoch in die Hände spielt: Zahlreiche interne Innovationsprogramme – auch bei großen Corporates – wurden in den vergangenen Jahren wieder gestrichen. Die Innovationsagenden wanderten dabei direkt in die Business-Units zurück. Das ändere aber nichts an einer Tatsache, ist Meusburger überzeugt: „Der Bedarf bei Corporates, sich strategisch weiterzuentwickeln, hat sich kein bisschen verändert.“ Und der Bedarf für externe Hilfe sei dabei größer denn je.

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