09.12.2020

Open API Day 2020 beantwortet die wichtigsten Fragen zu Open Banking

Der Open API Day 2020 der RBI zeigt am 10. Dezember das Potenzial des Open Banking Marktes.
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Von der Erfüllung von Compliance Anforderungen bis zu echter Embedded Finance: Unter andrem haben Regularien wie die PSD2 den Weg geebnet, dass Banken und FinTechs kollaborieren und gemeinsam an innovativen neuen Banking-Produkten arbeiten. Wer mehr über den aufstrebenden Open Banking Markt erfahren will, für den bietet sich am Open API Day 2020 die perfekte Gelegenheit dafür.

Die Raiffeisen Bank International und das Open-API-Team laden zu dieser dreistündigen Online-Veranstaltung mit FachexpertInnen des Open Bankings (OB) ein. Der Open API Day 2020 findet am 10. Dezember 2020 um 13.00 Uhr MEZ online via Hopin.to statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Drei Panels zu Open Banking

Drei spannende Panels unter den vielversprechenden Titeln liefern einen weitreichenden Einblick in die Open-API-Welt. Die ExpertInnen teilen dabei ihre Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen des Open-Banking-Marktes, zeigen ausgeprägte Anwendungsfälle und geben ihre persönlichen Zukunftsprognosen ab. Die Titel der Panels:

·        Die Superkräfte der Marktteilnehmer

·        The Big Open Banking Theory“ und 

·        Wie wir die höchste Kundenzufriedenheit erreichen“ 

„Ich freue mich sehr darauf, Ihnen mitzuteilen, was für ein Jahr dies für den Bereich der open APIs in der RBI war, was vor uns liegt, und auch zu hören, wie andere Marktteilnehmer die aktuellen Entwicklungen im Open Banking & Open Finance Bereich sehen“, sagt Tanja Imamovic, Open Banking lead bei der RBI: „Ich bin besonders gespannt auf die Session zu unserem nagelneuem API-Marktplatz. Wir hoffen, dass viele unserer Kollegen, der lokalen Banken aus ganz CEE und unserer Zentrale in Österreich teilnehmen werden.  Da wir dieses Jahr unser Event virtuell veranstalten, freuen wir uns darauf, mit anderen Markteilnehmern online in Austausch zu treten.“

Internationale Erkenntnisse

Der Open API Day bietet die Möglichkeit spannenden Diskussionen und offenen Fragen in Zusammenhang mit Open Banking beizuwohnen sowie Erkenntnisse über den Zweck und das Erfolgsrezept dahinter zu gewinnen.

Die RBI ist in 13 zentral- und osteuropäischen Märkten präsent, wobei jeder Markt ein eigenes Entwicklungstempo vorgibt und sich von anderen unterscheidet. Die daraus resultierenden Erkenntnisse möchte die RBI auf diesem spannenden Weg mit den TeilnehmerInnen teilen undsSie an den Ansätzen und Erfolgen auf globaler sowie lokaler Ebene teilhaben lassen.

Das Programm

13:00 – 13:05Welcome Words
13:05 – 13:50Panel discussion | Open Banking Avengers: the superpowers of different market players
Peter Klein |  CTO and CPO of FinLync
Thorsten Gruenheit | Lead Product Management & Compliance at Deutsche Bank
Gabrielle Inzirillo | Fintech Director of Plug & Play Europe
Sudip Khan | Retail Open Banking Leader at Raiffeisen Bank International
13:50 – 14:30Panel discussion | The Big Open Banking Theory
Marek Chlebicki | IT Strategy & Solutions Task Force at Raiffeisen Bank International
Hakan Eroglu | Global Open Banking Lead, Advisors at Mastercard /Member of Advisory Board, Berlin Group NextGenPSD2
Philipp Nagel | Legal Services Banking, Regulatory & Innovation at Raiffeisen Bank International
14:30 – 15:15Panel discussion | Open API Journey in RBI: Beyond the Hype 
Tanja Imamovic | Lead Open API at Raiffeisen Bank International
Gerhard Froehlich | Head of Department Group Core IT at Raiffeisen Bank International
Andrea Cintulova | Senior IT Consultant at Raiffeisen Bank International
Martin Hains | Senior IT Consultant at Raiffeisen Bank International
Catalina Arateanu | Product Owner RBI API Marketplace at Raiffeisen Bank International
15:15 – 15:30Key Note | RBI API Marketplace: 13 reasons why
15:30 – 16:00Key Note | Open Banking in Tatra Banka Slovakia
16:00 – 16:05Closing Words
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Münchens Startup-Ökosystem spielt in einer anderen Liga | (c) Anastasiya Dalenka via Unsplash
Münchens Startup-Ökosystem spielt in einer anderen Liga | (c) Anastasiya Dalenka via Unsplash

Die gute Nachricht für das österreichische Startup-Ökosystem: Im ersten Halbjahr 2026 gab es beim Finanzierungsvolumen ein ordentliches Plus im Vergleich zum Vorjahr, wie brutkasten berichtete. 472 Millionen Euro wurden laut EY-Barometer in heimische Startups und Scaleups investiert – nur die ersten Halbjahre 2021 und 2022 waren stärker. Bei der Anzahl der erfassten Finanzierungsrunden wurde sogar ein neuer Rekord erreicht.

