07.03.2025
MILITÄR-TECHNOLOGIE

DefenseTech: Diese heimischen Startups könnten von der Aufrüstung profitieren

Europa will 800 Milliarden Euro für die militärische Aufrüstung aufstellen. Ein Stück vom Kuchen könnten sich auch einige heimische Startups im DefenseTech-Bereich holen.
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DefenseTech - Die Lösungen von sanSirro und Viewpointsystem kommen auch im militärischen BEreich zum Einsatz | (c) sanSirro / Viewpointsystem
Die Lösungen von sanSirro und Viewpointsystem kommen auch im militärischen BEreich zum Einsatz | (c) sanSirro / Viewpointsystem

Die geopolitische Lage ist aktuell bekanntlich – um es neutral auszudrücken – im Wandel. Für Europa steht dabei fest: Der Kontinent muss seine Verteidigung offenbar selbst in die Hand nehmen. Nach dem öffentlichen Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und der darauf folgenden Streichung der Militärhilfen für die Ukraine durch die USA, wurden in Europa eilig Treffen einberufen.

800 Milliarden Euro für „ReArm Europe“

Der Plan: Alleine die EU will im Rahmen von „ReArm Europe“ 800 Milliarden Euro mobilisieren, um sie in militärische Aufrüstung zu stecken. Auf einen Rüstungsfonds in Höhe von 150 Milliarden Euro konnte man sich bereits einigen. Im Zuge der Aufrüstung soll es den EU-Staaten auch erlaubt werden, für Verteidigungsausgaben neue Schulden zu machen, ohne deswegen ein EU-Defizitverfahren zu riskieren. Auch wenn es bislang nur eine Absichtserklärung gibt und die genauen Modalitäten noch diskutiert werden: Massive Investitionen in die Rüstung in Europa können in nächster Zeit als sicher angenommen werden.

Kaum reine DefenseTech-Startups in Österreich – Zauberwort: „Dual Use“

Davon könnten auch heimische Startups profitieren. Dabei geht es nicht unbedingt um reine DefenseTech-Startups – solche sind in Österreich zumindest öffentlich kaum bekannt. Das Zauberwort heißt „Dual Use“, also Produkte, die sich sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich einsetzen lassen.

Einige heimische Startups bauen ihre Produkte direkt für Rüstungsbetriebe oder militärische Einrichtungen, andere tragen mit ihren Produkten indirekt bei. Die meisten behandeln das Thema jedenfalls eher diskret – der Rüstungs- und Militärbereich genoss hierzulande in den vergangenen Jahren nicht das beste öffentliche Ansehen. Auch das könnte sich nun ändern. Anspruch auf Vollständigkeit kann die folgende Liste aber nicht erheben:


sanSirro

Das im DefenseTech-Bereich wohl öffentlich exponierteste Startup Österreichs produziert Kleidung. SanSirro (QUS) aus der Steiermark startete nach der Gründung 2013 im Sportbereich. In den Textilien des Startups verbaute Sensoren messen Körperfunktionen. Diese Biomonitoring-Technologie wird mittlerweile auch im Kampfanzug „Gladius“ des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall genutzt – brutkasten berichtete. Nachdem 2024 die Kooperation öffentlich gemacht wurde, sollen die neuen Kampfanzüge ab 2026 zum Einsatz kommen.

Der Kampfanzug bei einer Militär-Messe in Paris | (c) sanSirro

Viewpointsystem

Ein klassischer Fall von „Dual Use“ ist das Produkt des Wiener Datenbrillen-Startups Viewpointsystem. Die Brille ermöglicht über Eye-Tracking Dritten genau zu sehen, wo der/die Träger:in hinsieht. Umgekehrt können Träger:innen in Echtzeit Informationen über die Brille erhalten. Wirft man einen Blick auf die Page des Startups, steht Remote Support in der Industrie im Vordergrund und „Sicherheit“ ist nur ein kleiner Unterpunkt. Wie relevant die Datenbrille tatsächlich im Militär-Bereich ist, zeigt aber unter anderem eine hohe Förderung durch den European Defence Fund im Jahr 2022.

Die Datenbrille im militärischen Einsatz | (c) Viewpointsystem

MXR Tactics

Zur Gänze auf den Sicherheitsbereich – neben Militär etwa auch Polizei – spezialisiert ist MXR Tactics aus Tirol. Das Startup verknüpft Augmented Reality und Künstliche Intelligenz für Trainingssimulationen für Soldat:innen, Polizist:innen und Sicherheitskräfte. Das System ermöglicht dabei die Einbettung virtueller Kampfgegner in die reale Umgebung. Die Trainierenden nutzen marktübliche AR-Brillen und eine eigens entwickelte Hardware von MXR Tactics, die an echten Waffen bzw. Replika angebracht werden kann.

