02.01.2026
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Stockanalyzer: Rieder Startup holte neue Investoren an Bord

Stockanalyzer verspricht Kund:innen bessere Aktien-Investmententscheidungen. Die neuen Teilhaber sollen ihre Expertise einbringen, um das FinTech in die Skalierungsphase zu bringen.
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Vl.: Sebastian Schätzl, Julien Backhaus, David Bader-Egger und Andreas Braumann | (c) Stockanalyzer
Vl.: Sebastian Schätzl, Julien Backhaus, David Bader-Egger und Andreas Braumann | (c) Stockanalyzer

„Investiere wie Warren Buffett“ – so lautet das simple und doch große Produktversprechen des Startups Stockanalyzer aus dem oberösterreichischen Ried im Innkreis. Das 2021 gelaunchte Tool Finvaley soll es Anleger:innen vereinfachen, günstig bewertete Aktien zu finden und zu vergleichen. Daran arbeitet Gründer und CEO David Bader-Egger bereits seit 2017.

Ende 2023 an der Kippe

Dabei lief es – wie so oft im berüchtigten „Startup-Rollercoaster“ – nicht immer nach Plan. Erst vor etwas mehr als zwei Jahren drohte Stockanalyzer das Aus, wie Bader-Egger damals gegenüber brutkasten erzählte. Er wendete sich in der Suche nach Investor:innen auch an die Öffentlichkeit. „Wir glauben fest daran, dass die Suche nach einem externen Käufer oder Investor, der nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch die strategischen Ressourcen mitbringt, der Schlüssel für das weitere Wachstum und den Erfolg unseres Unternehmens ist“, so der Gründer Ende 2023.

Drei neue Teilhaber für Stockanalyzer

In der Zwischenzeit wurde dieses Ziel umgesetzt, wie Bader-Egger nun gegenüber brutkasten preisgibt. „In den vergangenen Monaten haben sich neue Investoren an Stockanalyzer beteiligt, die das Unternehmen bewusst im Hintergrund unterstützen – strategisch, inhaltlich und strukturell“, so der Gründer. Konkret sind Julien Backhaus, Andreas Braumann und Sebastian Schätzl neu als Investoren an Bord.

Den investierten Betrag will der Gründer gegenüber brutkasten nicht nennen. Das Investment sei zum Nominalwert (Anm. Anteil am Stammkapital) erfolgt, die Summe dürfte also eher symbolischer Natur sein. Bader-Egger betont aber: „Bei den neuen Gesellschaftern stand weniger die Kapitalsumme im Vordergrund, sondern vor allem deren Expertise für die nächste Entwicklungsphase von Stockanalyzer.“ Und weiter: „Uns steht ein signifikantes Medienbudget zur Verfügung, das wir online, im Print und bei Veranstaltungen einsetzen.“

Der Medienunternehmer und Investor Backhaus soll Stockanalyzer konkret „bei der Positionierung an der Schnittstelle von Kapitalmarkt, Medien und Entscheidern begleiten“. Der KI-Experte und frühere Kaleido-Teilhaber (Exit an Canva 2021) Braumann soll „die Weiterentwicklung der datengetriebenen Bewertungslogik fachlich unterstützen“. Und der Software-Unternehmer Schätzl soll „beratend bei Produkt- und Nutzererlebnis-Fragen eingebunden“ sein, so Bader-Egger.

„Eigentliche Skalierungsphase beginnt erst jetzt“

Damit soll nun endgültig die Skalierung gelingen. „Wir sehen 2026 ganz klar als Launch- und Reichweitenphase: Unser Ziel ist, möglichst vielen Menschen zu zeigen, wie Stockanalyzer bei besseren Investment-Entscheidungen unterstützen kann“, so Bader-Egger. Dazu investiere man in die drei Bereiche technische Weiterentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit & Distribution und Kooperationen mit Zielgruppenbesitzern.

„Auch wenn die Idee von Stockanalyzer schon ein paar Jahre zurückliegt, beginnt die eigentliche Skalierungsphase erst jetzt: Die App ist nagelneu, die Analyse wurde in den letzten Monaten auf ein neues Level gehoben und die Markenidentität ist definiert“, sagt der Gründer. Zunächst woll man vorwiegend im DACH-Raum aktiv sein. „Erste Umsätze konnten wir bereits erzielen. 2026 ist das Jahr, in dem wir die Reichweite – sowohl über Privatanleger als auch über Kooperationen – deutlich ausbauen wollen“, so Bader-Egger.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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