17.11.2020

Ohta Seiki: Roboter-Wölfe verteidigen Japan vor Bären

Da Japan unter Bärenangriffen leidet, hat ein Unternehmen namens Ohta Seiki eine außergewöhnliche Lösung dafür entwickelt: Gruselige Roboter-Wölfe.
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(c) Ohta Seiki - "Creepy" Roboter-Wölfe sollen Menschen vor weiteren Bärenangriffen beschützen.

2020 wird als ein Jahr in die Geschichte eingehen, dessen Ende ganze Gesellschaften mit Freude erwarten und auf bessere Zeiten hoffen. Nach Waldbränden, Pandemie und Lockdown kommt die nächste (vermeintliche) Schreckensbotschaft: Roboter-Wölfe. Allerdings dienen in diesem Fall die eisernen Raubtiere dazu, Menschen zu helfen.

Über 60 Tote in zwei Monaten durch Bärenangriffe

In Japan gab es allein zwischen September und Ende Oktober bei insgesamt über 13.600 Sichtungen 63 Tote durch Bärenangriffe, wie der nationale Sender NHK berichtet. In Takikawa, einer Stadt auf Japans nördlichster Insel Hokkaido, töteten Bären heuer bisher zwei Menschen.

Daher wurde ein Cyberwolf als ein Kooperationsprojekt zwischen dem in Hokkaido ansässigen Maschinenhersteller Ohta Seiki, der Hokkaido-Universität und der „Tokyo University of Agriculture“ entwickelt. Exemplare davon wurden erstmals 2016 auf Hokkaido-Ackerland platziert, um Wölfe und andere Raubtiere von Nutztieren abzuwehren. Mittlerweile sind in ganz Japan mehr als 62 Roboter-Wölfe im Einsatz. Der jüngste davon in Takikawa ist jedoch der erste, der Menschen schützen soll.

Brüllen gegen die Gefahr

Der künstliche Wolf hat etwa 120 Zentimeter Länge bei einer Höhe von etwa 90 Zentimeter. Wenn sein Infrarotsensor erkennt, dass sich ein wildes Tier oder ein Mensch in der Nähe befindet, schüttelt der Roboter den Kopf und stößt ein Brüllen aus, um das Objekt in seiner Nähe zu bedrohen.

Roboter-Wölfe im Einsatz um Menschenleben zu schützen

„Wir möchten die Bären wissen lassen, ‚menschliche Siedlungen sind nicht dort, wo ihr lebt‘, und das Zusammenleben von Bären und Menschen unterstützen“, sagte Yuji Ota, Leiter von Ohta Seiki, in einem Interview mit der japanischen Tageszeitung Mainichi.

Nicht erklärbarer Bären-Anstieg

Für die Stadt mit nur knapp mehr als 36.500 Einwohnern waren Bärensichtungen bisher äußerst selten – alle paar Jahre maximal. Aber dieses Jahr gab es allein seit Ende Mai zehn. Experten konnten für diesen Anstieg in Takikawa bisher keine Erklärung finden, bemerkten jedoch einen ähnlichen Anstieg in der Hokkaido-Stadt Shimamaki.

Roboter-Wölfe bis Winterschlaf im Einsatz

Takikawa-Beamte haben den Schutz in einem Viertel außerhalb des Stadtzentrums platziert, wo er bis Ende November bleiben soll – bis zum Winterschlaf der Bären. Man weiß, dass die Roboter-Wölfe erfolgreich waren, Eber und Hirsche auf Feldern abzuwehren. Wie es ihnen mit Bären ergehen wird, bleibt abzuwarten.

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Christina Hirschl, Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs | (c) Helge Bauer
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Laut internationaler Energieagentur wird sich der weltweite Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Das entspricht etwas mehr als dem gesamten Stromverbrauch Japans heute. Während die EU ein verpflichtendes Nachhaltigkeits-Label entwirft, um den Energie- und Wasserverbrauch der Branche einheitlich bewerten zu können, arbeitet man in Österreich bei Silicon Austria Labs an energieeffizienter KI und Rechen-Hardware.

Stromsparen mittels Chip-Bausteinen und optimierten KI-Modellen

Bei Silicon Austria Labs arbeitete man schon 2025 an einer effizienteren KI, wie brutkasten berichtete. Nun soll Energie mittels Hardware-Beschleunigern gespart werden, also mit Chip-Bausteinen, die KI-Berechnungen mit wesentlich geringerem Energieaufwand ausführen als herkömmliche Prozessoren. So entwickelt das Silicon Austria Labs für das europäische Projekt ISOLDE im Rahmen des Chips Joint Undertaking energieeffiziente Beschleuniger.

„Unsere Stärke liegt darin, KI dort effizient zu machen, wo sie tatsächlich rechnet, im Chip und im Datacenter“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs. „Wir entwickeln Hardware und Verfahren, die dieselbe Rechenleistung mit deutlich weniger Energie erbringen. Das ist die Grundlage, damit KI in Europa nachhaltig wachsen kann.“

Zudem optimiert Silicon Austria Labs KI-Modelle so, dass sie Daten nicht in große Rechenzentren senden, sondern direkt auf den jeweiligen Geräten laufen, wie etwa Haushaltsgeräten, Sensoren oder Satelliten. Auch an einem energieeffizienten „föderierten Lernen“ wird bei Silicon Austria Labs geforscht. Bei dem Prozess wird KI trainiert, ohne dabei sensible Daten zusammenzuführen.

Energiesparende Elektronik für ein unabhängiges Europa

Laut Silicon Austria Labs geht es bei der Forschung nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um die technologische Unabhängigkeit Europas. Durch selbst entwickelte energieeffiziente Chips und Verfahren sei man weniger abhängig von außereuropäischen Anbietern. „Energieeffiziente Elektronik ist ein Standortvorteil für Österreich und Europa“, sagt Hirschl. „Wer die sparsamste Technologie beherrscht, macht sich unabhängiger und verbindet Digitalisierung mit Klimazielen.”

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