31.08.2020

Nach massivem Corona-Push: SchoolFox wird zu Fox Education

Das Wiener EduTech-Startup SchoolFox erlebte durch die Corona-Schulschließungen ein massives Wachstum. Nun wird das Angebot mit KidsFox auf Kindergärten erweitert und die Dachmarke Fox Education eingeführt.
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SchoolFox - Rollout an allen niederösterreichischen Pflichtschulen
(c) A1/APA-Fotoservice/Hörmandinger: Das SchoolFox-Team

Die Digitalisierung der heimischen Schulen – so hatte man in den vergangenen Jahren das Gefühl – konnte schon sehr schleppend verlaufen. Eines jener EduTech-Startups, die diesbezüglich immer wieder Achtungserfolge erzielen konnten, war das Wiener Unternehmen SchoolFox. Die Chancen, die sich durch die Corona-bedingten Schulschließungen im Frühling ergaben, nutze das Startup umso besser.

SchoolFox: Schnelle Reaktion auf Corona und massives Wachstum

Denn SchoolFox reagierte mit seinem Schul-Messenger schnell auf die neue Situation der Schulschließungen im März und konzentrierte sich zusätzlich zur Schulkommunikation auf Funktionen, die für den Fernunterricht unerlässlich sind: Video-Unterricht, moderierte Klassenchats und Cloud-Speicher für das File-Sharing, etwa von Hausaufgaben. Man habe Distance Learning überhaupt erst möglich gemacht – und das mit ausreichenden Serverkapazitäten ohne Verlangsamung oder Abstürzen, heißt es heute vom Startup.

Rund 5000 Schulen – auch über die Grenzen Österreichs hinaus – nutzen inzwischen das Angebot. Im Jahresvergleich ist das eine Verdopplung. Inzwischen wird die App in 24 Sprachen angeboten. Zugute kamen dem Startup hierzulande auch eine explizite Empfehlung des Bildungsministeriums und die Unterstützung durch Digital- und Arbeitsministerium und „fast alle Bildungsdirektionen in Österreich“. „Die Schulen wissen, dass SchoolFox auch seitens der Politik und vorgesetzten Behörden gewünscht ist. Noch nie war es so einfach für die Leitung auf eine datenschutzkonforme Lösung zu wechseln, die alles Notwendige auf einer Plattform vereint: Kommunikation, Zusammenarbeit und Organisation“, kommentiert Stefan Siegl, Geschäftsführer für den Bereich Marketing und Sales, in einer Aussendung.

KidsFox für Kindergärten und Dachmarke Fox Education

Eine in den vergangenen Monaten besonders stark gewachsene Nutzer-Gruppe seien Kindergärten, heißt es vom Unternehmen: „Daher wurde nun der Schritt zu einer eigens auf Kindergärten zugeschnittenen App namens KidsFox (ab sofort in den App Stores zum Download bereit) unternommen“. Knapp 2000 Kindergärten würden bereits zum Start der App zu den Kunden des Unternehmens, der Fox Education Services GmbH, zählen. Große Träger wie das Bundesland Niederösterreich stellten KidsFox allen ihren 1050 Kindergärten kostenlos zur Verfügung. Mit der Einführung der App erfolgt auch ein allgemeines Rebranding. Der Unternehmensname Fox Education wird zur neuen Dach-Marke über SchoolFox und KidsFox.

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Niceshops
© Niceshops -Firmensitz Niceshops.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Niceshops, der Betreiber von rund 30 Nischen-Online-Shops in unterschiedlichen Produktkategorien in bis zu 18 Sprachen, einen Umsatz von 97,3 Millionen Euro und ein EBITDA von rund fünf Millionen Euro. Der Umsatz stieg damit um 23,6 Prozent, das EBITDA um 38,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Während der österreichische Handel laut Wirtschaftskammer Österreich im ersten Halbjahr 2026 inflationsbereinigt um 0,7 Prozent schrumpfte, entwickelte sich Niceshops gegenläufig.

