15.03.2024

Probando: Grazer Scaleup expandiert in den arabischen Markt

Das Grazer Startup Probando möchte mit seiner Plattform für klinische Studien international expandieren. Und bedient mittlerweile 16 Sprachen.
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Probando
(c) Katja Koller - Das Probando-Team.

Die MENA-Region ist für europäische Startups lange kein ferner Markt mehr. Der Mittlere Osten und Nordafrika zählt zu den am schnellsten wachsenden Gesundheitsmärkten weltweit. Diese Chance will sich das Grazer Scaleup Probando nicht entgehen lassen und setzt einen großen Schritt über das Mittelmeer:

Nach seiner Teilnahme an der Arab Health 2024 – einer Fachmesse für Gesundheit und Medizin in Dubai – auf Einladung der Wirtschaftskammern Österreichs (Advantage Austria) im vergangenen Jänner, fiel die Entscheidung auf die Expansion in den Mittleren Osten und nach Nordafrika.

Probando hat sich seit seinem Launch 2020 zu einer Plattform für klinische Studien am europäischen Markt etabliert, die auf Machine Learning basieren soll. Wie das Scaleup selbst angibt, sollen mit Hilfe von Probando in den letzten drei Jahren „hunderte klinische Studien in über 20 Ländern erfolgreich abgeschlossen“ worden sein.

Die Funktionsweise von Probando gleicht einem sozialen Netzwerk für klinische Studien: Über die multilinguale Internetplattform – mittlerweile in 16 Sprachen – soll Probando Forschenden und Studienteilnehmenden die Möglichkeit geben, sich miteinander zu vernetzen. Gesucht und gefunden werden kann lokal und international.

Zudem launchte Probando im April des Vorjahres sein Tool ProbandoPay: Dabei handelt es sich um ein Bezahlsystem für die einfache Abwicklung der Auszahlung von Aufwandsentschädigung und Reisekosten für klinische Studien.

Indien, Saudi-Arabien und Oman im Visier

Mit der Fachmesse Arab Health 2024 in diesem Januar konnte das Grazer Scaleup nun auch Fachleute und Gesundheitsorganisationen im Mittleren Osten und in Nordafrika erreichen. Insgesamt sollen rund 4.500 Austellende aus 150 Ländern vor Ort gewesen sein.

So gestaltete sich die Arab Health 2024 als Sprungbrett für Partnerschaften in der MENA-Region: „Die Möglichkeiten im arabischen Raum sind enorm. Die Geschwindigkeit, mit der hier Dinge umgesetzt und neu gedacht werden, sind imponierend“, sagt Matthias Ruhri, Co-Geschäftsführer von Probando.

„Wir sind sehr zufrieden mit unserer Teilnahme an der Arab Health 2024 und dem positiven Feedback, das wir erhalten haben. Dadurch konnten wir die Sichtbarkeit unserer Plattform erhöhen und Potenziale am internationalen Markt erkennen“, meint Co-Geschäftsführer von Probando, Manuel Leal Garcia, zur Präsenz des Scaleups in Dubai.

Im Visier stünden vor allem Indien, Saudi-Arabien und Oman – sie würden „spannende Entwicklungsmöglichkeiten für Probando“ bieten, „da dort zahlreiche Studien durchgeführt werden“, heißt es in einer Aussendung.

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Foto: epilogy.photography

Während der ViennaUP wurde Wien einmal mehr zur internationalen Drehscheibe der Startup-Welt. Inmitten dieser Woche voller Begegnungen, Ideen und Innovationen setzte ein Event einen ganz besonderen Akzent: Im Wien Museum, mit weitem Blick über den Karlsplatz, kamen zahlreiche Founder, Investor:innen, Corporate-Partner und Wegbegleiter:innen zusammen, um ein Jubiläum zu feiern, das sinnbildlich für den internationalen Fokus des österreichischen Innovationsstandorts steht: 10 Jahre Global Incubator Network Austria (GIN).

Schon beim Eintreten wurde spürbar, was GIN über das vergangene Jahrzehnt ausgemacht hat – das Zusammenspiel aus österreichischen Wurzeln und globaler Reichweite. Gründer:innen aus Wien trafen auf asiatische Startups, die diese Woche in der Stadt zu Gast waren, um in Europa Fuß zu fassen.

Foto: epilogy.photography

Eine von ihnen war Nga Chi Lydia Yip, Co-Founderin und CSO von Elleon Biotech aus Hongkong. Ihr Startup hat ein Reagenz entwickelt, mit dem sich markierte Zellen – etwa Krebs- oder virusinfizierte Zellen – mit bloßem Auge oder per Smartphone sichtbar machen lassen, ganz ohne teure Mikroskope oder geschultes Personal. „Ich habe in den letzten Tagen mehr wertvolle Leads getroffen als in zwei Jahren in Hongkong“, erzählte sie. Über das GIN-Programm war sie auf der Suche nach einem strategischen Partner für die Antikörper-Produktion – und wurde bei einem der Networking-Momente tatsächlich fündig. „Ich liebe den Vibe hier. Die Leute sind wirklich da, um einander zu helfen.“

Genau diese Atmosphäre baut GIN seit 2016 systematisch auf: Verbindungen, die weit über ein einzelnes Programm oder eine Delegationsreise hinausreichen.

