06.02.2023

Swing Kitchen expandiert nach München

Die vegane Burger-Kette Swing Kitchen rund um die beiden Gründer:innen Charly und Irene Schillinger expandiert nach München. Mittlerweile zählt Swing Kitchen in Österreich, Deutschland und der Schweiz zwölf Standorte, die nach einem Franchise-Konzept betrieben werden.
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Swing Kitchen
Charly und Irene Schillinger © Swing Kitchen/Arnold Pöschl

Charly und Irene Schillinger gelten in Österreich als Pioniere in Sachen veganer Ernährung. Bereits Ende der 1990er Jahren servierten sie in ihrem Landgasthof Schillinger im niederösterreichischen Großmugl vegane Hausmannskost. 2017 musste der Betrieb aufgrund von Personalmangel am Land schließen, wobei sich die Schillingers fortan auf den Aufbau ihrer Burger-Kette Swing Kitchen konzentrierten.

Die erste Filiale eröffnete bereits 2015 in der Schottenfeldgasse in Wien. Und das Konzept funktionierte: Über die letzten acht Jahre bauten die beiden Swing-Kitchen-Gründer:innen mit einem Franchise-Konzept ihr Netzwerk an Filialen aus und expandierten damit ins benachbarte Ausland. Mittlerweile gibt es zwei Standorte in Berlin und einen in Bern in der Schweiz. In der Vergangenheit beteiligten sich auch externe Investoren, wie beispielsweise Martin Rohla, um das Wachstum der Kette zu finanzieren.

Swing Kitchen kommt nach München

Mit München folgt nun die nächste deutsche Metropole, die Charly und Irene Schillinger mit ihrer veganen Burger-Kette in Angriff nehmen möchten. Konkret soll am 15. Feber in der Münchner Gabelsbergerstraße die erste Dependance in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnen. In Deutschland handelt es sich um den mittlerweile dritten Standort.

Zudem möchten Charly und Irene Schillinger erstmalig mit einem neuen Gastro-Konzept punkten. War die Küche bisher im hinteren Bereich und für Gäste kaum einsehbar, rückt diese nun mitten ins Geschehen. Gäste können künftig bei der Zubereitung ihrer veganen Burger live zuschauen. Wie bei gängigen Fast-Food-Ketten soll die Zubereitung der Burger-Kreationen nicht länger als drei bis vier Minuten dauern.

45 Sitzplätzen & Gastgarten

Der ebenerdig zugängliche Standort wartet mit rund 45 Sitzplätzen auf und verfügt über eine Geschäftsfläche von 170 Quadratmetern. Zudem soll es im Sommer auch einen eigenen Gastgarten geben. Das Interieur ähnelt laut Swing Kitchen einer Markthalle aus anno dazumal und verwendet Materialien wie etwa Gusseisen, Fliesen, Emaille sowie Holz, das aus zertifizierter Forstwirtschaft gezogen wird. Neben den bekannten veganen Burgern, Salaten, Nuggets und Dips soll es zudem ein exklusives München-Special geben – die Loaded Fries.


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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.

Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.

(c) Venionaire Capital

Knapp negativer Indexwert – abermals pessimistischer Ausblick

Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.

(c) Venionaire Capital

Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.

DeepTech im Vorteil

Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.

Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.

Größte Runden und stärkste Länder

Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).

(c) Venionaire Capital

Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“

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