23.07.2025
BETEILIGUNG

RLB NÖ-Wien investiert in Bitpandas neuen Vision-Token

Mit einem Investment in den Vision Token (VSN) will die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ihre Zusammenarbeit mit Bitpanda verstärken.
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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien (c) Bitpanda GmbH

Seit 16. Juli hat Bitpanda seine bestehenden Token BEST und PAN zusammengelegt – der neue Token nennt sich nun Vision Token (VSN) (brutkasten berichtete). Er vereint die Funktionen der beiden bisherigen Bitpanda-Token – Nutzer:innen erhalten damit unter anderem reduzierte Gebühren sowie Staking-Möglichkeiten mit bis zu zehn Prozent Rendite.

Nun kündigte mit der Raiffeisenlandbank (RLB) Niederösterreich-Wien eine traditionelle Bank ein Investment in den Vision Token an. Die genaue Investmentsumme wolle man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit der Öffentlichkeit teilen, hieß es auf brutkasten-Nachfrage.

Die beiden Unternehmen kooperieren schon länger. Die RLB nutzt das Angebot von Bitpanda Technology Solutions (BTS), um ihren Kund:innen Zugang zum Krypto-Angebot von Bitpanda zu ermöglichen. Dies geschieht direkt über die „Mein ELBA“-App. Die Kooperation wurde im April 2023 angekündigt und ist seit Jänner 2024 live. Für die RLB ist es nicht die einzige Zusammenarbeit mit einem Krypto-Unternehmen. Auch mit der Stablecoin-Ratingagentur Bluechip kooperiert die Bank seit Anfang des Jahres (brutkasten berichtete).

RLB-Generaldirektor: „Logischer Schritt“

Michael Höllerer, Generaldirektor der RLB NÖ-Wien kommentiert das Investment in den Bitpanda-Token in einer Presseaussendung folgendermaßen: „Als Bank mit starkem Innovationsfokus sehen wir in der Tokenisierung von Vermögenswerten einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Finanzmarkts. Die strategische Investition in den Vision Token ist für uns ein logischer Schritt, um die Chancen dieser Entwicklung bestmöglich zu nutzen.“

Lukas Enzersdorfer-Konrad, Deputy CEO von Bitpanda, wiederum sagt: „Diese Partnerschaft zeigt, wie traditionelle Banken und moderne Blockchain-Infrastrukturen Hand in Hand gehen können. Mit der RLB NÖ-Wien haben wir einen starken Partner gewinnen können, der an das Potenzial von Tokenisierung glaubt.“

Konzipiert für die breite Masse

Die Vision Chain, die Bitpanda gemeinsam mit Partner:innen aufsetzt, ist als Ethereum-Layer-2-Lösung konzipiert. Darüber sollen künftig reale Vermögenswerte wie Wertpapiere, Edelmetalle oder Fiat-Währungen „sicher und transparent“ tokenisiert werden, wie es von Bitpanda heißt. Das Wiener Unicorn möchte damit nach eigenen Angaben nicht nur technikaffine Krypto-Nutzer:innen, sondern insbesondere den traditionellen Finanzsektor ansprechen. Seine aktuelle Nutzer:innenzahl gibt Bitpanda mit über 6,5 Millionen an.

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Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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