11.03.2022

New 4 Heroes: Weizer Plattform überträgt Spendenabgabe live im Netz

Die Spendenplattform aus der Steiermark setzt auf Transparenz.
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Ne4 Heroes, Spenden,
(c) Puls4 - New 4 Heroes Daniel Zieser und Aïna Dreßler modernisieren das Spenden.

Daniel Zieser hat gemeinsam mit Aïna Dreßler die Plattform New 4 Heroes gegründet. Damit möchte das Gründer-Duo die Spende neu, modern und transparent gestalten und sie erlebbar machen.

Spendenübergabe wird live übertragen

Eigentlich kommt der Founder aus der Uhren- und Schmuckbranche. Dort hat er sich in den letzten Jahren auf die Einführung und Entwicklung von neuen Produkten und Marken spezialisiert und in der Verbundgruppe „Diadoro Qualitäts Juweliere“ Projekte umgesetzt. Doch seine soziale Ader war seit seinem Zivildienst stets eine Begleiterin gewesen.

Bei New 4 Heroes werden die Sozialprojekte, Baum- und Bienenpatenschaften oder etwa Trisomie 21, von Anfang bis zum Ende begleitet. Mit Live-Übertragungen der Spende im Internet.

„Wir möchten mit offenen Karten spielen und darum sagen wir genau, wie viel Geld gespendet wird, denn jeder Produktpreis enthält bei uns eine Spende. Man sieht, an welches Projekt es geht, was das Produkt kostet und was wir für unseren Aufwand benötigen“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

New 4 Heroes finanziert sich über Produktverkauf

Zur Erklärung: Finanziert wird New 4 Heroes nicht von Teilen der Spendensumme, sondern rein über den Verkauf seiner Produkte. Beispiel: Ein T-Shirt kostet 38 Euro. 18 davon sind als Spendenbetrag deklariert. Jener wird zu 100 Prozent weitergegeben.

Die restliche Summe teilt sich auf Produktkosten, betrieblichen Aufwand, Steuern, Marketingkosten sowie Aufwandsentschädigung der Mitarbeiter:innen auf – derzeit gibt es im Produktportfolio Armbänder, Schlüsselanhänger und T-Shirts, die im Onlineshop angeboten werden. Produziert wird erst auf Nachfrage.


Wer mehr über die Spendenplattform und die Gründer erfahren möchte, hat am Dienstagabend bei „2 Minuten 2 Millionen“ die Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Break Stuff, Vereinsplaner, Beyond DNA und ambicion.

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Wolfgang Hattmannsdorfer | (c) drehwerk / Peter Mayr
Wolfgang Hattmannsdorfer setzt mit „Made in Europe and Partner Countries“ den nächsten Umsetzungsschritt der Industriestrategie 2035. | (c) drehwerk / Peter Mayr

Die Industriestrategie 2035 nimmt immer klarere Formen an (brutkasten berichtete). Durch den nächsten Umsetzungsschritt „Made in Europe and Partner Countries“ soll mit rund 70 Milliarden Euro öffentlicher Kaufkraft nun die europäische Wertschöpfung gestärkt werden. „Nur 0,6 Prozent aller Aufträge stehen für 50 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens, und genau da müssen wir ansetzen. Dort wo die großen Summen, dort wo die Milliarden bewegt werden“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, der sich auf eine vom Lieferketteninstitut ASCII erstellte Analyse bezieht.

Startups werden in diese vergleichsweise kleine Zahl großer Aufträge nicht fallen. Auf Nachfrage von brutkasten hieß es vom Wirtschaftsministerium: „Diesen Beschaffungen kommt eine besondere strategische Hebelwirkung zu. Wenn bei diesen großen Aufträgen neben dem Anschaffungspreis auch Qualität, Lebenszykluskosten, Innovation, Versorgungssicherheit und europäische Wertschöpfung stärker berücksichtigt werden, kann bereits bei wenigen Verfahren eine große wirtschaftspolitische Wirkung erzielt werden.“ Die Frage, ob Startups in Zukunft stärker in der Beschaffung berücksichtigt werden sollen, wurde nicht beantwortet.

„Startups können Lösungen für zentrale Zukunftsaufgaben liefern“

Ganz unberücksichtigt sollen Startups aber nicht bleiben. „Der öffentliche Sektor ist ein großer Hebel, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen. Startups können Lösungen für zentrale Zukunftsaufgaben liefern, von Digitalisierung über Klima bis Mobilität, Gesundheit und Verwaltung“, erklärt das Wirtschaftsministerium. Konkrete Beispiele, inwiefern das Innovationspotential von Startups besser nutzbar gemacht werden soll, gibt es noch nicht. Das Wirtschaftsministerium verweist auf den Aktionsplan „Strategische Beschaffung“, der bis zum Ende des Jahres ausgearbeitet wird.

Losteilungen und Local-Content-Bezug als Unterstüzung

Im Zuge der Innovationsförderung setzt Hattmannsdorfer auf Losteilung. „Es gibt eine extrem hohe Anzahl von Einzelaufträgen, wo ein Kleiner oft gar keine Chance hat, dass er wettbewerbsfähig teilnehmen kann. Wenn man Lose teilt, gibt es hier, glaube ich, eine konkrete Chance“, sagt der Wirtschaftsminister. Das soll Klein- und Mittelbetrieben den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen erleichtern. Das Wirtschaftsministerium betont die Wichtigkeit eines „breiten Bieterwettbewerbs“ für eine wirtschaftliche öffentliche Beschaffung.

Junge Unternehmen sollen durch einen „Local-Content-Bezug“ eine faire Möglichkeit erhalten, sich bei der Beschaffung gegen etablierte und gegen große Unternehmen durchsetzen zu können. „Das fängt bei der Ausschreibung bzw. bei der Beschaffung der Gemeinde an, unter dem Aspekt von ,Local-Content‘ Betriebe auch vor Ort entsprechend zu berücksichtigen“, sagt Hattmannsdorfer.

„Made in Europe and Partner Countries“ ist keine starre Präferenzregel

Der durchschnittliche Einzelbieteranteil, jene Verfahren ohne Wettbewerb, liegt bei 40 Prozent. Durch „Made in Europe and Partner Countries“, bei dem man sich auf den europäischen Standort fokussieren will, soll dieses Problem aber nicht verstärkt werden. „‚Made in Europe and Partner Countries‘ ist nicht als starre Präferenzregel zu verstehen“, erklärt das Wirtschaftsministerium und ergänzt: „Strategische Beschaffung und ein breiter Bieterwettbewerb sind dabei keine Gegensätze, sondern müssen gemeinsam gedacht werden.“

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