25.08.2021

reverse.supply: Berliner Secondhand-Commerce-Startup holt Investor aus Österreich

Reverse.supply ermöglicht Modemarken, ihre eigene Ware auch secondhand zu verkaufen.
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Die Gründer von reverse.supply © reverse.supply
Die Gründer von reverse.supply © reverse.supply

Das erst 2021 gegründete Berliner Startup reverse.supply bietet Modemarken die Möglichkeit, ihre eigene Mode auch secondhand anzubieten. Mit dieser Lösung hat sic das junge Unternehmen nun ein sechsstelliges Pre-Seed-Investment gesichert. Eingestiegen ist neben Business Angels aus Deutschland auch der österreichische Frühphasen-Investor Push Ventures rund um Laurenz Simbruner und Lukas Püspök.

Bewertung von Secondhand-Zustand mittels KI

“Wir sind überzeugt davon, dass ein großes Potential im recommerce bei vielen Marken vorhanden ist. Das Team von reverse.supply bietet hier eine starke Lösung an”, erklärt David Aigner von Push Ventures das Investment. Das Startup hat eine White-Label-Recommerce-Lösung für Modemarken und Marktplätze entwickelt. Die Plattform bietet ein Ankaufsportal, über das Unternehmen quasi ihre eigene, gebrauchte Ware zurückkaufen können. Die Kleidungsstücke werden dann mittels künstlicher Intelligenz bewertet, um einen Preis zu ermitteln. Schließlich kann das Kleidungsstück in einem Webshop angezeigt werden. Für die Abwicklung betreibt reverse.supply in Berlin auch ein eigenes Logistikzentrum.

“Wir sehen eine extrem große Veränderung des Kaufverhaltens: Bereits heute kaufen 34 Prozent der Verbraucher:innen Secondhand Ware, damit wächst der Markt 21 Mal schneller als der konventionelle Handel”, sagt Co-Founder Janis Künkler. “Nachhaltigkeit ist aktuell das Thema der Modebranche. Immer mehr Mode-Kundinnen sind bereit zu nachhaltigeren Marken zu wechseln. Mit reverse.supply haben wir eine einfache, skalierbare Lösung gebaut, mit der Marken Nachhaltigkeit und Circularity mit den stark wachsenden Märkten Recommerce und Secondhand verbinden können”, so Co-Founder Max Große Lutermann.

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Team von Highland Europe. (c) Highland Europe

„Wir freuen uns sehr, unseren sechsten Fonds anzukündigen! Wir haben 1,1 Milliarden Euro eingeworben, um weiterhin die nächste Generation außergewöhnlicher europäischer Gründer in der Wachstumsphase auf ihrem Weg zum Aufbau herausragender Unternehmen zu unterstützen“, schreibt die Investment Firma Highland Europe auf LinkedIn.

Unterstützung für Tech-Companies

Das Unternehmen konzentriert sich auf Investments in der Wachstumsphase von Unternehmen und hat den Hauptsitz in London und Genf. Zu den bislang über 80 Unternehmen, die mit 3,75 Mrd. Euro unterstützt wurden, zählen 9fin, AMCS, Bending Spoons, Camunda, EGYM, Featurespace, GetYourGuide, Huel, hyperexponential, ME+EM, Nexthink, n8n, Wolt und Zwift. Man arbeite als Partner mit Gründer:innen zusammen, die globalen Marktführer ihrer Kategorie aufbauen, so die Zielsetzung von Highland.

„Wir sind unseren Limited Partners für ihr langjähriges Vertrauen und ihr Engagement für Fonds VI zu tiefstem Dank verpflichtet. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, Europas ambitionierteste Gründer in einem einzigartig transformativen Moment weiter zu begleiten, während KI jede Branche neugestaltet. Wir haben Highland Europe 2012 als dauerhafte, gleichberechtigte Partnerschaft gegründet“, heißt es von Sam Brooks, Partner bei Highland Europe.

Exit & Börsengang

Zu den jüngsten Erfolgen von Highland zählen der Verkauf von Nexthink an eine Private-Equity-Gesellschaft für 3 Milliarden US-Dollar, der vereinbarte Verkauf von Huel an Danone, die 7,5 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von EGYM und Playlist sowie der Börsengang von Bending Spoons (NASDAQ: BSP) mit einer Marktkapitalisierung von über 18 Milliarden US-Dollar.

Neue Partner

Neben dem Fonds VI, gibt es auch Neuigkeiten auf der Partner-Ebene. Die Highland-Investoren Helena Richardson und Jacob Berstein wurden zu Partnern befördert. Richardson kam 2016 zu Highland und hat unter anderem Unternehmen wie Ffern, ME+EM, Modulr und Huel unterstützt. Bernstein ist seit 2017 im Unternehmen und investiert in Enterprise-Unternehmen wie Unframe, Zero Networks, Oritain und Descartes Underwriting.

„Helena und Jacob haben in den vergangenen zehn Jahren jeweils dazu beigetragen, das Unternehmen aufzubauen, und ihre Beförderungen spiegeln wider, welch außergewöhnliche Investoren, Führungskräfte und Partner sie geworden sind“, so Brooks.

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