06.08.2025
FITNESS

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

Das Wiener Startup RacePace entwickelte einen KI-gestützten Trail-Coach, der Athlet:innen durch personalisierte Trainings- und Rennstrategien zu mehr Sicherheit im Trailrunning verhelfen soll.
/artikel/racepace-wiener-startup-entwickelt-personalisierten-ki-coach-fuer-trailrunner
Die Gründer:innen von © RacePace (l.n.r.): Guillermo Alaman Requena, Lee Barad und Ido Dassa.

Die Idee zu RacePace entstand im Jahr 2023 bei einem Ultra-Trail-Rennen in Italien. Für den professionellen Trailrunner Ido Dassa nahm das Rennen ein abruptes Ende: Er musste abbrechen und medizinisch versorgt werden. Der Grund: Er war nicht ausreichend vorbereitet auf die harten Bedingungen des Rennens. Trailrunner bereiten sich durchaus intensiv auf Wettbewerbe vor, doch das sei oft ein aufwändiger und unsicherer Prozess. Anders als auf klassischen Laufstrecken seien Gelände und Wetter im Trailrunning kaum planbar – eine Herausforderung selbst für erfahrene Athlet:innen.

„Die Frustration, schlechte Leistungen zu erbringen oder Rennen nicht zu beenden, hat mich dazu gebracht, RacePace zu entwickeln“, sagt Dassa. Statt sich auf konventionelle Vorbereitungsmethoden zu verlassen, suchte er nach einem datenbasierten, automatisierten Ansatz und gründete wenig später die Wiener Plattform RacePace.

Personalisierte Rennstrategie

Gemeinsam mit Guillermo Alaman Requena und Lee Barad gründete Dassa das Startup mit dem Ziel, Trailrunning sicherer und zugänglicher zu machen. Alle drei Gründer:innen bringen Erfahrung aus dem Leistungssport sowie aus dem Startup-Umfeld mit.

RacePace versteht sich als KI-gestützter Trail-Coach, der GPS-Daten in personalisierte Trainings- und Rennstrategien übersetzt. Das Angebot richtet sich an Läufer:innen aller Erfahrungsstufen. Die Plattform erstellt individuelle Pläne, die laut den Gründer:innen „effizient, genau und benutzerfreundlich“ sind. Ziel ist es, Athlet:innen dabei zu unterstützen, ihre Strecken besser zu verstehen, gezielter zu trainieren und typische Risiken wie Überlastung, Verletzungen oder Rennabbrüche zu reduzieren.

Die Technologie von RacePace analysiert sowohl die Fitnessdaten als auch das Streckenprofil eines Laufs. Daraus ergeben sich präzise Empfehlungen für jedes Streckensegment – etwa zu Tempo, Herzfrequenz, Anstrengung, Flüssigkeitszufuhr und Ernährung. Diese Werte werden an aktuelle Bedingungen wie das Wetter angepasst. Durch die automatisierte und individuelle Strategieauswertung sollen Runner konzentriert bleiben und Höchstleistungen erbringen können, heißt es vom Unternehmen.

Kooperationen bei Veranstaltungen

RacePace setzt auf ein Freemium-Abo-Modell. Die Basisfunktionen zur Rennplanung sind kostenlos, während Premium-Funktionen – etwa erweiterte Analysen oder individualisierte Ernährungstipps – kostenpflichtig sind.

Darüber hinaus arbeitet das Startup mit Veranstaltern zusammen, die RacePace als offizielles Tool zur Rennplanung empfehlen. Weitere Kooperationen sind in Planung. „Wir setzen stark auf kontinuierliches Nutzerfeedback und betreiben eine engagierte Beta-Gruppe. Zudem kooperieren wir mit großen Trailveranstaltungen weltweit (Europa, Australien, Asien), was unsere Sichtbarkeit und Markteinführung unterstützt“, sagt Co-Founderin Barad im Gespräch mit brutkasten. Unterstützung erhält RacePace außerdem vom aws First Incubator (brutkasten berichtete) sowie der Wirtschaftsagentur Wien.

Künftig weitere Outdoorsportarten

Derzeit bereitet das Team eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde vor, um die nächsten Wachstumsschritte umzusetzen. Kurzfristig verfolgt RacePace das Ziel, „den besten Trail-Coach zu entwickeln – durch schnelles Feedback, wöchentliche Updates und Community-Wachstum“, so Barad. Mittelfristig soll die Plattform mit integrierten Trainingsplänen, Rennstrategien, Community-Funktionen und Markenkooperationen zur zentralen Anlaufstelle für Trailrunner weltweit werden.

Langfristig denken die Gründer:innen über die Nische Trailrunning hinaus. Die Technologie von RacePace soll künftig auch auf andere Outdoorsportarten mit komplexen Bedingungen angewendet werden, etwa auf Wandern, Skibergsteigen, Mountainbiken oder Adventure Racing. „RacePace will Outdoortraining neu definieren – durch Daten, Sicherheit und Spitzenleistung“, sagt Barad.

