13.10.2025
STRATEGISCHE BETEILIGUNG

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

GWC, ein führender Logistikdienstleister im arabischen Raum, steigt strategisch beim Scaleup Quivo ein, das aus der Fusion des heimischen Scaleups Logsta mit dem deutschen Mitbewerber Ancla hervorgegangen ist.
/artikel/quivo-logistik-scaleup-mit-noe-wurzeln-holt-52-mio-euro-investment-aus-katar
vl.: Christoph Glatzl, Quivo, Matthew Kearns, GWC, und Georg Weiss, Quivo | © Quivo
vl.: Christoph Glatzl, Quivo, Matthew Kearns, GWC, und Georg Weiss, Quivo | © Quivo

Anfang 2022 wurde das in Wiener Neustadt gegründete und später nach Wien übersiedelte Logistik-Scaleup Logsta in einer i5invest-Studie als „Soonicorn“ identifiziert. Dazu beigetragen hatte auch der E-Commerce-Boom in der Coronakrise ab 2020, von dem der Fulfillment-Dienstleister, der bereits damals Lager in Deutschland, Österreich, UK und den USA betrieb, massiv profitierte.

Fusion im Jahr 2022

Wenige Monate später im Jahr 2022 verkündete das Unternehmen damals seine Fusion mit dem deutschen Mitbewerber Ancla – brutkasten berichtete. Details zum Deal wurden nie genannt. Logsta wurde formell Tochter des deutschen Unternehmens und die Gründer Georg Weiß, Christoph Glatzl und Dominik Bieringer übernahmen dort das Management gemeinsam mit dem Ancla-Gründer Christoph Maas.

Aus Logsta und Ancla wurde Quivo

Drei Jahre später gibt es nun wieder Neuigkeiten vom Logistik-Scaleup. Mittlerweile tritt das Unternehmen nach außen unter der Marke Qivo auf und betreibt neben den oben genannten Standorten auch ein Lager in Frankreich. Als Referenzkunde wird Tractive genannt – das oberösterreichische Scaleup habe auch mit Hilfe des Logistik-Netzwerks den Sprung ins vereinigte Königreich und die USA geschafft.

Arabischer Logistik-Riese GwC steigt mit 5,2 Mio. Euro ein

Wie Quivo nun bekanntgab, holte es sich ein strategisches Investment von GWC aus Katar, einem führenden Logistikdienstleister in der Region Naher Osten und Nordafrika. 5,2 Millionen Euro zahlt das Unternehmen ein. Die dadurch entstandene Partnerschaft soll für Quivo zum Sprungbrett in die Region werden.

Starkes E-Commerce-Wachstum in Golfstaaten prognostiziert

Denn der E-Commerce-Markt in den Golfstaaten soll sich laut einem Report des Gulf Cooperation Council (GCC) bis 2029 nahezu verdoppeln und ein Volumen von rund 47 Milliarden US-Dollar erreichen, heißt es vom Scaleup. Demnach soll der Markt allein in Saudi-Arabien bis 2027 von zehn Mrd. US-Dollar (2022) auf 23 Mrd. US-Dollar anwachsen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten von 12,3 auf 17,2 Mrd. US-Dollar und in Katar von 1,8 auf 3,5 Mrd. US-Dollar.

Quivo-CEO Weiß: „haben idealen Partner gefunden“

„Mit GWC haben wir den idealen Partner gefunden, um unser Fulfillment-Know-how in eine der dynamischsten Regionen der Welt zu bringen“, kommentiert Quivo-Co-CEO Georg Weiß. Und Co-CEO Christoph Glatzl ergänzt: „Gemeinsam erweitern wir ein Netzwerk, das internationalen Marken nicht nur den Eintritt in die Golfstaaten erleichtert, sondern auch eine nahtlose Expansion innerhalb der GCC-Staaten ermöglicht und ihnen erstmals echten Zugang zu einem rasant wachsenden Markt mit Millionen digitalaffiner Konsumentinnen und Konsumenten verschafft.“

Kunden beider Unternehmen sollen profitieren

Das erste GWC-Lagerhaus in Katar arbeite bereits mit der Quivo-Software, weitere Standorte in Dubai und Saudi-Arabien sollen in den kommenden Monaten folgen. „Mit Quivo an unserer Seite bieten wir unseren Kunden nun eine vollständig integrierte Fulfillment-Lösung – von der Lagerung über die Abwicklung bis hin zur Lieferung“, kommentiert Matthew Kearns, Acting Group CEO von GWC. Vice Versa soll die Partnerschaft auch GWC-Kund:innen einen erleichterten Zugang zu europäischen Märkten verschaffen. „Kunden beider Unternehmen profitieren, da sie ihre Produkte künftig nahtlos zwischen Europa, den USA und dem Mittleren Osten skalieren können“, heißt es dazu vom Scaleup.

