Russmedia Equity Partners übernimmt 60 Prozent an Bergfex
Russmedia Equity Partners übernimmt 60 Prozent der Anteile an Bergfex, Europas größter Tourismusplattform im Alpenraum. Alle drei Gründer bleiben an Bord.
Bergfex mit Sitz in Graz hat sich seit der Gründung im Jahr 1999 zu Europas größter Internetplattform für Bergtourismus und Alpinsport entwickelt. Die Plattform zählt laut eigenen Angaben jährlich rund 65 Millionen Nutzer, die sich angefangen von Unterkünften über Tourenplanung bis hin zum Bergwetter informieren können. Die Apps von Bergfex wurden über fünf Millionen Mal heruntergeladen.
Bergfex Gründer bleiben an Bord
Wie am Montagabend bekannt wurde, übernimmt Russmedia Equity Partners nun 60 Prozent der Anteile an Bergfex. Die drei Gründer Markus Kümmel, Oliver Jusinger und Andreas Koßmeier bleiben laut einer Aussendung von Russmedia !!Equity Partners operativ und als Gesellschafter weiterhin im Unternehmen tätig. Kümmel und Koßmeier hielten laut !!Firmenbuch bis lang je 39 Prozent am Unternehmen, Jusinger hingegen 22 Prozent.
Erste Statements zur Übernahme
Eugen B. Russ, Geschäftsführer von Russmedia !!Equity Partners, in einem ersten Statement zur Übernahme: „Die Gründer von Bergfex haben ein großartiges österreichisches Unternehmen geschaffen, das Alpinsport mit Hilfe von Technologie revolutioniert. Wir freuen uns sehr, die starke Marke gemeinsam mit den Gründern noch erfolgreicher zu machen.“
Markus Kümmel, Gründer von Bergfex, kommentiert die Übernahme wie folgt: “Wir freuen uns mit Russmedia, einem Familienunternehmen mit über 100-jähriger Geschichte, einen starken Partner gefunden zu haben, der unsere Vision von nachhaltigem Unternehmertum teilt. Im Netzwerk von Russmedia kann Bergfex weiterhin als unabhängiges, gründergeführtes Unternehmen sein Wachstum beschleunigen und kontinuierlich neue Services für Bergsport-Enthusiasten entwickeln.“
Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich
100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich
100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.
Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.
SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.
Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.
Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr
Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.
Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.
Vier Landeshauptstädte zuerst
Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.
Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl
Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.
Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.
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