07.08.2023

Sam Altman: Wie generative KI für Wahl-Propaganda missbraucht werden könnte

Mit wenigen Klicks kann KI Inhalte erzeugen, politische Propaganda und Fake News auf Knopfdruck. Diese Entwicklungen machen OpenAI-CEO Sam Altman besorgt.
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Sam Altman sorgt sich wegen möglicher Auswirkungen von KI auf Wahlen. Foto: (c) Adobe Stock
Sam Altman sorgt sich wegen möglicher Auswirkungen von KI auf Wahlen. Foto: (c) Adobe Stock

Politische Propaganda oder Desinformation sind nichts Neues, aber mit der heute verfügbaren Technik sind die Möglichkeiten dazu enorm gewachsen. Innerhalb kürzester Zeit kann künstliche Intelligenz (KI) jetzt überzeugende Werbetexte schreiben, auch Deepfakes entstehen so binnen Sekunden. Kein Wunder also, dass Expert:innen regelmäßig vor diesen KI-Funktionen warnen.

Wahlbeeinflussung

Bereits die vergangenen Jahre zeigten deutlich, wie Social-Media-Nutzerdaten Wahlen beeinflussen können. Mit Micro-Targeting war Barack Obama schon im Wahlkampf 2008 erfolgreich. Später sorgte die Marketingstrategie, bei der besonders kleine Zielgruppen mit individuell zugeschnittenen Werbebotschaften adressiert werden, für den Cambridge-Analytica-Skandal. Daten von Millionen Facebook-Nutzer:innen wurden ohne deren Wissen abgegriffen und für Wahlwerbung verwendet, um die politische Meinungsbildung und Wahlkampagnen zu beeinflussen.

Zum Thema KI und Propaganda äußerte sich letzten Donnerstag auch Sam Altman, CEO von OpenAI. In einem Post auf X, ehemals Twitter, schrieb er, dass ihn die Auswirkungen von KI auf zukünftige Wahlen nervös machen.

KI könnte Wahlbeeinflussung Tür und Tor öffnen

Die Sorge von Sam Altman ist angesichts der Fähigkeiten von KI nachvollziehbar. Im Grunde kann KI für jede/n Wähler:in speziell zugeschnittene Wahlwerbung mit passendem Bild- und Videomaterial erstellen. Auch überzeugende Fake News lassen sich mit KI schneller produzieren und verbreiten als je zuvor. Bereits jetzt setzten politische Gruppen und andere KI für ihre Zwecke ein – so etwa in den USA im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2024. Ein Video der Republikaner (siehe unten) zeigt so etwa ein fiktives Szenario einer chinesischen Invasion der USA.

Das Thema KI-Propagada wird in den nächsten Jahren sicher an Bedeutung gewinnen.

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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