13.11.2020

Netflix-Direct: Streaming-Dienst erweitert Angebot für unentschlossene User

Der Streamingdienst Netflix testet einen linearen Kanal, ähnlich wie bei Kabelfernsehen. Netflix-Direct wird zunächst nur in einzelnen Regionen Frankreichs verfügbar sein und soll dort bis Dezember ausgeweitet werden.
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(c) Stock.Adobe/wutzkoh - Der Streaming-Anbieter Netflix möchte mit Netflix-Direct die Möglichkeiten zum linearen Fernsehen ausloten.

Was früher lange Minuten in der Videothek waren, in denen man mit sorgfältiger Gründlichkeit das Filmsortiment prüft um sich dann für ein oder zwei Videokassetten oder DVDs zu entscheiden, ist heute das „Herumscrollen“ bei Streaming-Diensten. Die Auswahl ist enorm und wächst von Woche zu Woche, sodass, außer gründlich peniblen Personen, die Filmlisten erstellen und Serien kategorisieren, die meisten User beinahe überfordert sind, für den abendlichen Filmgenuss eine Wahl zu treffen. Medien nennen es bereits eine gewisse Ermüdungserscheinung aufgrund des riesen TV-Angebots, dem die Abonnenten erliegen. Ein möglicher Grund warum der US-Streaming-Riese nun mit Netflix-Direct einen anderen Weg geht.

Comeback des linearen Fernsehens durch Netflix-Direct?

Netflix testet aktuell zum ersten Mal einen programmierten linearen Inhaltskanal, ähnlich wie bei Standard-Broadcast- und Kabelfernsehen. Das Unternehmen streamt diesen Kanal weiterhin – der Zugriff erfolgt über die browserbasierte Website von Netflix – und testet ihn zunächst nur in Frankreich. Seit dem fünften November ist Netflix-Direct in ausgewählten Gebieten verfügbar, eine Ausweitung im Land des Eiffelturms ist bis Dezember geplant.

Netflix-Direct steht ausschließlich Abonnenten des regulären Netflix-Streaming-Dienstes zur Verfügung. Gezeigt werden Fernsehsendungen und Filme aus Frankreich, den USA und anderen Regionen, die aus dem vorhandenen Auswalsortiment von Netflix ausgewählt wurden. Der Grund für den Start in Frankreich ist laut dem Streaming-Riesen, dass viele französische Zuschauer dazu tendieren, sich Filme und Serien ohne große Auswahlgedanken anzusehen.

Das Shuffle-Feature-Experiment

Vor diesem Launch hatte Netflix bereits mit einem Feature experimentiert, das Material abspielt, von dem es denkt, dass es der User – gleich einer Empfehlungsfunktion – mögen könnte. Diese „Shuffle-Schaltfläche“ war jedoch weiterhin auf den individuellen Nutzer abgestimmt. Netflix-Direct soll eher an das klassische Fernsehen angelehnt sein.

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Ecocircling
© Franz Neumayr - Teresa Millinger (l.), Geschäftsführerin Ecocircling und Grace Sheehan, Investorin und US-Unternehmerin.

Das oberösterreichisch-salzburgische Startup hat knapp ein Jahr nach Projektstart und einem US-Investment seine erste Pilotanlage hochgefahren. Ziel ist es, die starke Importabhängigkeit Österreichs bei Speisefisch zu reduzieren. Die modularen „Cubes“ kombinieren dafür Fischzucht und Pflanzenproduktion in einem geschlossenen Wasserkreislauf, der durch moderne Sensorik und KI-gestütztes Monitoring weitgehend automatisiert betrieben wird.

