22.01.2026
NEUE STUDIE

Österreichische CEOs: Nur 18 Prozent melden höhere Umsätze durch KI

Künstliche Intelligenz gilt weltweit als Produktivitätshebel, Effizienztreiber und Wachstumsmotor. In Österreich bleibt sie vorerst vor allem eines: ein Versprechen. Das zeigt der aktuelle CEO Survey von PwC Österreich deutlich.
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Nur knapp 18% der befragten heimischen CEOs haben durch KI-Einsatz höhere Umsätze erzielt. (c) Canva

Die Ergebnisse des aktuellen CEO Survey von PwC Österreich zeichnen für Österreich ein zurückhaltendes Bild beim wirtschaftlichen Nutzen von Künstlicher Intelligenz. 18 Prozent der befragten österreichischen CEOs geben an, durch den Einsatz von KI bereits höhere Umsätze erzielt zu haben.

Zum Vergleich: Global liegt dieser Wert bei 30 Prozent, wie der internationale PwC CEO Survey 2026 zeigt. Österreich liegt damit bei diesem Indikator unter dem global ausgewiesenen Wert. Aussagen über Gründe oder strategische Defizite lassen sich daraus jedoch nur eingeschränkt ableiten.

Viel Aufmerksamkeit, wenig Wirkung

Dass Künstliche Intelligenz auf Vorstandsebene angekommen ist, zeigt ein weiterer Befund der Studie. 68 Prozent der österreichischen CEOs beschäftigen laut PwC die Frage, ob ihr Unternehmen schnell genug transformiert, um mit technologischen Entwicklungen, insbesondere KI, Schritt zu halten.

Der internationale Bericht weist zugleich darauf hin, dass viele Unternehmen KI bislang nicht unternehmensweit einsetzen. Global berichten mehr als die Hälfte der CEOs, dass KI in den vergangenen zwölf Monaten weder zu zusätzlichen Umsätzen noch zu Kostensenkungen geführt habe. PwC ordnet dies als Hinweis darauf ein, dass sich viele Anwendungen noch in frühen oder begrenzten Einsatzformen befinden.

KI scheitert nicht an Technologie, sondern an Skalierung

Einen strukturellen Kontext liefert die Erhebung zur Arbeitszeit von Führungskräften. Österreichische CEOs geben an, 56 Prozent ihrer Zeit mit der Bewältigung kurzfristiger Probleme zu verbringen. Für langfristige Planung über fünf Jahre bleiben laut Survey 11 Prozent der Zeit.

Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, ordnet die Ergebnisse entsprechend ein:
„Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, doch es scheitert oft an der Umsetzung. Die entscheidende Herausforderung liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in ihrer strategischen Skalierung.“

Der PwC CEO Survey 2026

Der PwC CEO Survey 2026 basiert auf einer Befragung von 4.454 CEOs in 95 Ländern, darunter 34 Führungskräfte aus Österreich. Die Ergebnisse spiegeln Selbsteinschätzungen der Befragten wider.

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AustrianStartups, ELP
© AustrianStartups

AustrianStartups und die Stiftung Unternehmerische Zukunft haben das Entrepreneurial Leadership Program (ELP) weiterentwickelt. Der Schwerpunkt liegt künftig stärker auf der konkreten Begleitung angehender Startup-Gründer:innen. Vorgesehen sind unter anderem intensiveres persönliches Mentoring und Coaching, die gezielte Suche nach Co-Founder:innen sowie die praktische Weiterentwicklung eigener Geschäftsideen.

Dabei geht es um die frühe Erprobung zentraler Annahmen – von ersten Gesprächen mit potenziellen Kunden und der Validierung konkreter Problemstellungen bis zur Entwicklung eines ersten Minimum Viable Product (MVP): „Wir wollen Menschen nicht nur die Skills für den Aufbau eines Startups mitgeben. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen tatsächlich auszuprobieren und die ersten Schritte in Richtung Gründung zu machen“, sagt Elisabeth van Holthe tot Echten, COO von AustrianStartups.

ELP: Schwerpunkt „Co-Founder“

Beim Schwerpunkt „Co-Founder“ bringt das ELP Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Perspektiven zusammen. Sie können sich kennenlernen, gemeinsam an Ideen arbeiten und mögliche Co-Founder:innen finden. Eine fertige Geschäftsidee ist dafür nicht notwendig.

„Eine Startup-Idee muss am Anfang noch nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass man bereit ist, Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und gemeinsam mit anderen herauszufinden, was funktionieren kann“, so van Holthe tot Echten weiter. „Genau dafür wollen wir im ELP den Raum und die Unterstützung geben.“

Hansmann, Trummer, Kaminski, Porsche, Deutsch und Unger dabei

Ein weiterer Bestandteil des Programms ist die persönliche Begleitung der Fellows. Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Unternehmerische Zukunft erhalten sie Zugang zu einem Netzwerk: Die Stiftung wird von mehr als 50 Persönlichkeiten aus der Szene unterstützt, darunter Hansi Hansmann, Christian Trummer, Kilian Kaminski, Felix Porsche, Tina Deutsch und Katharina Unger. Darüber hinaus begleiten weitere Unternehmer:innen und Investor:innen das ELP als Mentor:innen und bringen ihre Erfahrungen in das Programm ein.

Auch nach Abschluss bleiben die Fellows über die ELP-Alumni-Community miteinander verbunden. Ehemalige Teilnehmer wie Mathias Gruber (Fonio.ai), Lukas Höber (Sequestra) oder Lisa Reiss (All But Sugar) bringen ihre Erfahrungen aus der Gründung und dem Aufbau von Unternehmen sowie aus weiteren beruflichen Stationen in das Netzwerk ein.

„Wir wollen Menschen ermutigen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Dafür braucht es nicht nur Wissen, sondern auch Menschen, die ihre Erfahrungen teilen, ehrliches Feedback geben und zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellen. Genau das wollen wir mit unserem Netzwerk ermöglichen“, sagt Markus Raunig, Vorstand der Stiftung Unternehmerische Zukunft.

Prozess steht im Mittelpunkt

Ebenso ist die praktische Arbeit an den eigenen Ideen ein wichtiger Teil des ELP. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit den Problemen und Bedürfnissen von möglichen Kunden, überprüfen ihre Annahmen und entwickeln ihre Ideen auf dieser Grundlage weiter.

Dabei gehe es nicht darum, das Programm bereits mit einem fertigen Unternehmen abzuschließen. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Prozess, aus einer ersten Idee schrittweise eine fundierte Grundlage für eine mögliche Gründung zu entwickeln und früh praktische Erfahrungen zu sammeln, wie es heißt.

Das ELP richtet sich daher sowohl an Menschen, die bereits eine konkrete Startup-Idee haben, als auch an jene, die noch nach einer Idee, einem geeigneten Problem oder nach Mit-Gründer:innen suchen. Bewerbungen für die nächste ELP-Kohorte sind noch bis einschließlich Sonntag, 13. September 2026 möglich.

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