(c) MXR Tactics

CycloTech

Aktuell noch Zukunftsmusik ist eine militärische Nutzung des Produkts des Linzer Startups CycloTech. Denn die Antriebstechnologie für Flugautos, die das Unternehmen entwickelt hat, ist auch im zivilen Bereich noch nicht am Markt. Mit der kürzlich erfolgten Expansion nach Deutschland wurde eine mögliche zukünftige Nutzung im militärischen Bereich aber dezidiert genannt.

So soll das CycloTech-Flugauto aussehen | (c) CycloTech

Drone Rescue Systems

Auch das Grazer Startup Drone Rescue Systems ist ein Fall von „Dual Use“. Es hat ein Fallschirm-System für Drohnen entwickelt, um diese im Falle eines Absturzes zu retten. Im Fokus stehen dabei natürlich besonders hochpreisige Fluggeräte. Das Startup kooperiert unter anderem mit ESA und NASA. Auf der Page des Startups gibt es zwar keine direkte Referenz auf einen militärischen Einsatz. Unter den angeführten Partnern sind jedoch Hersteller militärischer Drohnen und unter den Drohnen-Modellen, für die das System angeboten wird, sind auch solche, die in der militärischen Überwachung genutzt werden.

(c) Drone Rescue Systems

Peak Technology

Von der Drohnen-Überwachung zur Satelliten-Überwachung. In diesem Bereich strebt Europa – gerade im militärischen Kontext – nun auch mehr Unabhängigkeit von den USA an. Am EU-Navi-System Galileo ist auch ein heimisches Scaleup beteiligt. Peak Technology aus Holzhausen in Oberösterreich liefert die Hochdruck-Treibstofftanks aus Kohlefaser für die Satelliten.

Ein Kohlefaser-Treibstofftank von Peak Technology | (c) Peak Technology

Voidsy

Das in Wels, Oberösterreich, ansässige Startup voidsy hat ein System entwickelt, das Bauteile auf strukturelle Unregelmäßigkeiten und Defekte untersuchen kann, ohne sie dabei zu berühren oder zu beschädigen. Zielgruppe dafür ist die Industrie – und damit auch die Rüstungsindustrie. Weil es sich auch laut gesetzlicher Definition um ein „Dual Use“-Produkt handelt, hatte das Startup bereits mit Herausforderungen im Export zu kämpfen, wie brutkasten berichtete.

Das Gerät von Voidsy | (c) Voidsy

Parity QC

Und noch einmal „Dual Use“. Das Tiroler Quantencomputing-Spin-off ParityQC stellte bereits mehrere Projekte vor. Unter anderem arbeitet es zusammen mit dem deutschen Quantenunternehmen Quantum Brilliance an einem mobilen Quantencomputer. Auftraggeber des bis zu 35 Millionen Euro schweren Projekts ist die deutsche Cyberagentur. „Der zu entwickelnde mobile Quantencomputer wird in erster Linie in Sicherheit und Verteidigung, aber auch in zivilen Szenarien zum Einsatz kommen“, hieß es bei der Präsentation des Projekts im Herbst 2024.

Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser | (c) ParityQC

Blackshark.ai

Blackshark.ai ist ein 2020 gegründetes KI-Startup aus Graz, das eine sogenannte „geospatiale Plattform“ zur automatischen Erstellung eines 3D-Digitalzwillings der gesamten Erde entwickelt. Die Plattform nutzt KI, um aus Satelliten- und Luftbildern Gebäude, Infrastruktur und Gelände weltweit zu erkennen und semantisch zu kartieren. Bekannt wurde Blackshark.ai durch die fotorealistische Nachbildung der Erde in Microsofts Flight Simulator​. Zu den Investoren zählen unter anderem der französische Rüstungszulieferer Safran (investiert über Safran Corporate Ventures) und der CIA-nahestehende Fonds In-Q-Tel​. Zudem besteht eine Partnerschaft mit Bohemia Interactive Simulations (BISim): Gemeinsam integrieren sie Blacksharks globale 3D-Daten (SYNTH3D) in BISims Militär-Simulationssoftware, um realistische virtuelle Gefechtsfelder für Trainingszwecke zu schaffen. Diese Kooperation soll laut der Online-Plattform Defense Advancement NATO-Streitkräften ermöglichen, aus Satellitendaten schnell einsatzrealistische 3D-Gelände für Planung und Übung zu generieren.

blackshark.ai, Microsoft, digital twin earth
Michael Putz, Gründer von blackshark.ai | (c) blackshark.ai

