10.04.2026
FORSCHUNG

Neues „Wet Lab“ der IT:U in Linz: Fokus auf KI und Kreislaufwirtschaft

Die Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz präsentierte nun ein neues „Wet Lab“. Die Einrichtung dient der KI-gestützten Umwelt- und Kreislaufwirtschaftsforschung.
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Das ERIN-
Das ERIN-"Wet Lab" | (c) IT:U

Die Linzer Interdisciplinary Transformation University (IT:U) hat den Betrieb ihres ersten eigenen „Wet Labs“ aufgenommen. Das Labor mit dem Namen „ERIN“ ist bereits in Betrieb und eines von bislang acht sogenannten „LearnLabs“ der Uni. Die neue Forschungseinrichtung konzentriert sich auf die technische und wissenschaftliche Verbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit ökologischen und kreislaufwirtschaftlichen Fragestellungen. Durch die Kombination von algorithmischen KI-Methoden und physischen, experimentellen Umgebungen soll die praxisnahe Forschung und Ausbildung im Bereich der industriellen Transformation ausgebaut werden.

„Die großen Herausforderungen unserer Zeit entstehen an der Schnittstelle von digitalen und physischen Systemen“

Die IT:U sieht sich mit diesem Ansatz als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. „Die großen Herausforderungen unserer Zeit entstehen an der Schnittstelle von digitalen und physischen Systemen. Wer Klimawandel oder nachhaltige Produktion ernsthaft adressieren will, muss beides gemeinsam denken und gestalten“, kommentiert Wolfgang Kienreich, Technology Strategist der IT:U und verantwortlich für den Aufbau der Labore.

IT:U: Junge Uni mit starkem Praxis-Fokus

Das neue Labor reiht sich in die laufende Erweiterung der erst 2024 in den regulären Betrieb gestarteten Universität ein. Wie brutkasten in der Vergangenheit berichtete, fokussiert sich die IT:U stark auf Kooperationen mit der Industrie und praxisorientierte Infrastruktur. So wurde zuletzt unter anderem eine weitreichende Partnerschaft mit Infineon Austria zum Aufbau gemeinsamer „LearnLabs“ am Standort Linz geschlossen (brutkasten berichtete). Darüber hinaus arbeitet die Universität auch mit heimischen Startups zusammen, etwa durch die Integration der Software des auf die digitale Anerkennung internationaler Qualifikationen spezialisierten Linzer Startups Indima (brutkasten berichtete).

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(v.l.n.r.) Thomas Blaguss, Daniel Packenius, Barbara Novak, Hans-Jürgen Salmhofer, Paul Blaguss | (c) Mila Eder / Superberg

Die Elektromobilität wird nicht nur im Privatbereich weiter ausgebaut. FlixBus und Blaguss setzen nun den nächsten Schritt in Richtung emissionsarmes Reisen. Zwischen Wien und Bratislava wird die erste grenzüberschreitende, überwiegend elektrisch betriebene Linie eröffnet. Den operativen Betrieb der Linie übernimmt das Wiener Unternehmen Blaguss über seine slowakische Gesellschaft Blaguss Slovakia.

„Die Zukunft des Busverkehrs muss klimafreundlich sein und Elektromobilität wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Gemeinsam mit FlixBus bringen wir sie jetzt auch im grenzüberschreitenden Reiseverkehr konsequent in den Mobilitätsalltag“, sagt Paul Blaguss, Geschäftsführer der Blaguss-Gruppe.

Acht E-Busse, 66 Kursfahrten

Insgesamt kommen acht E-Bussen auf der Strecke zum Einsatz, wobei die Linie 66 mal pro Tag gefahren wird. 90 Prozent davon sind elektrisch, der Rest wird mit herkömmlichen Dieselbussen abgedeckt. Laut Blaguss spart die Umstellung von Diesel auf Elektroantrieb rund 66 Kilogramm CO₂ pro 100 Kilometer. „Mit einer der ersten grenzüberschreitenden E-Bus-Linien Europas arbeiten wir daran, Reisen zwischen Hauptstädten emissionsärmer zu machen“, sagt Daniel Packenius, Geschäftsführer FlixBus Zentraleuropa, und ergänzt: „Die Linie zeigt: Elektromobilität im Fernverkehr funktioniert heute schon zuverlässig unter den richtigen Umständen.“

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