Niceshops: „Nicht um jeden Preis“

„Wir wachsen nicht um jeden Preis. Dass unser EBITDA deutlich stärker steigt als der Umsatz, zeigt, dass wir unsere Prozesse mit dem Wachstum skalieren können und gleichzeitig unsere Margen verbessern“, sagt Geschäftsführerin Carina Hödl. „Gerade in einem Marktumfeld, in dem viele Händler mit rückläufigen Umsätzen und Margendruck kämpfen, ist diese Entwicklung ein deutlicher Beleg für die Stärke unseres Geschäftsmodells.“

Die aktuellen Zahlen markieren eine Erholung nach den schwierigen Jahren 2022 und 2023. Anfang 2024 musste Niceshops rund 90 der damals etwa 450 Mitarbeiter:innen abbauen. Das entsprach rund einem Fünftel der Belegschaft – brutkasten berichtete.

Der Weg aus der Krise erforderte erhebliche Einschnitte. Geschäftsführer Christoph Schreiner beschrieb die Lehren daraus im Mai im Podcast 123C unter anderem als Mischung aus „Größenwahn und Respekt vor dem Mitbewerber“ und sprach gar von 130 Kolleg:innen, die gehen mussten. Folglich setzte das Unternehmen dabei auf eine intensive Restrukturierung gemeinsam mit den finanzierenden Banken.

2025 erfolgreichstes Geschäftsjahr

2025 folgte das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte: Niceshops erzielte 169 Millionen Euro Umsatz und rund acht Millionen Euro EBITDA. Für 2026 hat das Unternehmen erstmals mehr als 200 Millionen Euro Umsatz als Ziel ausgegeben.

„Unser mittelfristiges Ziel ist klar. Wir wollen unser operatives Tagesgeschäft aus einem starken eigenen Cashflow finanzieren und damit aus eigener Kraft weiter wachsen“, beschreibt Firmengründer und Geschäftsführer Roland Fink die strategische Stoßrichtung.

Trotz der Erfahrungen aus der Krise investiert Niceshops weiter in seine Infrastruktur. Im Juli erwarb das Unternehmen am Standort Saaz ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück. Damit sollen zusätzliche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Logistik geschaffen werden.

Niceshops arbeitet an Robotiklösungen

Parallel bereitet Niceshops den gezielten Einsatz von Automatisierungs- und Robotiklösungen vor. Eine vollständige Automatisierung des Standorts ist in der aktuellen Unternehmenskommunikation nicht als Ziel formuliert; vielmehr spricht man von einem gezielten Einsatz entsprechender Technologien.

Auch im firmeninternen Portfolio gibt es Wachstumsimpulse. 3DJake bleibt innerhalb der rund 30 von Niceshops betriebenen Shop-Welten der größte Umsatzbringer. Das Unternehmen bezeichnet den Spezialisten für 3D-Druck als europäischen Marktführer im Onlinehandel seines Segments. Mit Peganto hat das Unternehmen im laufenden Jahr zudem einen weiteren Online-Shop auf den Markt gebracht.

DACH dominiert

International bleibt der DACH-Raum die umsatzstärkste Kernregion, wie aus der Aussendung hervorgeht. Gleichzeitig entwickeln sich die Märkte außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz laut Niceshops noch dynamischer. Das größte relative Wachstum verzeichnete das Unternehmen zuletzt in Ungarn – genaue Zahlen dazu werden jedoch nicht genannt. Bis zum Frühjahr 2027 sollen zwei weitere Länder erschlossen werden.

Schreiner abschließend dazu: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass neue Märkte und Shop-Konzepte in die bestehende Technologie- und Logistikstruktur effizient integriert werden können.“

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Nach massivem Corona-Push: SchoolFox wird zu Fox Education

  • Die Digitalisierung der heimischen Schulen – so hatte man in den vergangenen Jahren das Gefühl – konnte schon sehr schleppend verlaufen.
  • Eines jener EduTech-Startups, die diesbezüglich immer wieder Achtungserfolge erzielen konnten, war das Wiener Unternehmen SchoolFox.
  • Die Chancen, die sich durch die Corona-bedingten Schulschließungen im Frühling ergaben, nutze das Startup umso besser.
  • Die Anzahl an nutzenden Schulen konnte verdoppelt werden, weil so viele Kindergärten unter den Usern sind, gibt es nun ein neues Produkt.
  • Knapp 2000 Kindergärten würden bereits zum Start der neuen App KidsFox zu den Kunden des Unternehmens, der Fox Education Services GmbH, zählen.
  • Der Unternehmensname Fox Education wird zur neuen Dach-Marke über SchoolFox und KidsFox.

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