Accurision

Das 2015 gegründete Vorarlberger Startup Accurision hat sich auf satellitengestützte Navigation und elektronische Schutzsysteme spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt mit „GUIDANCE“ einen hochpräzisen Sensor für autonomes Fahren. Dieses System nutzt moderne Satellitensignale, um eine besonders zuverlässige Navigation zu ermöglichen. Neben der zivilen Anwendung bietet Accurision auch elektronische Abwehrlösungen im Bereich globaler Navigationssatellitensysteme (GNSS) an. Dazu gehört unter anderem der GPS-Störsender AIGIS, der eingesetzt wird, um Drohnen abzuwehren und Truppen vor unerwünschten GPS-Manipulationen zu schützen. Accurision ist somit auch im Dual-Use-Bereich tätig: Während die GNSS-Sensoren in autonomen Fahrzeugen und Drohnen zum Einsatz kommen, dienen die Defense-Systeme dem Schutz kritischer Infrastrukturen und militärischer Einheiten. Zudem war das Startup auch auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2024 vertreten.

(c) Accurision

Taurob

Taurob ist ein Wiener Robotik-Startup, das seit 2010 unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs) für gefährliche Umgebungen entwickelt. Bekannt wurde das Unternehmen 2012 mit dem Taurob Tracker, dem ersten ATEX-zertifizierten Feuerwehr-Roboter, der in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden kann. (Anmerkung der Redaktion: ATEX steht für „ATmosphères EXplosibles“ und ist eine europäische Richtlinie zur Sicherheit in explosionsgefährdeten Bereichen). Mittlerweile hat Taurob sein Einsatzgebiet erweitert: Die Roboter werden nicht nur bei der Feuerwehr, sondern auch von Polizei, Zivilschutz, Militär sowie in der Öl- und Gasindustrie genutzt. Die robusten Kettenfahrzeuge können mit Kameras, Sensoren und Greifarmen ausgestattet werden, um etwa gefährliche Substanzen zu erkennen, Sprengsätze zu entschärfen oder Inspektionsaufgaben autonom durchzuführen. Taurob ist somit auch ein Beispiel für ein Dual-Use-Unternehmen aus Österreich.

(c) Taurob

NXRT

Das Wiener Scaleup NXRT konnte sich mit seinem Produkt in den vergangenen Jahren in der Automotive-Branche etablieren. Es kann aus jedem beliebigen Auto mit Hilfe einer Mixed-Reality-Brille einen interaktiven Fahrsimulator machen. Zuletzt kündigte das Unternehmen an, sich auch verstärkt im Defense-Bereich zu engagieren. Dazu holte es Markus Neuberger als Head of Public & Defence.

NXRT-Co-Founder und CEO Lukas Stranger | (c) NXRT
NXRT-Co-Founder und CEO Lukas Stranger | (c) NXRT

Eyeson

Als Video-Conferencing-Tool gestartet machte Eyeson aus Graz unter anderem während der Corona-Pandemie auf sich aufmerksam. Die Software-Lösung des Scaleups kann aber noch deutlich mehr als Videokonferenzen. Die Besonderheit: Video, Audio und Datenströme werden mit der Lösung synchronisiert gestreamt. Damit fokussierte sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren auf die drei Sparten Healthcare, Public Safety und Defense. Der „Omnimedia“-Stream, bei dem auch KI zum Einsatz kommt, soll die Kommunikation an der Front deutlich verbessern und dezentrale Entscheidungen im Kampf erleichtern.

Das System im Einsatz | (c) Eyeson
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Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Von der Innovation zur Skalierung und von der Skalierung zu einem stärkeren Europa“ mit diesem einen Satz könne man das große Ziel für den europäischen Energiesektor zusammenfassen, sagt VERBUND-X-Geschäftsführer Franz Zöchbauer in seinen einführenden Worten zum VERBUND Venture Day 2026, der erstmals beim neuen Energy-Launchpad-Partner WU Wien stattfand. „Wir haben die Lösungen, aber es dauert zu lange, bis sie am Markt sind. Wir müssen skalieren, aber kein Player kann das alleine. Es braucht ein Ökosystem und hier zählen die Menschen“, so Zöchbauer.

Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Die Zusammenarbeit im Ökosystem als Motto beim VERBUND Venture Day ist nicht neu, der Diskurs, in den das Motto dieses Jahr eingebettet ist, durchaus: Auch hier dominiert das große Thema europäische Souveränität. Der Titel des diesjährigen Events lautet „Scaling Beyond Borders“.