Deine ungelesenen Artikel:
14.09.2026

Celum: Linzer Tech-Unternehmen erhält mit Mark Kaslatter neuen CEO

Celum, ein Technologieunternehmen in den Bereichen Product-Content-Management, Brand-Management und Content-Collaboration Software - mit Standorten in Linz, Wien und München - ernennt Mark S. Kaslatter zum neuen CEO.
/artikel/celum-linzer-tech-unternehmen-erhaelt-mit-mark-kaslatter-neuen-ceo
14.09.2026

Celum: Linzer Tech-Unternehmen erhält mit Mark Kaslatter neuen CEO

Celum, ein Technologieunternehmen in den Bereichen Product-Content-Management, Brand-Management und Content-Collaboration Software - mit Standorten in Linz, Wien und München - ernennt Mark S. Kaslatter zum neuen CEO.
/artikel/celum-linzer-tech-unternehmen-erhaelt-mit-mark-kaslatter-neuen-ceo
Celum
© Christian Huber Fotografie - (l.) Michael Kräftner, Celum-Gründer, Chairman und Chief Vision Officer, Mark Kaslatter ist neuer Chief Executive Officer bei Celum.

Im Februar des Vorjahres übernahm Christian Jüngling die Position des Chief Financial Officer (CFO) bei Celum, um neue Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu setzen – brutkasten berichtete. Zudem bestellte das Management mit Bojan Bozic die neu geschaffene Position des Chief Services Officer (CSO). Nun gibt es auf höchster Ebene eine weitere Änderung.

Celum: Fokus auf Stärkung des Vertriebs

Mark Kaslatter übernimmt die Position des CEO und damit die Führung des Unternehmens. Sein Fokus soll auf der Stärkung des Vertriebs, des Partnerchannels und der weiteren nationalen und internationalen Expansion liegen. Celum-Gründer Michael J. Kräftner bleibt dem Unternehmen als „Chief Vision Officer“ erhalten und konzentriert sich künftig verstärkt auf die langfristige strategische Produktentwicklung.

Der gebürtige Tiroler Kaslatter verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer und Führungskraft in der Technologiebranche. 2004 gründete er etwa das auf CRM-Lösungen spezialisierte Unternehmen k.section, baute es ohne externe Investoren auf und verkaufte es später an die an der Euronext notierten Emakina Group.

Von 2019 bis 2022 war Kaslatter Managing Director von Emakina Central & Eastern Europe und wechselte danach ins Advisory Board der Belgier. Anschließend war er gemeinsam mit Benjamin Ruschin Mitgründer und Managing Partner von Big Cheese Ventures, einem Beratungs- und M&A-Unternehmen für Tech-Startups. Er studierte Software-Engineering am Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich und absolvierte einen MBA in General Management an der Universität für Weiterbildung Krems.

„Celum verfügt über eine starke technologische Basis, langjährige Kundenbeziehungen und großes Potenzial im internationalen Markt. Jetzt geht es darum, diese Stärken noch konsequenter in nachhaltiges und skalierbares Wachstum zu übersetzen“, sagt Kaslatter. „Der Wechsel zu Celum ist für mich mehr als eine neue Aufgabe – er ist zugleich die Rückkehr ans Steuer eines Softwareunternehmens. Die Beratung von Startups war eine spannende und bereichernde Zeit. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr mir das unmittelbare Gestalten, das operative Doing und die umfassende unternehmerische Verantwortung gefehlt haben.“

Und weiter: „Besonders vermisst habe ich das hohe Innovationstempo und den intensiven Austausch mit Entwickler:innen. Sie schaffen mit ihren Ideen nicht nur neue Produkte, Unternehmen und Geschäftsmodelle, sondern gestalten zunehmend auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Genau dieses Umfeld, diese Denkweise und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen, begeistern mich an meiner neuen Aufgabe bei Celum.“

„Everybody is in Sales“

Kaslatters Leitgedanke lautet: „Everybody is in Sales.“ Damit sei jedoch nicht gemeint, dass jede und jeder im klassischen Sinne im Vertrieb tätig sein muss. Vielmehr trage jede Funktion im Unternehmen dazu bei, Mehrwert für die Kundinnen und Kunden zu schaffen. Diese gemeinsame Verantwortung für den Kundenerfolg und eine konsequente Marktorientierung möchte er bei Celum weiter stärken. Deshalb sollen die Bereiche Vertrieb, Marketing, Customer Success, Produktentwicklung und Organisation künftig noch enger auf die gemeinsamen Wachstumsziele ausgerichtet werden.

„Mark Kaslatter verbindet tiefes Technologieverständnis mit ausgeprägter Vertriebskompetenz und echter unternehmerischer Erfahrung“, kommentiert Michael J. Kräftner, Gründer von Celum, die neue Personalie. „Mit Mark gewinnt Celum einen CEO, der die Verantwortung mit einem klaren Fokus auf Kunden und Markt übernimmt. Die neue Rollenverteilung ermöglicht es mir gleichzeitig, noch stärker in den Bereichen Produktstrategie und technologische Innovation aktiv zu werden. Es war für mich immer klar, dass Celum ab einer bestimmten Größe jemanden als CEO haben wird, der viel mehr auf Wachstum und Organisation wirken kann als ich. So holen wir also zusätzliche unternehmerische und vertriebliche Expertise in die Führung und verbinden Kontinuität mit frischem unternehmerischem Drive.“

Knapp 20 Mio.-Euro Umsatz

Als Chief Vision Officer soll Kräftner die langfristige Produktvision weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Produktportfolios vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen durch Künstliche Intelligenz, neue Formen der Content-Nutzung und zunehmend automatisierte Content-Prozesse.

Das seit seiner Gründung eigenfinanzierte und unabhängige Softwareunternehmen steigerte seinen Umsatz von 12,5 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 19,8 Millionen Euro im Jahr 2025. Heute beschäftigt Celum rund 130 Mitarbeitende aus 23 Nationen an den Standorten Linz, Wien und München.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

RacePace: Wiener Startup entwickelt personalisierten KI-Coach für Trailrunner