Die dritte Liga

Nun die schlechte Nachricht: Im internationalen Vergleich sind das Peanuts. Ohne Zweifel sollte man die Finanzierungsrunden als individuelle Erfolge einzelner Startups nicht kleinreden. Als gesamtes Ökosystem spielt Österreich international aber bestenfalls in der dritten Liga.

In der ersten Liga bleiben US-Ökosysteme weiterhin unter sich – mit dem Silicon Valley als ewigem Champion. In den Vereinigten Staaten landeten laut Daten des Portals Crunchbase zuletzt wieder mehr als 80 Prozent des globalen Risikokapitals. Finanzierungsrunden für die KI-Riesen im zwei- bis sogar dreistelligen Milliardenbereich sind hier die Spitze des Eisbergs eines Systems, gegen das alle anderen alt aussehen.

In der zweiten Liga wird es spannender: Dort findet sich nicht nur der gewiss ernsthafteste USA-Herausforderer China, sondern auch große europäische Länder wie das traditionell starke Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich, kleinere wie die Schweiz sowie Schweden und starke internationale Ökosysteme wie Israel, Singapur und Kanada.

Und irgendwo, nicht in der Spitzengruppe, sondern im Mittelfeld der dritten Liga kommt dann auch Österreich.

Warum eigentlich?

Warum? Mit dieser Frage beschäftigt sich das heimische Startup-Ökosystem in Dauerschleife. Denn wir sind ja ein reiches Land – das Kapital wäre eigentlich da. Wir sind ja ein kluges Land – viele unserer Forschungseinrichtungen sind im internationalen Vergleich hervorragend. Wir sind ja ein effizientes Land – Österreich zählt zur globalen Spitzengruppe bei der Arbeitsproduktivität.

Also woran liegt’s? Vielleicht am Mindset? An der Kultur? Wenn es um den Vergleich zum Silicon Valley geht, wird man hier definitiv fündig. Ein völlig anderes Level an Risikobereitschaft sei hier nur als herausstechender Unterschied genannt. Auch beim Match mit dem ähnlich bevölkerungsreichen, aber extrem Startup-starken Schweden kommt man mit dem Argument durchaus weiter. Die skandinavische Mentalität ist anderes und die tief verankerte Kapitalmarktkultur macht einen entscheidenden Unterschied.

Déjà-vu

Und dann ist da Bayern südlich des sogenannten „Weißwurstäquators“ – das Land der Lederhosen, der Bierzelte, des Leberkäses und der hübschen alpinen Landschaften, dessen Bewohner:innen diesen (aus Sicht des Rests von Deutschland) lustigen Dialekt sprechen. Das kommt einem doch bekannt vor.

Gut, man kann Ähnlichkeit natürlich nicht nur an solchen stereotypischen Faktoren festmachen. Aber es lässt sich schwer bestreiten, dass man bei einem Vergleich zwischen Österreich und Bayern mit den Argumenten „andere Kultur“ und „anders Mindset“ nicht weit kommt. Zudem sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich bekanntermaßen sehr ähnlich und auch gesamtwirtschaftlich spielen Deutschlands südöstliches Bundesland und die Alpenrepublik in einer Liga – wiewohl Bayern hier die Nase etwa beim BIP pro Kopf etwas vorne hat.

Und doch: Österreich kam im ersten Halbjahr auf die besagten 472 Millionen Euro Gesamt-Investmentvolumen mit zwei Finanzierungsrunden zu je 100 Millionen Euro als größte Einzelinvestments. Währenddessen: Allein in der bayerischen Hauptstadt München gab es dieses Jahr mit Quantum Systems und Helsing bereits zwei Investments über mehr als eine Milliarde Euro, mit Proxima Fusion (411 Millionen Euro) noch ein weiteres, das schon alleine am österreichischen Gesamthalbjahresvolumen kratzt. Hinzu kommt mit Isar Aerospace (270 Millionen Euro) sogar eine Mega-Runde für ein Startup mit österreichischem Co-Founder und CEO.

Man findet freilich auch hier Gründe, warum der Vergleich nicht zulässig ist, wenn man danach sucht. Etwa dass die beiden Milliardenrunden an DefenseTech-Startups gingen – eine Hype-Branche, die im neutralen Österreich weniger Tradition hat und schwerer zu beackern ist. Aber damit sind gerade einmal die beiden auffälligsten Ausreißer erklärt.

Sucht man weiter, findet man gewiss noch einige Gründe mehr, die sich nicht von heute auf morgen ändern lassen, etwa die traditionell herausragende Stärke von Bayerns Industrie.

Genauer Blick an die Isar

Aber man kommt auch zu einigen Gründen, die mit gezielten politischen Maßnahmen zu erklären sind. Und mit starken universitären Initiativen, allen voran UnternehmerTUM an der TU München. Und ja, hier steht die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten, als Mäzenin dahinter. Aber: Das Geld wurde richtig gut genutzt. Geld gäbe es schließlich auch hierzulande prinzipiell genug.

Ein genauer Blick an die Isar ist also nicht nur für die heimische Politik lohnend. Mit Offenheit statt Ausreden. Dann könnte es doch auch mit dem Aufstieg aus der dritten in die zweite Liga der Startup-Ökosysteme klappen. Das muss das Ziel sein. Denn wenn Leute mit Lederhosen, Bierzelten, Leberkäse, hübschen alpinen Landschaften und lustigem Dialekt das können, dann können wir das eben.

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  • Der Open API Day 2020 findet am 10. Dezember 2020 um 13.00 Uhr MEZ online via Hopin.to statt.
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