28.07.2015

Notar bald überflüssig? Startup ermöglicht Vertragsabschluss im Internet

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Wird der Notar bald überflüssig?

In Deutschland ist es bereits üblich: Der Kunde verifiziert sich beim Abschließen seines Kontos unkompliziert per Video. Damit erspart er sich nicht nur den Gang zu Bank, sondern auch das Warten in der Schlage vor Ort. Möglich gemacht hat dies ein deutsches Startup, das 2014 das sogenannten Video-Ident-Verfahren herausgebracht hat. Mit diesem kann sich der Kunde im Videotelefonat ausweisen und identifizieren lassen. Dieses System wurde nicht nur von FinTech Startups übernommen, sondern inzwischen von fast jeder deutschen Bank.

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Interessante Neuigkeit des Startups WebID Solutions: Nun arbeite man aktuell an einer Lösung, die Vertragsunterzeichnungen vereinfachen soll. Künftig sollen Kunden Verträge in nur wenigen Schritten komplett online abschließen können. Diese müssten dann nicht mehr persönlich unterzeichnet und per Einschreiben versandt werden.

Das soll funktionieren, indem das Startup mit Firmen zusammenarbeitet, die sich auf elektronische Signaturen spezialisiert haben. Per Video-Chat und SMS- oder E-Mail Verifizierungen benötige der Abschluss eines Vertrages vielleicht nur mehr drei Klicks. Ob damit der Beruf des Notars in Gefahr ist?

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Erster Österreichischer humanoider Roboter © Iono Robotics

Der Plan ist aufgegangen: Im vergangenen Jahr kommunizierte das oberösterreichische Unternehmen Iono Robotics das Ziel, Mitte 2026 einen humanoiden Roboter herauszubringen – brutkasten berichtete. Das ist mit der aktuellen Live-Demonstration vor Industriepartnern und Investoren jetzt gelungen. Gründer und CEO Ümit Bas erklärte bei der Präsentation, dass das System für reale Arbeitsumgebungen und eine gesteigerte Produktivität entwickelt wurde, anstatt als bloßes Show-Modell für Laborumgebungen zu dienen.

Iono Robotics Gründer und CEO Ümit Bas mit „Workmate“ © Iono Robotics

Fokus auf Industrie und integrierte Drohnentechnik

Der Roboter soll zukünftig einfache und körperlich schwere Aufgaben in den Bereichen Industrie, Logistik, Handel und Service übernehmen, um Unternehmen beim Bewältigen des Fachkräftemangels zu unterstützen. Technisch setzt Iono Robotics auf ein modulares „Multi-Head“-Konzept: Im Kopf des Roboters befindet sich eine integrierte Drohne. Diese kann direkt aus dem System heraus starten, um die Umgebung aus der Luft zu erfassen, Fabrikhallen zu inspizieren oder das Sichtfeld über zusätzliche Sensorik zu erweitern.

Die Steuerung des Gesamtsystems erfolgt über die hauseigene Software-Plattform „Ionosphere“. Dieses geschlossene System aus Robotik-KI und Serverinfrastruktur soll eine sichere Datenverarbeitung im industriellen Umfeld garantieren und ist gezielt auf europäische Datensouveränität ausgelegt, wie es laut Unternehmen heißt.

Fahrplan zur Serienproduktion

Das Projekt befindet sich bereits in der praktischen Erprobungsphase. Auf Nachfrage verrät Gründer und CEO Ümit Bas, dass Iono Robotics bereits mit mehreren Pilotkund:innen zusammen arbeitet, darunter sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch namhafte Großunternehmen. Durch das direkte Feedback aus der operativen Praxis soll die Technologie in den kommenden Monaten gezielt weiterentwickelt werden.

Der wirtschaftliche Fahrplan des Startups steht ebenfalls fest: In zwei Jahren soll „Workmate“ in die Serienproduktion gehen. Der Anschaffungspreis wird sich dann im fünfstelligen Bereich bewegen. Laut Unternehmensangaben soll sich der Einsatz für Betriebe bereits innerhalb eines Jahres rentieren, da sich Unternehmen durch den Roboter-Einsatz laufende Kosten rund um Mitarbeitende einsparen können.

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