24.09.2021

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

Das HealthTech-Startup holt den ersten Platz beim Houskapreis in der Kategorie "F&E in KMU". Noch mehrere weitere Projekte wurden ausgezeichnet.
/artikel/symptoma-houskapreis
Symptoma: Co-Founder Jama Nateqi
Symptoma-Co-Founder Jama Nateqi | Foto: Symptoma

Mit seinem digitalen Symptomchecker auf Basis künstlicher Intelligenz konnte das oberösterreichische HealthTech-Startup Symptoma schon viele Erfolge erzielen – der brutkasten berichtete bereits mehrmals. Inzwischen ist es mit rund zehn Millionen Usern die weltweit meistverwendete Anwendung ihrer Art. Das Service ist in 36 Sprachen verfügbar und basiert auf der mittlerweile größten Krankheitsdatenbank der Welt.

Symptoma-Gründer Nateqi: „Besonders stolz auf hohe Treffgenauigkeit“

„Unsere Vision ist, dass jede Patientin und jeder Patient die richtige Diagnose und Behandlung erhalten. Symptoma soll dabei helfen, mögliche Ursachen für Beschwerden zu finden. Das ist uns gelungen, denn die Treffgenauigkeit ist sehr hoch und darauf sind wir besonders stolz“, meint Gründer Jama Nateqi. Nun holte sich Symptoma den ersten Platz in der Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“ des mitunter als „österreichischer Forschungs-Oskar“ bezeichneten Houska-Preises der B&C Privatstiftung. Das Preisgeld betrug dabei 150.000 Euro.

Der erste Platz in der Kategorie Hochschulforschung, der ebenfalls mit 150.000 Euro dotiert ist, ging an die TU Wien mit dem Projekt „Hochzuverlässige Leistungselektronik“. Professorin Golta Khatibi entwickelte mit ihrem Team ein patentiertes Prüfverfahren, mit dem die Belastbarkeit von mikroelektronischen Bauteilen materialwissenschaftlich analysiert werden kann. Mithilfe des Testverfahrens können Mikrochips und Halbleiter mit höherer Lebensdauer in kürzerer Zeit entwickelt werden.

Weitere Houska-KMU-Preise für Virtual Vehicle Research und EET

Die mit 60.000 Euro dotierten zweiten Preise in den beiden Kategorien gingen an die TU Graz und das steirische Unternehmen Virtual Vehicle Research. Im TU Graz-Projekt Projekt „Simulation von (Bio-)Reaktoren“ wurde eine Simulationstechnologie für Biopharmazeutika entwickelt. Virtual Vehicle Research konte die Jury mit dem mobilen Testroboter „Spider“ für Fahrzeugentwicklung überzeugen. Die 20.000 Euro-Publikumspreise gingen an ein Team der BOKU Wien, das an der Entwicklung eines zuverlässigen SARS-CoV-2-Antikörpertests beteiligt war und an das Grazer Unternehmen EET-Efficient Energy Technology für sein „SolMate“-Photovoltaik-System.

Deine ungelesenen Artikel:
18.09.2026

Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
/artikel/strom-gegen-muskelschwund-warum-die-esa-auf-der-iss-einen-tiroler-ems-anzug-testet
18.09.2026

Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
/artikel/strom-gegen-muskelschwund-warum-die-esa-auf-der-iss-einen-tiroler-ems-anzug-testet
© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

OÖ-Startup Symptoma holt mit 150.000 Euro dotierten Forschungspreis