Ecocircling und die Wasserersparnis

Die aktuelle Pilotanlage ist auf eine Jahresproduktion von bis zu neun Tonnen Wels ausgelegt und punktet vor allem durch einen extrem geringen Ressourcenverbrauch. Millinger erklärt das Prinzip: „Wir geben täglich weniger als fünf Prozent Frischwasser zu, das übrige Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet. In unserem Aquaponik-System reinigen zusätzlich die Pflanzen das Wasser, indem sie die Nährstoffe aufnehmen. So kommen wir auf über 90 Prozent Ersparnis gegenüber klassischer Teichhaltung.“

Künftig sollen die Anlagen in unterschiedlichen Größen unter anderem für Hotels, Gastronomie und landwirtschaftliche Betriebe angeboten werden. Dafür musste das Startup jedoch die größte Hürde der Branche meistern: den massiven Energiebedarf.

„Das ist genau der Punkt, an dem viele Wettbewerber gescheitert sind“, sagt die Co-Founderin. „Der entscheidende Faktor ist der Winter: Unsere Fische brauchen eine Beckentemperatur von 26 °C, und dieses Wasser dauerhaft warm zu halten, ist der mit Abstand aufwendigste Energieposten. Genau daran ist bei vielen die Kalkulation zerbrochen. Wir haben unsere Anlagen deshalb konsequent auf diesen Punkt hin optimiert: Durch eine exzellente Dämmung, die den Wärmeverlust von vornherein minimiert, durch eine KI-gesteuerte Wärmerückgewinnung und durch eigene Energiequellen – ein Windrad und eine Biomasseanlage, die als Brennstoff sogar den Abfall aus unserer Gemüseproduktion nutzt.“

PV und Windrad

Dieser Ansatz ist bei Ecocircling bereits in der Umsetzung: Bei der Pilotanlage in Oberösterreich soll in den kommenden Monaten das erwähnte Windrad installiert werden; auch Photovoltaik ist in Planung. „Dadurch fällt der zugekaufte Wärmeanteil sehr gering aus. Genaue Werte für die KWh pro Fisch hängen vom Standort ab. Westliche oder windarme Regionen sind hier benachteiligt“, räumt die Gründerin ein. Durch die eigene Energieversorgung möchte das Startup den Betrieb von den Preisschwankungen des volatilen Marktes entkoppeln. „Damit bleibt unsere Kalkulation planbar, auch wenn die Energiepreise steigen“, so Millinger.

Fokus auf Technologie

Ob es künftig Pläne gibt, diese Prozesstechnologie zu vertreiben, oder „nur“ mit Fischen Geld zu machen, meint Millinger, dass beides in den Köpfen des Teams bestehe, jedoch mit klarer Priorität auf der Technologie.

„Unser Kern ist die Anlage selbst: ein standardisiertes Plug-and-Play-Produkt, das wir künftig in verschiedenen Größen anbieten. Eigene Standorte betreiben wir vor allem als Referenzanlagen. Überzeugend macht das Ganze das Verhältnis von Investition zu Kapazität – 90.000 Euro für zwölf Tonnen Fisch pro Jahr, mit einem Return on Investment von typischerweise unter drei Jahren. Genau diese Kombination aus niedrigem Preis, Standardisierung und geringem Betreuungsaufwand macht die Anlage zu einem echten Produkt. Dass es schon in der Entwicklungsphase internationale Nachfrage gab, bestätigt das.“

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AI Summaries

Netflix-Direct: Streaming-Dienst erweitert Angebot für unentschlossene User

  • Seit dem fünften November ist Netflix-Direct in ausgewählten Gebieten Frankreichs verfügbar, eine Ausweitung im Land des Eiffelturms ist bis Dezember geplant.
  • Netflix Direct steht ausschließlich Abonnenten des regulären Netflix-Streaming-Dienstes zur Verfügung.
  • Gezeigt werden Fernsehsendungen und Filme aus Frankreich, den USA und anderen Regionen, die aus dem vorhandenen Auswalsortiment von Netflix ausgewählt wurden.
  • Der Grund für den Start in Frankreich ist laut dem Streaming-Riesen, dass viele französische Zuschauer dazu tendieren, sich Filme und Serien ohne große Auswahlgedanken anzusehen.

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