01.09.2015

Speedinvest zieht es zum Nachbarn: stärkerer Fokus auf deutsche Startups

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(c) Speedinvest: Das Team, das hinter dem heimischen Risikokapitalgeber steht.

Der Startup-Fonds aus Österreich, Speedinvest, mit Büros in Wien und im Silicon Valley, verstärkt seinen Fokus auf deutsche Startups und will verstärkt auch in Deutschland präsent sein. Neuer Venture Partner ist außerdem Business Angel Helmar Hipp.

Der Risikokapitalgeber ist allerdings schon länger im Nachbarland aktiv – und zwar schon seit seiner Gründung. Ein Beispiel ist sein Investment in das FinTech Startup Payworks.Erfolge feiern außerdem einige Portfolio-Startups von Speedinvest in Deutschland wie die mobile Flohmarkt-App Shpock, die Social Trading Plattform Wikifolio oder Flaviar,  das quasi ein Spirituosen Wikipedia per App ist.

(c)_Helmar_Hipp

Das erwartete endgültige Fondsvolumen von Speedinvest soll bei ca. 75 Millionen liegen. Damit verfügt Speedinvest auch über ausreichende Mittel, um Startups in späteren Finanzierungsrunden zu begleiten – eigentlicher Hauptfokus liegt auf Seed Investitionen. Inhaltlich unterstützt der Risikokapitalgeber vor allem digitale Geschäftsmodelle, vor allem in den Bereichen Fintech und disruptive Kerntechnologien (“Deep Tech”).

Die Verstärkung in Deutschland geht Hand in Hand mit der Ankündigung eines neuen Venture Partners: Helmar Hipp. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Internet- und Medienindustrie und war zuletzt CEO der Ifolor Gruppe. Er ist aktiv als Business Angel und Beiratsmitglied verschiedener Startups. Er soll auch bei der Auswahl und Betreuung der deutschen Gründer zuständig sein.

MH-Ametsreiter (4)

Marie-Helene Ametsreiter, Topmanagerin aus der Telekommunikationsbranche und ehemalige CMO der Telekom Austria Group, wird ebenfalls nach Deutschland entsandt und soll vor allem in der Münchner Startup Szene aktiv werden. Sie ist bereits seit 2014 Partnerin bei Speedinvest und unterstützt Portfoliounternehmen in den Bereichen Marketing und Business Development. Mit 2016 wird Ametsreiter nach Deutschland übersiedeln.

(c) Bilder: Speedinvest, Foto von Helmar Hipp: (c) Hipp

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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