04.02.2025
TV-PITCH

Neues Startup-Ticket bei „2 Minuten 2 Millionen“

"2 Minuten 2 Millionen", die Puls-4-Startup-Show, hat in Tchibo einen neuen Partner gefunden. Und damit für Teilnehmer:innen neue Möglichkeiten eröffnet.
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© Puls 4 - Charlotte Braunstorfer, Marketing Director Tchibo Österreich.

Vor kurzem gab die Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ zwei neue Investoren bekannt, brutkasten berichtete. Nun gibt es eine weitere Neuerung.

Das Investoren-Team wird um Charlotte Braunstorfer, Marketing Director Tchibo Österreich, erweitert. Somit haben teilnehmende Startups mit Tchibo Österreich in der Sendung die Chance, per Startup-Ticket direkt in die Verkaufsregale des neuen Partners zu gelangen.

„2 Minuten 2 Millionen“-Außenstudio

„Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil unserer DNA bei Tchibo. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit mutigen Gründer:innen die Produkte von Morgen zu fördern und gemeinsam zu wachsen“, sagt Braunstorfer. „Wir ermöglichen den Startups, ihre Produkte flächendeckend in unseren 120 Tchibo-Filialen und online auf tchibo.at anzubieten, und bringen zudem unsere Expertise in Produktentwicklung, Vermarktung und Nachhaltigkeit ein.“ Aus dem „2 Minuten 2 Millionen“-Außenstudio kann sich Braunstorfer jederzeit in die Verhandlungen einschalten und selbst die Ticket-Offerte abgeben.

2 Minuten 2 Millionen
© Puls 4 – Charlotte Braunstorfer verstärkt das „2m2m“-Team.

Österreichweite Listung

Julia Loibner, Sales Director ProSiebenSat.1Puls 4 dazu: „Wir freuen uns sehr, Tchibo Österreich als idealen Partner für unser Erfolgsformat ‚2 Minuten 2 Millionen‘ gewonnen zu haben. Diese Partnerschaft bietet Jungunternehmer:innen die einzigartige Möglichkeit, ihre Produkte österreichweit in allen Tchibo-Filialen zu präsentieren. Gleichzeitig haben die Zuseher:innen den Vorteil, die innovativen Produkte nicht nur am Bildschirm zu sehen, sondern sie bereits am nächsten Tag in den Verkaufsregalen und im Online-Shop auf tchibo.at erwerben zu können.“

Und weiter: „Das Startup-Ticket ist ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Werbekunden einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt direkt in einem Format buchen können. Sie profitieren nicht nur von der hohen Reichweite des Programms, sondern werden auch authentisch und kreativ in Szene gesetzt.“

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Der Prototyp auf dem PROTEAS-Forschungsgelände des Cyprus-Instituts in Zypern © Waldstein

„Ich habe erstmal aus Meerwasser destilliertes Wasser getrunken. Es schmeckte sehr gut“, berichtet Carl Albrecht Waldstein, Geschäftsführer der Wiener Seawater BV GmbH im brutkasten-Gespräch über die gelungene Inbetriebnahme der ersten solaren Meerwasser-Entsalzungsanlage des Desertgreener-Projekts in Limassol, Zypern.

Mit einer Kombination aus Parabolspiegeln und energetischem Recycling will man dem weltweiten Wassermangel, der aktuell über 2 Milliarden Menschen betreffe, begegnen. Was vor zwei Jahrzehnten an einer verdorrenden spanischen Küste als kühnes Gedankenspiel begann, soll nun globale Wucht entfalten.

Die Vision: Wasser für eine wachsende Welt

„Wir saßen am Ufer des Meeres an der spanischen Mittelmeerküste. Vor uns unendlich viel Meer und hinter uns trocknete alles aus. Also haben wir gesagt, das kann nicht sein, dass das Wasser vor uns die Probleme hinter uns nicht löst“, erinnert sich der Geschäftsführer an die Anfänge der Lösung eines der herausforderndsten Probleme unserer Zeit.

Die Technologie soll Süßwasser so günstig verfügbar machen, dass nicht nur Trinkwasser gesichert wird, sondern auch die wasserintensivere Landwirtschaft, Industrie und der Bergbau versorgt werden können. Bereiche, die klassische Entsalzung aus Kostengründen kaum bedient. Das Potenzial reicht laut Waldstein von der Rettung versalzter Agrarflächen über die Begrünung von Wüstenregionen bis zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und Ammoniak als Dünger- und Treibstoffalternative.

Perspektivisch positioniert sich Desertgreener damit als Anbieter einer Basisinfrastruktur, die – wenn sie im großen Maßstab umsetzbar ist – wasserarmen Regionen weltweit neue wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

Wasserkreislauf der Natur als Vorbild

Statt auf energieintensive Umkehrosmose zu setzen, soll die Anlage im Kleinen kopieren, was die Natur im Wasserkreislauf im Großen macht: Sonne verdampft Meerwasser, der Dampf kondensiert wieder zu Süßwasser. Bewegliche, der Sonne nachgeführte Spiegel bündeln dafür die Sonnenstrahlen direkt auf einen mit Meerwasser gefüllten Behälter und bringen es zum Kochen. Laut Unternehmen werden so über 90 Prozent der Sonnenenergie direkt genutzt.

Der entstehende, salzfreie Dampf wird von einer Turbine abgesaugt und in ein Röhrensystem gepresst. Dabei kondensiert er sofort wieder zu Wasser und gibt seine Wärme an das noch kochende Meerwasser zurück. „Wir schicken 83 Prozent der Energie ständig im Kreis“, erklärt Waldstein. Dadurch lasse sich mit derselben Menge Sonnenenergie ein Vielfaches an Wasser verdampfen, statt sie nach einmaliger Nutzung zu verlieren.

Finanzierung über Utility-Token

Um die kapitalintensive Serienproduktion nun vorzubereiten, meidet die Seawater BV GmbH bewusst Banken und Venture Capital. Man wolle unabhängig bleiben: „Wir wissen, wir stören auch viele“, so Waldstein. Stattdessen gelangt man über den Verkauf des eigenen „DGRX“ Utility-Tokens bereits an über zehn Millionen Euro, wie der Gründer im Interview erwähnt.

Verkauft wird der Token über die DGRX Sales GmbH, welche daraus wiederum schrittweise Anteile an der Seawater BV GmbH erwirbt (bis zu 24%). Weitere sechs Millionen Euro sollen nun über die Token-Finanzierung folgen, um die Serienproduktion voranzutreiben.

1,8-Milliarden-Bewertung von „Big Four“-Prüfungsgesellschaft

Zu den anvisierten Kunden zählen Regierungen, Kommunen sowie große Agrar- und Bergbaukonzerne. „Um den Markt mache ich mir null Sorgen. Wo ich hintippe, schreien die Leute, wann könnt ihr liefern“, kommentiert Waldstein die Nachfrage. Laut ihm bewertete eine „Big Four“-Prüfungsgesellschaft die Firma Ende 2025 mit 1,8 Milliarden US-Dollar. Mit der aktiven Pilotanlage steige der Wert laut Waldstein kalkulatorisch auf 2,9 Milliarden Dollar.

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