sked: Mithilfe von Alexa und Siri Küchenmesser scharf halten
Nicht nur Hobbyköche haben das Problem stumpfer Messer. Die gängigen Schärf-Instrumente waren für Horst Paetzel und Jürgen Dangel unbefriedigend. Ihre Lösung: ein elektronisches Messerschärfgerät, das auch mittels Sprachsteuerung funktioniert.
Horst Paetzel und Jürgen Dangel haben mit sked eines im Sinn: Die Schärfe von Küchenmessern. Die beiden Gründer halten Schleifsteine und -stäbe für wenig praktikabel und mit großer Verletzungsgefahr behaftet. Deshalb haben sie ein neuartiges, elektronisches Messerschärfgerät in Form eines Messerblocks entwickelt. Das Besondere: Sensoren erkennen das mitgelieferte Messer, Keramikpolygone bewegen sich entlang der Messerklinge und schärfen es, ohne dass der ungewollte metallische Abrieb entsteht. So soll die Schärfe des Messers dauerhaft erhalten bleiben.
Sked schärft flüsternd
Der Name des Startuos sked steht für „sharp knife every day“ und erkennt mittels Sensoren, ob das eingeschobene Messer einen Wellenschliff oder eine glatte Klinge besitzt. Es tastet die Kontur exakt ab. Der Basisblock mit integriertem Akku lässt sich mit bis zu zwei weiteren Schleifblöcken adaptiv und modular erweitern. Ein Sockel kann als Zubehör erworben und eingesetzt werden, um dem Messerschärfer einen zusätzlichen Neigungswinkel zu geben und die ergonomische Handhabung zu erleichtern. Steuern lässt sich das Gerät sogar über die Siri- und Alexa- Sprachsteuerung. Den sked-Messerblock gibt es in den Farben schwarz, weiß und rot, die bunt miteinander kombiniert werden können. Der Schärfevorgang erfolgt flüsternd, da die Bauweise die mechanischen Geräusche dämmt.
Wer mehr Informationen zu Horst Paetzel und Jürgen Dangel sowie ihrem sked-Messerblock haben möchte, der hat am Montag Abend in der „Höhle der Löwen“ die Chance dazu. Weiters dabei sind: Hilli Fruits, Wavewinder, WowWow und Lambus.
„Aufbruch statt Ausbruch“ – Wie aus Steyrs altem Gefängnis ein Innovationszentrum wird
Aus dem ehemaligen Cölestinerinnen-Kloster und späteren Gefängnis in der Berggasse in Steyr könnte in Zukunft ein neuer Startup-Hub Österreichs entstehen. Projektentwickler Chris Müller erzählt im brutkasten-Gespräch über den Standort, das Potenzial und die Details des Plans.
„Aufbruch statt Ausbruch“ – Wie aus Steyrs altem Gefängnis ein Innovationszentrum wird
Aus dem ehemaligen Cölestinerinnen-Kloster und späteren Gefängnis in der Berggasse in Steyr könnte in Zukunft ein neuer Startup-Hub Österreichs entstehen. Projektentwickler Chris Müller erzählt im brutkasten-Gespräch über den Standort, das Potenzial und die Details des Plans.
Chris Müller bei der Präsentation von Horizont Steyr. (c) Tobias Zachl
„Je komplexer die Welt um uns herum wird, desto mehr sehnen wir uns nach Orten, die die Menschen schon lange prägen“. Mit dieser Vision startet Chris Müller von CMb.industries gemeinsam mit der Stadt Steyr in das neue Projekt Horizont Steyr. Bekannt ist Müller in der Szene vor allem seit seinem erfolgreichen Projekt der Tabakfabrik in Linz, wo heute einer der wichtigsten Startup-Treffs Österreichs anzufinden ist.
„Wie bei der Tabakfabrik, von den Tabakwaren hin zu rauchenden Köpfen, soll in Steyr ein Ort der Unfreiheit zu einem Ort der Freiheit werden“, so der Plan. Auf dem Areal in der Berggasse befand sich im 17. Jahrhundert ein Kloster, bevor die Räumlichkeiten rund 200 Jahre lang als Gefängnis dienten.
Sollte das Projekt den Gemeinderat im Herbst passieren, wird 2029/2030 mit der Fertigstellung von Horizont Steyr gerechnet.
Zuerst war es ein Kloster, dann über 200 Jahre ein Gefängnis. Müller plant nun einen Startup-Hub. (c) Tobias Zachl
Milieu aus Industrie, Infrastruktur und Verständnis
„Die Stadt Steyr kommt mit einem industriellen Erbe“, hebt Müller den Standort hervor. „Hier kommt ein Milieu zusammen aus Industrie, aus Infrastruktur, aus Mobilität, Nachhaltigkeitsthemen, aus Internationalität und auch aus der Fachhochschule. Hier muss man einfach innovativ sein.“ Der Standort ist vor allem durch Leitbetriebe wie BMW, AVL List, BMD, SKF und Steyr Automotive bekannt.
Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände rund um die Berggasse sollen künftig Büros, Coworking-Spaces und Begegnungszonen für Startups sowie junge Unternehmen entstehen, wie brutkasten bereits berichtete. Gemeinsam mit Tp3 Architekten will Chris Müller die alte Immobilie zu einem „Ort der Begegnung und der Entwicklung von Zukunftsprojekten“ umgestalten und damit auch den Wirtschaftsstandort Steyr stärken.
„Unsere Orte sind kuratierte Orte“
Müller versteht den zukünftigen Hub als eine Produktionskette. „Wir haben uns gedacht, wir nehmen Wände weg und verbinden die einzelnen Gebäude, wir bringen die Freiheit hinein“, so der Projektentwickler. Im letzten Trakt der Gebäudereihe befindet sich das alte Theater der Stadt. Diesen Ort sieht Müller als zukünftigen Präsentationsraum mit einem Fassungsvermögen von 300 Menschen.
Eines der wichtigsten Learnings, die der Oberösterreicher aus seinem Projekt der Tabakfabrik in Horizont Steyr mitbringt, ist das Schaffen kuratierter Orte. Im Vordergrund stünde nicht die reine Vermietung von Büros, es ginge vielmehr um das Zusammenspiel der einzelnen Firmen. „Wir fragen nach den Bedürfnissen der Interessent:innen, was sie brauchen, aber natürlich auch, was sie sich von diesem Ort erwarten. Wir nehmen nicht alle rein, nur weil sie bezahlen.“
Das alte Theater könnte für zukünftige Präsentationen und Talks genutzt werden. (c) MecGreenie
Bereits 70 Prozent vorvermietet
Laut Angaben von Müller sind bereits 70 Prozent der Räumlichkeiten vorvermietet, für knapp 2.000 Quadratmeter der Fläche sind bereits Letters of Interests unterschrieben worden. Müller erwähnt dabei, dass ständig neue Anfragen kommen.
Für Interessierte an den Räumlichkeiten gibt es hier mehr Informationen.
Das Projekt Horizont Steyr soll von CMb.industries gemeinsam mit den Tp3 Architekten umgesetzt werden. (c) Raffael Portugal
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