17.10.2018

Paschinger Loyalty-Startup hello again expandiert weiter

Hello again ist ein Joint Venture von Runtastic und Szene1. Das oberösterreichische Startup, von Franz Tretter gegründet, spezialisiert sich auf digitale Kundenbindung und möchte im B2B-Bereich wachsenden Kundenbindungsbedürfnissen gerecht werden. Rund eineinhalb Jahre nach der Gründung stehen die Zeichen auf Expansion.
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hello again, Franz Tretter, Pasching, Runtastic
(c) Tretter - Hello again CEO und Gründer Franz Tretter betont die steigende Wichtigkeit der Kundenbindung.

Franz Tretter war 13 Jahre lang als Geschäftsführer der Plattform Szene1 und ebenso lange Zeit für Runtastic, das ebenfalls seinen Ursprung in Pasching hat, als „Product-Manager“ im Einsatz. Nun widmet er sich mit seinem Unternehmen hello again mittels Kundenbindungs-App und automatisiertem Customer Loyalty Management dem B2B-Markt.

+++ hello agaín: Paschinger Loyalty-App-Startup hat nach einem Jahr 150 Kunden +++

Erhöhte Wechselbereitschaft der Kunden

„Wir wollen den Kunden dort ansprechen wo er sich gerade befindet. Automatisiert und situativ – direkt auf dem Smartphone“, sagt er und betont, dass auch McDonalds, Payback und REWE die Zeichen der Zeit erkannt hätten und sich der notwendingen Kundenbindung und nachhaltigen Bedeutung dieses Themas mehr als bewusst wären. Es sei die erhöhte Wechselbereitschaft der Konsumenten sowie steigende Produkt- und Serviceangebote, die die Beschäftigung mit dem Thema für Firmen essentiell machen.

Smartphone als Basis für Kundenkommunikation

Das Ziel des CEO ist es, Unternehmen innovative Werkzeuge, wie er sagt, für digitale Kundenbindung zur Verfügung zu stellen. Mit dem Vorhaben, die Frequenz zu steigern, individualisiert und automatisiert mit den Kunden über das Smartphone zu kommunizieren und über bestehende Kunden auch neue Kunden mittels sozialer Kanäle zu gewinnen.

Franz Tretter im Video-Interview

Live Gespräch mit Franz Tretter, dem CEO & Co-Founder von hello again.

Franz Tretter, der CEO & Co-Founder von hello again (mit Runtastic Gründern zB Florian Gschwandtner, Alfred Luger), über die Digitalisierung der Kundenbindung, das schnelle Wachstum im letzten Jahr und die nächsten Milestones!

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 26. März 2018

hello again: Prämien bei Kauf führt zur Marken-Community

Durch modernster Technologien seien aufwändige Integrationen in Kassensystem nicht mehr notwendig, so Tretter weiter, denn allein durch das Abfotografieren der Rechnung würde automatisiert festgestellt, wann und in welcher Höhe eingekauft worden sei. Dabei werden bei Produktmarken die Positionen am Beleg analysiert und ausgelesen; und beim Kauf bestimmter Artikel Kunden mit Treue-Punkten und Prämien belohnt. All das soll für Marken zum Aufbau einer eigenen Community führen, die ihre User über das Smartphone mit situativen und automatisierten Push-Nachrichten erreichen können, so die Idee.

Bereits über 170 Kunden

Und es scheint zu wirken. Hello again, mit Sitz in Pasching und Wien, hat mittlerweile 172 Kunden aus Österreich und den angrenzenden Nachbarländern. „Die Expansion hat gerade erst begonnen. Wir sind bereits in vier Ländern aktiv und haben weitere Anfragen aus diversen weiteren in Europa. Schrittweise werden wir die neuen Märkte erschließen“, sagt Tretter. Zu den bisherigen Kunden zählen Maxi Cosi, Resch & Frisch, Raiffeisenbank, OÖ Nachrichten, Villacher Bier, Coiffeur Sturmayr, sowie auch regionale Unternehmen wie Leberkas Pepi oder Die Hoflieferanten.

Einkaufsdaten-Analyse

Bei hello again stehen ständige Innovationen im Fokus, wie der Gründer betont. „Durch das automatisierte Analysieren der Einkaufsdaten kann jedem Kunden ein individuelles Angebot kommuniziert werden. Mit Micro-Umfragen über das Smartphone kann zudem nicht nur die Kundenzufriedenheit gemessen, sondern auch ein direktes Feedback zu Service und Produkten abgefragt werden. In positiven Fällen werden diese anschließend auch öffentlich geteilt“, sagt er.

Features

Neben der individuellen App oder Web-Integration, die Unternehmen direkt auf das Smartphone der Kunden bringen, seien es vor allem die einfache Handhabung bei der Registrierung für den Treue-Club per SMS, Facebook-, E-Mail oder Google+ und automatischer Kommunikation (situative Push-Nachrichten und E-Mails direkt aufs Handy der Kunden), sowie automatische Datenanalyse des Einkaufsverhaltens per Dashboard, die den „Loyalty-Faktor“ auf eine neue Ebene heben sollen.


