12.03.2019

Protest gegen Uploadfilter: Wikipedia geht für einen Tag offline

Aus Protest gegen den umstrittenen Artikel 13 wird Wikipedia am 21. März die deutschsprachige Ausgabe der Onlineenzyklopädie für einen Tag offline nehmen. Zudem ruft Wikipedia zur Teilnahme an Demonstrationen auf.
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Wikipedia
(c) fotolia / ArtemSam

Nach zähen Verhandlungen einigten sich Mitte Februar der Europäische Rat, das EU-Parlament und die EU-Kommission in den Trilog-Verhandlungen zur europaweiten Urheberrechtsreform. Dabei gingen die umstrittenen Punkte wie Leistungsschutzrecht und der umstrittene Artikel 13 – auch Uploadfilter genannt – durch (der brutkasten berichtete). Die finale Beschlussfassung soll Ende März oder Anfang April im EU-Parlament erfolgen. Einen konkreten Termin dafür gibt es bislang noch nicht.

+++ Uploadfilter: (Unbefriedigende) Ausnahme für Startups +++

Der Gesetzesentwurf zum Uploadfilter sieht vor, dass Inhalte noch vor Veröffentlichung in Social Media einer Urheberrechtskontrolle unterzogen werden müssen. Kritiker der Reform befürchten, dass sich internationale Plattformen vom europäischen Markt zurückziehen könnten. Zudem wird kritisiert, dass nach Inkrafttreten der entsprechenden Verordnung auch die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden könnte. Die Befürchtung: Automatisierte Filter könnten weder Satire, noch Zitate oder Parodien erkennen.

Auf der Seite der Protest-Initiative „safe the internet„, die europaweit zu Protesten aufruft, heißt es dazu: „Uploadfilter werden legale Meinungsäußerungen und kreative Werke blockieren, da automatische Systeme legitime Werke nicht treffsicher von Urheberrechtsverletzungen unterscheiden können.“ Damit sei der freie Informationsfluss des Internets massiv gefährdet.

Bei Wikipedia formiert sich Widerstand

Mittlerweile formiert sich im Netz Widerstand: Wie Anfang der Woche bekannt wurde, beschlossen die Autoren der deutschsprachigen Wikipedia aus Protest gegen Artikel 13, die deutschsprachige Version der Onlineenzyklopädie am 21. März 2019 offline zu nehmen. Zudem soll anstatt der Artikel eine Seite mit folgendem Text zu lesen sein:

„Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleinste Unternehmen müssten fehleranfällige und technisch unausgereifte Upload-Filter für sämtliche ihrer Inhalte einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger einzuhalten (Artikel 11). Dies könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit deutlich beeinträchtigen.“

Zudem werden die Nutzer dazu aufgerufen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu kontaktieren und an Demonstrationen gegen die Urheberrechtsreform teilzunehmen. Diese sollen am 23. März 2019 in ganz Europa  stattfinden.

Abstimmung unter den Autoren

Im Vorfeld des Protestes startete Wikipedia ein sogenanntes Meinungsbild, mit dem geklärt wurde, ob die Autoren der Wikipedia gegen die geplante EU-Urheberrechtsform protestieren wollen und in welcher Form – entweder durch die vorübergehende Komplettabschaltung der deutschsprachigen Wikipedia oder einen Protestbanner auf allen Seiten.

Stimmberechtigt waren alle Autoren, die in den letzten zwei Jahren aktiv mitgearbeitet und „mindestens 200 Bearbeitungen (Edits) im Artikelnamensraum vorgenommen haben“. Für den oben genannten Text und die Abschaltung der deutschsprachigen Ausgabe stimmten rund zwei Drittel der Autoren, die an der Abstimmung teilgenommen haben.


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Mit der Einführung des neuen 360-Grad-Feedback-Moduls schlägt teamecho das nächste Kapitel seiner Unternehmensentwicklung auf. Dass Lukas Wieser genau in dieser Phase an Bord kommt, ist laut eigenen Angaben ein strategisch zentraler Schritt.

Erfahrung in Skalierung & Unternehmensaufbau

Als Gründer und ehemaliger Co-CEO von myflexbox ist Wieser mit dem Aufbau eines skalierenden Unternehmens bereits vertraut. Bei teamecho ist er als Interim Head of Growth für den Unternehmensaufbau, B2B-Sales, Go-to-Market, strategische Positionierung und skalierbare Wachstumsstrukturen zuständig. „Ich habe in den vergangenen Jahren erlebt, wie entscheidend es ist, Kontext, Bedürfnisse und Dynamiken in Organisationen zu verstehen, um starke Teams erfolgreich zu führen und weiterzuentwickeln – gerade in Veränderungsphasen“, sagt Wieser.

„Nachhaltige Performance entsteht nicht allein durch Prozesse oder Technologie, sondern durch wirksame Führung, gesunde Teams und klare Orientierung“, erklärt Markus Koblmüller, Geschäftsführer und Mitgründer von teamecho. Gemeinsam mit David Schellander hat Koblmüller das Unternehmen gegründet und leitet es auch.

Feedbackplattform mit Sitz in Linz

Das Linzer HR-Tech-Unternehmen teamecho unterstützt Organisationen seit 2015 dabei, ihre Unternehmenskultur datenbasiert und messbar zu optimieren. Mit einer umfassenden Feedbackplattform werden Faktoren wie Arbeitsklima, Führung und Zusammenarbeit transparent gemacht. Teamecho ist bereits für innovative KI-Funktionen bekannt. Jetzt erweitert das Unternehmen sein Angebot um ein 360-Grad-Feedback. Unternehmen können damit strukturierte Rückmeldungen aus unterschiedlichen Perspektiven einholen – etwa von Führungskräften, Kolleg:innen und Mitarbeitenden.

„Mit unserem intelligenten Algorithmus, KI-gestützten Key Insights und dem neuen 360-Grad-Feedback verbinden wir kontinuierliches Organisationsfeedback mit konkreter Entwicklung. So helfen wir Unternehmen dabei, Führung, Zusammenarbeit und Performance gezielt weiterzuentwickeln“, so Markus Koblmüller.

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