techbold: Izdebski-Unternehmen nennt sich (ein bisschen) um
Mit der Umbenennung der techbold-IT-Support-Schiene auf "techbold secure IT GmbH" trage man dem Umstand Rechnung, dass man sich bereits vorrangig mit IT-Sicherheit auseinandersetze.
„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“, lautet ein bekannter Spruch. Und in der Startup- und Technologie-Szene gilt er umso mehr. Ein Pivot, also die Umstellung von Produkt oder Geschäftsmodell, ist kein Beinbruch, solange man es rechtzeitig macht und es danach tatsächlich besser läuft. Manchmal passiert die Umstellung bewusst auf einen Schlag, manchmal eher schleichend. Bei techbold von Damian Izdebski dürfte zweiteres der Fall sein.
Aufteilung in Hardware- und IT-Support-Schiene
Vor mittlerweile fast zehn Jahren gestartet (und dabei von Business Angel-Größen wie u.a. Hansi Hansmann und Michael Altrichter mit Startkapital versorgt) setzt techbold schon die längste Zeit auf eine Aufteilung in zwei verschiedene Unternehmens-Schienen: Hardware und IT-Support. Unter der Holding-Gesellschaft, der techbold technology group AG, befanden sich daher bislang die techbold hardware services GmbH und die techbold network solutions GmbH. Doch die zweitgenannte bekommt nun einen neuen Namen: techbold secure IT GmbH.
Voller Fokus auf IT-Sicherheit
Angesichts der stetig wachsenden Bedrohungen durch Cyber-Attacken sei man der festen Überzeugung, dass „jeder zeitgemäße IT-Dienstleister den Fokus seiner Arbeit in erster Linie auf die Sicherheit der Systeme seiner Kunden legen muss“, heißt es in einer Aussendung dazu. „Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, dass wir uns bereits heute vorrangig mit den Themen der IT-Sicherheit auseinandersetzen, war es für uns die logische Konsequenz das Unternehmen techbold network solutions GmbH zu techbold secure IT GmbH umzubenennen“, erklärt Gründer Damian Izdebski.
Schon mehr als zehn Übernahmen: techbold und das „anorganische“ Wachstum
Das Unternehmen machte im Bereich IT-Support in den vergangenen Jahren vor allem mit seiner „anorganischen“ Wachstumsstrategie auf sich aufmerksam. Im Laufe der Zeit kaufte es bereits mehr als zehn IT-Dienstleister auf – zuletzt wurden Anfang dieses Jahrs zwei Übernahmen in Oberösterreich verkündet.
6-facher Le Mans-Sieger, ein „Wohnungsbrand“ und echte G-Kraft: Die Geschichte des Racing-Startups VBR
Das österreichische Startup VBR Innovations GmbH entwickelt eine neue Form des Motorsporterlebnisses, bei der reale Miniatur-Rennfahrzeuge und Simulatoren über teleoperierte Systeme und Echtzeitdaten miteinander verbunden werden.
6-facher Le Mans-Sieger, ein „Wohnungsbrand“ und echte G-Kraft: Die Geschichte des Racing-Startups VBR
Das österreichische Startup VBR Innovations GmbH entwickelt eine neue Form des Motorsporterlebnisses, bei der reale Miniatur-Rennfahrzeuge und Simulatoren über teleoperierte Systeme und Echtzeitdaten miteinander verbunden werden.
Das Gefühl des echten Rennfahrens hat das Gründungs-Trio Philipp Lietz, Thomas Steinber und Paul Aigner gemeinsam mit dem sechsfachen Le-Mans-Sieger Richard Lietz dazu motiviert, mit VBR Innovations ein Racing-Startup zu gründen, das reale Rennsport-Events mit teleoperierter Fahrzeugsteuerung und interaktiven Racing-Systemen kombiniert.
VBR: Die Anfänge
Die Idee für das Projekt entstand schon Jahre vor der Gründung 2021 mit einer zentralen Frage als Ausgangspunkt: Warum steuert man echte kleine Fahrzeuge nicht aus einem Simulator heraus, da dies deutlich günstiger und potenziell auch sicherer wäre als klassischer Rennbetrieb? Aus dieser Überlegung entwickelte sich über mehrere Jahre hinweg ein Technologie- und Produktkonzept.