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cheerin'
(c) Lumia - Manuel Gahn.

„Goodbye. I am selling my startup – cheerin‘ is for sale. Most people know me nowadays as the Startup House by Lumia guy. But before, I was building a Social Fitness & Health App – cheerin‘ (formerly known as Sparcs)“.

cheerin‘ – ein sozialer Kleber

So vermeldet Startup-House-Gründer Manuel Gahn den Verkauf seines „alten“ Projekts auf LinkedIn und beschreibt seine Gefühlslage gegenüber brutkasten als eine mit „schwerem Herzen“: „Ich suche eine:n sportbegeisterte(n) Käufer:in mit Startup-Erfahrung, die das fertige Produkt übernehmen und die User-Base skalieren will.“

Gahn bezeichnet cheerin‘ als sozialen Kleber zwischen allen bestehenden Fitness- und Gesundheit-Apps. Konkret vereinfacht es die App, die Fitness-Fortschritte von Freund:innen bejubeln zu können – gedacht für jene, die sich mit anderen verbinden und gemeinsame Aktivitäten ausführen wollen.

„Auch um neue Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. In meiner übergewichtigen Vergangenheit war ich natürlich auch selbst User solcher Apps, fand aber in Runtastic und Co. keine Lösung meines Problems“, sagt Gahn.

40.000 Erspartes investiert

Angefangen hat alles 2019 im SIMC-Masterprogramm der WU, als Gahn Robin Görlich kennenlernte. Mit ihm schrieb er eine Masterarbeit zu digitalem Nudging und beschloss dies auszugründen. Der erste Prototyp hieß Joy: „Mit diesem konnten wir den Community-Award der Entrepreneurship Avenue gewinnen. Von meinem 40.000 Euro Erspartem konnte ich die ersten Entwickler zahlen – natürlich ohne genau zu wissen was eigentlich das Produkt werden sollte. Nach über 20 Absagen diverser Förderagenturen, vielen weiteren Rückschlägen und Pivots kristallisierte sich langsam heraus, dass nicht weitere To-Do Listen oder Gamifications nötig sind, sondern es einfach einen sozialen Kleber zwischen all den Fitness-Apps mit einander kannibalisierenden Netzwerkeffekten braucht. An das Potenzial dieser Idee glaube ich auch heute noch“, sagt er.

100.000 Euro Schulden

Die Idee eines sozialen Netzwerks für die Startup-Szene stieß bei österreichischen Business Angels und VCs zunächst auf wenig Begeisterung. Nach zwei Jahren stand Gahn mit rund 100.000 Euro Privatschulden da. International sah das Bild jedoch ganz anders aus: Auf Konferenzen wie Web Summit, Slush und SXSW weckte das Konzept das Interesse einiger der renommiertesten Venture-Capital-Fonds der Welt, darunter Accel und Index Ventures. Zwar entstand daraus indirekt eine kleine Angel-Runde, gleichzeitig kam es jedoch zum Bruch mit dem Co-Founder.

Wenig später folgte die Einladung der WKO zum Programm „Go Silicon Valley“. Rückblickend war diese Reise ein Wendepunkt für den Founder: „Das war einerseits der Push und das persönliche Mindset-Wachstum, das ich ich brauchte, um ganz groß zu Denken; andererseits war es auch der Anfang vom Ende“, sagt Gahn. Im Silicon Valley konnte er hochkarätige Advisor gewinnen, darunter Satadip Dutta, COO von Pinterest, und Chris Wilk, Fitness Lead bei Google. Trotz mittlerweile rund 200.000 Euro Privatschulden zu dem Zeitpunkt rückte damals eine Seed-Finanzierung in greifbare Nähe.

Silicon Valley als Inspiration

Mindestens genauso prägend war jedoch die Atmosphäre in den Coworking Spaces des Silicon Valley und wohl auch der Grund für das Nichtzustandekommen einer Finanzierung. Die Offenheit, Dynamik und Community, die Gahn dort erlebte, vermisste er in den österreichischen Vertretungen. „Nach zwei Monaten kehrte ich mit einer neuen Idee zurück: dem Startup House.“

Obwohl cheerin‘ erste Downloads verzeichnete und das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer äußerst positiv war, rückte das Projekt zunehmend in den Hintergrund. Mit dem rasanten Erfolg der anschließend gegründeten Lumia Group endete schließlich die operative Arbeit an cheerin‘.

Von cheerin‘ zu Lumia

„Heute bin ich stolz, in sieben Jahren Startup-Spirit extrem viel gelernt zu haben und persönlich gewachsen zu sein“, sagt Gahn. „Ich habe über eine Million Euro verbrannt und bin viele Jahre ‚all in‘ gegangen, ohne einen Cent herauszubekommen. Gleichzeitig hat mich genau dieser Weg dank cheerin‘ zu Startup House und schließlich zur Lumia Group geführt. Heute bin ich aber ebenso froh, die Entscheidung treffen zu können, mich von cheerin‘ zu trennen. Ich hoffe, eine(n) motivierten Gründer oder Gründerin zu finden, die oder der als Eigentümer(in) und CEO in meine Fußstapfen treten möchte.“

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