Ein Jahrzehnt Brückenbauen zwischen Österreich und Asien

Seit seiner Gründung 2016 verfolgt GIN ein klares Ziel: innovative Startups beim internationalen Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig Österreich als zentralen Innovationsstandort zu stärken. Unter dem Leitgedanken „Connecting the Circles of Growth“ hat sich daraus ein Netzwerk entwickelt, das weit über klassische Förderprogramme hinausgeht.

Die Bilanz nach zehn Jahren spricht für sich: 756 unterstützte Startups, 71 internationale Programm-Batches, 7 zentrale Partnerregionen und über 30 internationale Innovationspartner. Im Zentrum stehen die beiden Programme GO ASIA und GO AUSTRIA, die den Austausch in beide Richtungen ermöglichen – ein zweiseitiger Ansatz, der GIN zu einer einzigartigen Brückenbauerin macht. Geschichten wie jene von Elleon Biotech zeigen, was das konkret bedeutet.

Foto: epilogy.photography

Zur Beginn reflektierten Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) und Bernhard Sagmeister (Geschäftsführer aws) über die Vision hinter GIN, die gemeinsame Steuerung der beiden Programme und den Blick nach vorne. „Zehn Jahre Global Incubator Network Austria bedeuten zehn Jahre messbaren Impact für das österreichische Startup-Ökosystem und weit darüber hinaus“, betont Henrietta Egerth. „Allein am aktuellen GIN-Programm nehmen 56 Startups aus sieben asiatischen Zielregionen teil – mehr als jemals zuvor.“

Panel: Local Roots, Global Reach

Unter dem Titel „Local Roots, Global Reach: The New Rules of Internationalization“ diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel die veränderten Spielregeln internationaler Expansion. Marcus Berger (CEO, Aviloo), Ayashi Das Majumder (Co-Founderin & COO, Sensegrass), Markus Lang (General Partner, Speedinvest) und Andreas Mühlberger (Infineon Technologies Austria) brachten vier sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die zentrale Botschaft: Für einen kleinen Exportmarkt wie Österreich ist Internationalisierung essenziell – gleichzeitig aber komplexer geworden, und sie gelingt nur durch starke Partnerschaften und langfristige Begleitung.

Foto: epilogy.photography

Workshop: Impulse für die nächsten zehn Jahre

Im interaktiven Workshop-Teil, moderiert von Viktoria Ilger (Venture Clienting Austria), wurden die Gäste selbst zu Mitgestaltenden. An mehreren Tischen diskutierten sie in kleinen Runden über die zentralen Fragen rund um Internationalisierung. Begleitet wurde der Nachmittag von einem Live-Graphic-Recording-Team, das die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse in Echtzeit visuell festhielt – ein wachsendes Bild, das ebenso entstand wie die Insights selbst und am Ende eindrucksvoll präsentiert wurde.

Foto: epilogy.photography

Blick nach vorne: Indien als nächster Meilenstein

Mit der geplanten Erweiterung von GIN GO ASIA nach Indien ab 2027 wurde ein klares Signal für die nächste Phase gesetzt. Bereits heute holt das aktuelle GO AUSTRIA Programm sieben indische Deep-Tech-Startups nach Österreich. Indien zählt mittlerweile über 130 Startup-Unicorns und entwickelt sich mit enormer Dynamik zu einem der wichtigsten Technologie- und Wachstumsmärkte der Welt. Mit der India-Austria Startup Bridge wurde bereits vor zwei Jahren ein erstes Instrument geschaffen, um indische Startups nach Österreich zu holen – ab 2027 öffnen sich die Türen gezielt auch für österreichische Startups in diesen Zukunftsmarkt. So festigt GIN Österreichs Rolle als europäisches Gateway für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

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Eine Community feiert

Zum Abschluss wurde sichtbar, was GIN über die Zahlen hinaus ausmacht: eine globale Community aus Foundern, Partner:innen, Mentor:innen und Freund:innen. In einem Happy-Birthday-Video schickten Wegbegleiter*innen aus aller Welt ihre Glückwünsche. Das GIN-Team kam auf die Bühne, die Gläser wurden erhoben – und der Nachmittag mündete in eine Feier, die anschließend bei GIN & Friends am Karlsplatz ihre Fortsetzung fand. Für Lydia Yip stand da nur noch ein letztes Meeting an, bevor auch sie dazustieß: „Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschäftsreise so viel Freude macht.“


Das Global Incubator Network Austria (GIN) ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird von der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Ziel ist es, Start-ups, Investor:innen und Innovationspartner:innen international zu vernetzen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

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