01.08.2025
WACHSTUM

Rekordjahr 2024: Bitpanda verdoppelt Umsatz auf 393 Mio. Euro

Das Wiener Krypto-Fintech Bitpanda hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Das Unternehmen konnte seinen Umsatz auf 393 Millionen Euro verdoppeln und verzeichnet damit das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte.
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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien (c) Bitpanda GmbH

Gegründet wurde Bitpanda 2014 von Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer. Seither entwickelte sich das Startup zu einer der führenden Krypto-Plattformen Europas. Ein Meilenstein jagt den nächsten: Im März 2021 wurde Bitpanda mit einer Series-B-Finanzierungsrunde über 170 Millionen US-Dollar zum ersten Unicorn Österreichs (brutkasten berichtete). Seitdem hat das Unternehmen stetig expandiert – mit neuen Produkten, zusätzlichen Lizenzen, prominenten Partnerschaften und bekannten Sportler:innen als Werbegesichter. Nun legt Bitpanda mit neuen Rekordzahlen nach.

Starke Zahlen

„2024 war unser bisher stärkstes Jahr, sowohl in Bezug auf die Lieferung als auch auf die finanzielle Leistung“, sagt CEO Eric Demuth. Mit Betriebseinnahmen von 393 Millionen Euro konnte Bitpanda seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Auch das bereinigte EBITDA legte deutlich zu – es verfünffachte sich. Außerdem steigt die EBITDA-Marge (Verhältnis von EBITDA zu den Betriebseinnahmen) auf über 30 Prozent.

Das starke Wachstum sei vor allem auf die Expansion in zentrale europäische Märkte zurückzuführen, ebenso auf fortlaufende Investitionen in die Produktvielfalt, Benutzerfreundlichkeit sowie hohe Sicherheits- und Regulierungsstandards, heißt es vonseiten des Unternehmens. 

Mit inzwischen über 3.200 digitalen Assets – darunter mehr als 650 Kryptowährungen – bietet Bitpanda nach eigenen Angaben die größte Auswahl an Krypto-Produkten in Europa. Die Plattform zählt aktuell rund sieben Millionen Nutzer:innen.

Alte und neue Partnerschaften

2024 war auch das Jahr bedeutender Partnerschaften mit etablierten Finanzinstituten. Damit wollte man sich einen breiteren Zugang zu digitalen Vermögenswerten verschaffen. Zu den bestehenden Partnern gehören die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, die Landesbank Baden-Württemberg, N26, Solaris, Lydia und Plum. Neu hinzugekommen sind außerdem kürzlich die Deutsche Bank sowie die National Bank of Ras-Al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (brutkasten berichtete).

Lukas Enzersdorfer-Konrad, stellvertretender CEO von Bitpanda, kommentiert: „Wir haben neue Märkte erschlossen, sind über den Einzelhandel hinaus gewachsen und treiben nun die digitalen Anlagestrategien der angesehensten Finanzinstitute in Europa voran. Und das alles bei gleichbleibender Profitabilität und langfristiger Planung.“

Internationale Ausweitung

Für 2025 gibt sich das Unternehmen weiterhin ambitioniert. Bitpanda-CEO Demuth sagt: „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir ein Unternehmen aufbauen, das in jedem Marktzyklus funktioniert. Mit einem klaren Fokus auf Regulierung, Sicherheit und Nutzererfahrung sind wir nun in der Lage, 2025 noch weiter zu wachsen. Die Marktakzeptanz und das regulatorische Umfeld waren noch nie so gut wie heute, 2025 wird ein entscheidendes Jahr für die Kryptowährung sein.“

Ein entscheidender Baustein für das künftige Wachstum sind die zahlreichen regulatorischen Zulassungen, die Bitpanda erhalten hat. Im April 2025 erteilte auch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) dem Unternehmen eine MiCAR-Lizenz – nach den Behörden in Deutschland und Malta. Zudem verfügt das Unternehmen über eine FCA-Genehmigung für den Eintritt in den britischen Markt. Damit sei der Zugang zu einem Gesamtmarkt mit über 500 Millionen Menschen möglich. Das mache Bitpanda, so heißt es in einer offiziellen Mitteilung, „zu einer der sichersten und am strengsten regulierten Handelsplattformen der Branche“.

Nächste Ziele sind die Expansion in alle EU-Staaten und das Vereinigte Königreich, die weitere Konsolidierung der Marktführerschaft in Europa sowie die internationale Ausweitung der Bitpanda-Technologieplattform. Darüber hinaus will das Unternehmen künftig eine zentrale Rolle bei der nächsten “Innovationswelle in der Digital-Asset-Industrie einnehmen”.

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cheerin'
(c) Lumia - Manuel Gahn.