Besonders die frühe Entwicklungsphase des Projekts ist Teil der Gründungsgeschichte und beinhaltet sogar einen „Wohnungsbrand“: „Das war ganz am Anfang beim Tüfteln, so etwa um 2018 herum. Klassisch, wie es beim Entwickeln so ist, hat es kurz mal gebrannt, es war aber nichts Schlimmes und es bestand keine Gefahr für die Wohnung – nur eine lustige ‚Tüftler-Anekdote'“, erklärt Philipp Lietz.
Kräfte, Vibrationen und Bewegungsimpulse
Heute steht im Zentrum von VBR eine Kombination aus Simulator-Technologie, Fahrzeugen und sogenannter taktiler Interaktionstechnologie. Dabei werden physische Rückmeldungen wie Kräfte, Vibrationen und Bewegungsimpulse in die Steuerung integriert, um ein möglichst realistisches Fahrerlebnis zu erzeugen. Die Cockpits reagieren dabei auf Fahrmanöver mit haptischem Feedback, das Beschleunigung, Bremsverhalten und Streckenbedingungen simulieren soll.
Die Datenübertragung erfolgt über WLAN-Infrastruktur, wobei perspektivisch auch der Einsatz von 5G möglich ist, um geringere Latenzzeiten und stabilere Verbindungen zu ermöglichen.
Ein Teil des Systems wird bereits mit Simulatoren und Fahrzeugen in München getestet bzw. betrieben. Dabei werden im Rahmen eines Event-Use-Cases reale Fahrdaten vor Ort über ein eigenes WLAN-Netzwerk zwischen Fahrzeugen und Simulatoren übertragen. Ziel ist es, echte Fahrzeugkräfte und Fahrdynamiken möglichst unmittelbar in die Simulation zu überführen.
Le Mans und WRC Rallye
Das Startup aus Ybbsitz (Niederösterreich) war zuletzt bei zwei der größten Motorsportevents der Welt im Einsatz: dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie der WRC Rallye Griechenland. Insgesamt konnten dabei mehr als 6.500 Besucher das System in speziell aufgebauten „Race Zones“ erleben.
Bei den 24 Stunden von Le Mans realisierte das Team gemeinsam mit Goodyear eine interaktive Fan-Zone, in der über 4.500 Besucher Rennfahrzeuge über ein teleoperiertes System steuerten. Die Fahrzeuge wurden dabei in einem physischen Setup mit Force-Feedback-Technologie und Echtzeitdaten bewegt, um ein möglichst direktes Fahrgefühl zu erzeugen.
Nach dem Event wurde die gesamte Infrastruktur abgebaut, nach Athen transportiert und bei der WRC Rallye Griechenland erneut eingesetzt. Dort nutzten weitere rund 2.000 Besucher das Format in Kooperation mit EKO.
VBR mit Franchise
Parallel zu solchen Events baut das Unternehmen ein wachsendes Standort- und Franchise-Modell auf. Erste Installationen befinden sich bereits in Betrieb, darunter in Amstetten in Österreich und in Bielefeld in Deutschland. Ein weiterer Standort in Bratislava ist in Vorbereitung.
Somit basiert das Geschäftsmodell auf zwei Säulen: temporären Installationen bei internationalen Motorsportevents sowie dauerhaft betriebenen „Race Experience“-Standorten. Nutzer können dabei entweder zeitbasiert oder über Ticketmodelle teilnehmen. Im Rahmen der Event-Use-Cases soll das System künftig auch bei internationalen Motorsportveranstaltungen wie dem Goodwood Festival of Speed eingesetzt werden, um reale Fahrdaten direkt in interaktive Simulator- und Racing-Erlebnisse zu übertragen.
Bislang wurden rund 300.000 Euro an Investitionen aus dem österreichischen Umfeld eingesammelt, die vor allem in die Entwicklung der Technologie und den Aufbau der ersten Standorte geflossen sind. Eine weitere Finanzierungsrunde ist in Vorbereitung.
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