10,25 Billionen Euro für die Energiewende

Zöchbauer drückt die Ambition hinter der eingeforderten Skalierung in Zahlen aus: Es brauche Schätzungen zufolge 10,25 Billionen Euro, um das Energiesystem Europas bis 2040 zu transformieren. „Das ist 70 mal das Volumen des Marshallplans oder das Volumen von 25 Jahren globale VC-Investments“, so der VERBUND-X-Geschäftsführer. Es handle sich also um eine epochale Investment-Chance. Doch er erinnert: „Zahlen ändern die Welt nicht. Menschen tun es.“

Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Dabei sei die Energiewende keineswegs nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, betont VERBUND-COO Achim Kaspar in einer Panel-Diskussion unter dem Titel „Owning the Future“: „Wir sind an einem Wendepunkt. Man liest jeden Tag von Problemen beim Transport fossiler Energieträger. Wir müssen auf erneuerbare umsteigen.“ Für VERBUND sei dabei schon lange klar: „Wir wollen nicht das nächste Kodak werden.“

„Es laufen mehrere Energiewenden parallel“

Diese europäische Sicht auf die Energiewende setzt Angela Wilkinson, CEO des World Energy Council, im Panel und bei ihrer Keynote in die globale Perspektive: „Es laufen mehrere Energiewenden parallel. In Europa geht es um den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Im nahen Osten etwa geht es um Technologien, um den CO2-Ausstoß auch mit fossilen Energieträgern auf Null zu bringen.“

Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Bei der Souveränität gehe es letztlich um die Möglichkeit, sich seine Abhängigkeiten auszusuchen, „nicht um teuren Isolationismus“, meint Wilkinson. Was ihr insgesamt fehle, sei eine kollektive Vision für eine bessere Zukunft. „Wir haben klare Ziele bei der CO2-Reduktion, aber keine gemeinsame positive Perspektive. Wir haben die Energiewende zwar an die Wall Street gebracht, aber nicht auf die Hauptstraße, wo die Menschen sind.“

Konsequenter Fokus auf die Kund:innen

Darum, wie die Transformation direkt zu den Menschen gebracht werden kann, ging es in einem Talk von VERBUND-CEO Michael Strugl und Greg Jackson, Gründer von Octopus Energy. Strugl sieht das britischen Unternehmen dabei als Vorbild: „Octopus ist ein echter Champion, wenn es um Kundenservice geht.“ Als er Jackson zum ersten Mal nach dessen Geschäftsmodell gefragt habe, sei die Antwort denkbar simpel gewesen: „Ich will den Kunden weniger verrechnen.“ Dieser konsequente Fokus auf die Kund:innen sei der Schlüssel, sagt Strugl.

Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Viele Energieunternehmen würden Kund:innen bisher nur als reine Abnehmer verstehen, meint Jackson. Octopus setze stattdessen auf radikale Vereinfachung und digitale Flexibilität: „Statt schwer lesbarer, regulierter PDFs nutzen wir einfache E-Mails, auf die man direkt antworten kann.“ Diese Kundennähe gepaart mit intelligenter Steuerung – etwa beim Laden von Elektrofahrzeugen – sei der Treiber für das rasante Wachstum des Unternehmens. Für Strugl ist das eine klare Orientierung für die gesamte Branche: „Innovatoren und Disruptoren helfen uns dabei, das gesamte System in ein erneuerbares, dezentrales und digitalisiertes Energiesystem zu verwandeln.“

Tragende Rolle für Gründer:innen – Unis entscheidend

Es sind also nicht nur Politiker:innen und Verantwortliche in Energiekonzernen, sondern auch Gründer:innen, die bei der Energiewende eine tragende Rollen spielen. Hier wiederum sind die Universitäten entscheidende Akteure, wie Franz Zöchbauer am Panel gemeinsam mit WU-Wien-Rektor Rupert Sausgruber und TU-Wien-Rektor Jens Schneider erläutert. „Es gibt im Energiesektor so viel Potenzial, aber man braucht nicht nur viel Geld sondern auch die Ideen“, bringt es Schneider auf den Punkt.

Jens Schneider (l.) und Rubert Sausgruber (r.) | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“

Dass natürlich auch die Politik ihren Beitrag leisten muss, um die Skalierung über die Grenzen hinaus zu ermöglichen, erörtert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in ihrer Keynote. Man müsse die Herausforderung angehen, Startups in Europa zu halten. „Wir haben starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“, sagt Zehetner und spricht nicht nur das bekannte Thema Wachstumskapital, sondern unter anderem auch die Ausgründungsbedingungen für universitäre Spinoffs an.

Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Als konkrete Maßnahmen – teils auf europäischer, teils auf nationaler Ebene – nennt die Staatssekretärin etwa den European Scaleup Fund und den heimischen Dachfonds und die Notwendigkeiten, die europäische Kapitalmarktunion zu stärken und die Mitarbeiter:innenbeteiligung auch durch steuerliche Anreize weiter zu verbessern. Denn letztlich sei das Ziel – ganz getreu dem Motto des Venture Days – klar: „Erfinde dein Produkt hier, bau dein Unternehmen hier und skaliere hier, aber verkaufe dein Produkt in die ganze Welt.“

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