„Goodbye. I am selling my startup – cheerin‘ is for sale. Most people know me nowadays as the Startup House by Lumia guy. But before, I was building a Social Fitness & Health App – cheerin‘ (formerly known as Sparcs)“.

cheerin‘ – ein sozialer Kleber

So vermeldet Startup-House-Gründer Manuel Gahn den Verkauf seines „alten“ Projekts auf LinkedIn und beschreibt seine Gefühlslage gegenüber brutkasten als eine mit „schwerem Herzen“: „Ich suche eine:n sportbegeisterte(n) Käufer:in mit Startup-Erfahrung, die das fertige Produkt übernehmen und die User-Base skalieren will.“

Gahn bezeichnet cheerin‘ als sozialen Kleber zwischen allen bestehenden Fitness- und Gesundheit-Apps. Konkret vereinfacht es die App, die Fitness-Fortschritte von Freund:innen bejubeln zu können – gedacht für jene, die sich mit anderen verbinden und gemeinsame Aktivitäten ausführen wollen.

„Auch um neue Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. In meiner übergewichtigen Vergangenheit war ich natürlich auch selbst User solcher Apps, fand aber in Runtastic und Co. keine Lösung meines Problems“, sagt Gahn.

40.000 Erspartes investiert

Angefangen hat alles 2019 im SIMC-Masterprogramm der WU, als Gahn Robin Görlich kennenlernte. Mit ihm schrieb er eine Masterarbeit zu digitalem Nudging und beschloss dies auszugründen. Der erste Prototyp hieß Joy: „Mit diesem konnten wir den Community-Award der Entrepreneurship Avenue gewinnen. Von meinem 40.000 Euro Erspartem konnte ich die ersten Entwickler zahlen – natürlich ohne genau zu wissen was eigentlich das Produkt werden sollte. Nach über 20 Absagen diverser Förderagenturen, vielen weiteren Rückschlägen und Pivots kristallisierte sich langsam heraus, dass nicht weitere To-Do Listen oder Gamifications nötig sind, sondern es einfach einen sozialen Kleber zwischen all den Fitness-Apps mit einander kannibalisierenden Netzwerkeffekten braucht. An das Potenzial dieser Idee glaube ich auch heute noch“, sagt er.

100.000 Euro Schulden

Die Idee eines sozialen Netzwerks für die Startup-Szene stieß bei österreichischen Business Angels und VCs zunächst auf wenig Begeisterung. Nach zwei Jahren stand Gahn mit rund 100.000 Euro Privatschulden da. International sah das Bild jedoch ganz anders aus: Auf Konferenzen wie Web Summit, Slush und SXSW weckte das Konzept das Interesse einiger der renommiertesten Venture-Capital-Fonds der Welt, darunter Accel und Index Ventures. Zwar entstand daraus indirekt eine kleine Angel-Runde, gleichzeitig kam es jedoch zum Bruch mit dem Co-Founder.

Wenig später folgte die Einladung der WKO zum Programm „Go Silicon Valley“. Rückblickend war diese Reise ein Wendepunkt für den Founder: „Das war einerseits der Push und das persönliche Mindset-Wachstum, das ich ich brauchte, um ganz groß zu Denken; andererseits war es auch der Anfang vom Ende“, sagt Gahn. Im Silicon Valley konnte er hochkarätige Advisor gewinnen, darunter Satadip Dutta, COO von Pinterest, und Chris Wilk, Fitness Lead bei Google. Trotz mittlerweile rund 200.000 Euro Privatschulden zu dem Zeitpunkt rückte damals eine Seed-Finanzierung in greifbare Nähe.

Silicon Valley als Inspiration

Mindestens genauso prägend war jedoch die Atmosphäre in den Coworking Spaces des Silicon Valley und wohl auch der Grund für das Nichtzustandekommen einer Finanzierung. Die Offenheit, Dynamik und Community, die Gahn dort erlebte, vermisste er in den österreichischen Vertretungen. „Nach zwei Monaten kehrte ich mit einer neuen Idee zurück: dem Startup House.“

Obwohl cheerin‘ erste Downloads verzeichnete und das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer äußerst positiv war, rückte das Projekt zunehmend in den Hintergrund. Mit dem rasanten Erfolg der anschließend gegründeten Lumia Group endete schließlich die operative Arbeit an cheerin‘.

Von cheerin‘ zu Lumia

„Heute bin ich stolz, in sieben Jahren Startup-Spirit extrem viel gelernt zu haben und persönlich gewachsen zu sein“, sagt Gahn. „Ich habe über eine Million Euro verbrannt und bin viele Jahre ‚all in‘ gegangen, ohne einen Cent herauszubekommen. Gleichzeitig hat mich genau dieser Weg dank cheerin‘ zu Startup House und schließlich zur Lumia Group geführt. Heute bin ich aber ebenso froh, die Entscheidung treffen zu können, mich von cheerin‘ zu trennen. Ich hoffe, eine(n) motivierten Gründer oder Gründerin zu finden, die oder der als Eigentümer(in) und CEO in meine Fußstapfen treten möchte.“

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