Deine ungelesenen Artikel:
14.09.2026

War 2019 erster Kunde – Ex-orderbird-CEO David Feichter wird Co-CEO von Wiener Scaleup fiskaly

Mit einer neuen Doppelspitze aus Co-Founder Johannes Ferner und David Feichter will fiskaly in die nächste Wachstumsphase gehen.
/artikel/war-2019-erster-kunde-ex-orderbird-ceo-david-feichter-wird-co-ceo-von-wiener-scaleup-fiskaly
14.09.2026

War 2019 erster Kunde – Ex-orderbird-CEO David Feichter wird Co-CEO von Wiener Scaleup fiskaly

Mit einer neuen Doppelspitze aus Co-Founder Johannes Ferner und David Feichter will fiskaly in die nächste Wachstumsphase gehen.
/artikel/war-2019-erster-kunde-ex-orderbird-ceo-david-feichter-wird-co-ceo-von-wiener-scaleup-fiskaly
Johannes Ferner und David Feichter bilden nun zusammen die fiskaly-Führungsspitze | (c) fiskaly
Johannes Ferner und David Feichter bilden nun zusammen die fiskaly-Führungsspitze | (c) fiskaly

Fiskaly aus Wien wurde dieses Jahr von EY zum „Scaleup of the Year“ gekürt, wie brutkasten berichtete. Die Zahlen und Fakten zeigen, warum: Das 2019 gegründete Unternehmen wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 60 Prozent und ist profitabel. Es beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende, ist in acht EU-Ländern aktiv, betreut dort rund 1.900 B2B-Kunden mit mehr als einer Million POS-Systemen (Point of Sale) und ist Marktführer in Deutschland.

Nun verkündete das auf Fiskalisierung spezialisierte Unternehmen, das sich am „Sprung vom Scaleup zum etablierten Infrastrukturanbieter“ sieht, einen bedeutenden Neuzugang: David Feichter wird Co-CEO neben Johannes Ferner, der fiskaly gemeinsam mit Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz gegründet hat.

Vom „allerersten Kunden“ zum Co-CEO

Die Vorgeschichte ist dabei durchaus ungewöhnlich. Feichter war 2019 als CEO des deutschen POS-Anbieters orderbird der „allererste Kunde“ des Wiener Unternehmens. Damals verhandelte er den Deal mit Ferner. Erst in diesem Frühjahr gab Feichter die Führung von orderbird, mittlerweile Teil der Nexi Group, an Dirk Schmidt ab.

Die Doppelspitze soll fiskaly nun als „nächste Stufe der Unternehmensführung“ durch die nächste Wachstumsphase bringen. „Sich die Rolle des CEO zu teilen, ist eine strategische Entscheidung, die es uns ermöglicht, unsere sich ergänzenden Stärken optimal zu nutzen und das Wachstum fokussierter und strukturierter zu beschleunigen“, kommentiert Ferner. Und ergänzt: „Das ist ein Erfolg, auf den ich besonders stolz bin. Es ist ein Beweis dafür, dass in Österreich gemachtes Wachstum nach wie vor möglich ist.“

Weitere Akquisitionen geplant

Konkret soll Feichter den operativen Betrieb und die Skalierung der Organisation verantworten, während sich Ferner auf internationale Partnerschaften, Akquisitionen und die externe Repräsentation konzentriert. „Fiskaly hat sich eine starke Position im Bereich Transaction Compliance erarbeitet und das Ausmaß der Marktchance aufgezeigt. Unser Ziel ist es, diese Führungsposition weiter auszubauen und zu definieren, wohin sich die Kategorie als Nächstes entwickelt“, sagt Feichter.

Fiskaly kündigt zudem an, im Bereich M&A aktiv zu bleiben. Man baue auf der bisherigen Akquisitionsbilanz auf, „um schnell handeln zu können, sobald sich in Europa die richtigen Gelegenheiten bieten“. Bisher übernahm fiskaly die Deutsche Fiskal GmbH und Infrasec Sweden AB. 2024 hatte fiskaly mit Verdane einen großen Private-Equity-Investor an Bord geholt, der auch Kapital für Übernahmen bereitstellt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Quivo: Logistik-Scaleup mit NÖ-Wurzeln holt  5,2 Mio. Euro Investment aus Katar