28.07.2015

Notar bald überflüssig? Startup ermöglicht Vertragsabschluss im Internet

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Wird der Notar bald überflüssig?

In Deutschland ist es bereits üblich: Der Kunde verifiziert sich beim Abschließen seines Kontos unkompliziert per Video. Damit erspart er sich nicht nur den Gang zu Bank, sondern auch das Warten in der Schlage vor Ort. Möglich gemacht hat dies ein deutsches Startup, das 2014 das sogenannten Video-Ident-Verfahren herausgebracht hat. Mit diesem kann sich der Kunde im Videotelefonat ausweisen und identifizieren lassen. Dieses System wurde nicht nur von FinTech Startups übernommen, sondern inzwischen von fast jeder deutschen Bank.

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Interessante Neuigkeit des Startups WebID Solutions: Nun arbeite man aktuell an einer Lösung, die Vertragsunterzeichnungen vereinfachen soll. Künftig sollen Kunden Verträge in nur wenigen Schritten komplett online abschließen können. Diese müssten dann nicht mehr persönlich unterzeichnet und per Einschreiben versandt werden.

Das soll funktionieren, indem das Startup mit Firmen zusammenarbeitet, die sich auf elektronische Signaturen spezialisiert haben. Per Video-Chat und SMS- oder E-Mail Verifizierungen benötige der Abschluss eines Vertrages vielleicht nur mehr drei Klicks. Ob damit der Beruf des Notars in Gefahr ist?

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© Harrison Broadbent

Die Europäische Kommission plant eine Neuauflage ihres Halbleiter-Gesetzes. Laut einem internen Papier, über das die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll der geplante „Chips Act 2.0“ staatliche Anreize schaffen, damit Regierungen gezielt Halbleiter von europäischen Startups erwerben.

Öffentliche Beschaffung als Hebel

Wie Reuters berichtet, verschiebt die neue Initiative den Fokus von der Angebots- auf die Nachfrageseite. Der vor drei Jahren eingeführte erste Chips Act sollte den weltweiten Marktanteil der EU bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln. Aktuell liegt dieser jedoch bei lediglich rund zehn Prozent. Mit dem neuen Vorhaben will man vor allem die Abhängigkeiten von Produktionen in Amerika sowie Ostasien verringern.

Um das Wachstum anzukurbeln, soll nun die öffentliche Innovationsbeschaffung als strategisches Instrument genutzt werden. Damit will die EU heimische Startups und Scaleups unterstützen. Zudem sind sogenannte „Demand Accelerators“ geplant, die Anbieter und Endnutzer über Abnahmevereinbarungen sowie ein eigenes Nachfrageforum direkt vernetzen.

120 Milliarden Euro Investitionsbedarf

Das Papier beziffert auch das finanzielle Fundament: Das europäische Halbleiter-Ökosystem benötigt bis 2035 rund 120 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen. EU-Tech-Kommissarin Henna Virkkunen stellt das Paket voraussichtlich am 3. Juni vor.

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