26.05.2020

Sommerurlaub in Corona-Zeiten: Erento übernimmt Wohnmobil-Vermittlung Campanda

Erento, welches sich zum Großteil in Besitz der Russmedia Equity Partners befindet, übernimmt die Camper-Plattform Campanda. In Zeiten des Coronavirus ein kluger Schachzug.
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(c) Campanda

Erento, laut Eigenangabe Europas größter Marktplatz für Mietartikel, hat die Wohnmobil-Vermittlung Campanda übernommen. Erento ist in Berlin ansässig, deren Mehrheitseigentümer sind jedoch die österreichischen Russmedia Equity Partners, welche in Euroa investiert und das bestehende digitale Portfolio der Russmedia Group führt. Der Kaufpreis wurde nicht kommuniziert.

Im Jahr 2013 hatte Chris Möller die Plattform für die Vermietung von Wohnmobilen gegründet. Mittlerweile ist Campanda laut Eigenangabe der weltweit größte Marktplatz für Wohnmobil-Buchungen und in 42 Ländern sowie fünf Sprachen verfügbar. Mehr als 250.000 Kunden haben bereits über die Plattform einen Camper gemietet.

Mit der Übernahme durch Erento, beziehungsweise Russmedia Equity Partners, wird nun der nächste Schritt gemacht. „Erento und damit Russmedia Equity Partners sind die perfekten Partner, um Campanda auf die nächste Stufe zu hieven“, sagt Möller. Ähnlich sieht man das auch beim Käufer: „Wohnmobile sind wichtiger Bestandteil unseres erento-Marktplatzes. Campanda stellt die optimale Ergänzung unseres Portfolios dar”, sagt Luka Dremelj, Geschäftsführer der erento GmbH.

Camping-Urlaub in der Coronakrise

Das Timing könnte dabei wirklich nicht besser sein, denn Sommerurlaub mit dem Wohnmobil ist aktuell ein Wachstumsmarkt: Dieser ist angesichts der Reisebeschränkungen in Zeiten der Corona-Pandemie sowohl in Deutschland als auch in Österreich derzeit die sicherste Option. Daher ist man bei erento „sehr optimistisch, dass die Nachfrage nach Campern auch nach Corona nachhaltig steigen wird.“

Campanda wird als eigenständige Marke erhalten bleiben. „Beide Unternehmen behalten ihr Kerngeschäft, beide Unternehmen machen am Markt Sinn,“ Dremelj.

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Disclaimer: Russmedia Equity Partners ist zu 24,8761 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt. 

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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Sommerurlaub in Corona-Zeiten: Erento übernimmt Wohnmobil-Vermittlung Campanda

  • Erento, laut Eigenangabe Europas größter Marktplatz für Mietartikel, hat die Wohnmobil-Vermittlung Campanda übernommen.
  • Erento ist in Berlin ansässig, deren Mehrheitseigentümer sind jedoch die österreichischen Russmedia Equity Partners, welche in Euroa investiert und das bestehende digitale Portfolio der Russmedia Group führt.
  • Der Kaufpreis wurde nicht kommuniziert.

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  • Erento ist in Berlin ansässig, deren Mehrheitseigentümer sind jedoch die österreichischen Russmedia Equity Partners, welche in Euroa investiert und das bestehende digitale Portfolio der Russmedia Group führt.
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