19.07.2021

Nescafé-Pilotprojekt: Hier kann man Kaffee nun auch unverpackt kaufen

Gemeinsam mit dem Wiener Real Life-Marktforschungssupermarkt go2market und dem tschechischen Startup Miwa testet die zum Nestlé-Konzern zugehörige Kaffeemarke Nescafé nun den verpackungslosen Verkauf ihrer Produkte.
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Nescafé
© Nescafé/Adobe Stock/Jenny Sturm

Der Verkauf von unverpackten Lebensmitteln liegt angesichts des zunehmenden Bewusstseins für Umwelt- und Klimaschutz im Trend, wie auch diverse Zero Waste-Läden wie Lieber Ohne, Holis Market oder Der Greißler eindrucksvoll zeigen. Aber auch immer mehr Super- und Drogeriefachmärkte bieten an ihren Standorten die Möglichkeit, verschiedene Produkte wie etwa Müsli, Cerealien, Nudeln oder auch Waschmittel in eigene Behältnisse abzufüllen, um Verpackungsmüll einzusparen.

Miwa: Weil Recycling alleine nicht reicht

Nestlé hat das Konzept des unverpackten Einkaufs bereits in einigen Ländern gemeinsam mit dem tschechischen Startup Miwa – der Name steht übrigens für Minimum Waste – in den Bereichen Tiernahrung oder löslicher Bohnenkaffee getestet. Miwa’s Ziel ist es, das abfallfreie Einkaufen zum neuen Standard zu machen, da in der EU nur 30 Prozent der jährlich etwa 16 Millionen Tonnen anfallenden Kunststoffverpackungsabfälle recycelt werden. Deshalb haben die Gründer ein Kreislauf-System aus wiederverwendbaren Behältern entwickelt, das durch den Einsatz intelligenter Technologien gut an die heutige Logistik angepasst werden kann und den logistischen und hygienischen Standards von Supermarktketten entspricht. Die KonsumentInnen bringen ihre Behältnisse selbst mit; alle Produktinformationen, die normalerweise auf den Verpackungen zu finden sind, sind digital erreichbar.

Nescafé: Pilotphase in Wien

Nach der erfolgreichen Kooperation außerhalb Österreichs geht Nescafé mit einem Pilot-Projekt nun auch in Österreichs Bundeshauptstadt Wien an den Start. „Alternative, nachhaltige Verpackungslösungen sind bei Nestlé ein wichtiges Thema, zu dem wir verschiedenste Lösungsansätze verfolgen. Der verpackungsfreie Einkauf ist einer davon. Der Pilot erlaubt uns zu evaluieren, wie das unverpackte Einkaufen von Kaffee bei den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten ankommt“, erklärt Christiane Fellner, Nestlé Business Executive Officer Coffee zur Zusammenarbeit mit go2market und Miwa. go2market-Gründer und Geschäftsführer Thomas Perdolt, der mit seinem Real Life-Marktforschungs-Konzept kürzlich auch nach Deutschland expandiert hat, ergänzt: „Mittels anonymisierter Zielgruppenanalysen und individueller Insights können wir bei go2market innovative Konzepte bereits im Vorfeld testen und somit dazu beitragen, den Erfolg in den ‚echten‘ Regalen zu erhöhen.“

Nestlé-Ziel bis 2025: Nur mehr recycelbare oder wiederverwendbare Verpackungen

Mit diesem Testlauf kündigt Nestlé einen weiteren Schritt auf seinem Weg zu ausschließlich recycelbaren oder wiederverwertbaren Verpackungen bis zum Jahr 2025 an. Im Herbst 2019 wurde zu diesem Zweck das Nestlé Institute of Packaging Science eröffnet, das bereits innovative Lösungen wie die recyclingfähige Papierverpackung für das Kakaopulver Nesquik All Natural sowie die Produkte der Marke Smarties hervorgebracht hat.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Während die Regierung in vielen Bereichen den Sparstift ansetzt, wächst das Digitalbudget. Das Staatssekretariat rechtfertigt diesen Schritt mit der Hoffnung, dass Technologie-Investitionen langfristig Verwaltungskosten senken sollen. „Einsparungen durch Digitalisierung, nicht bei der Digitalisierung„, lautet die dazugehörige Devise von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Ziel sei es, Österreich vom aktuell sechsten Platz im EU-Digitalisierungsranking in die europäischen Top 3 zu heben.

130 Millionen-Topf 2028

Der Finanzrahmen für die kommenden Jahre wird dafür aufgestockt. Für 2027 sind nun bis zu 117 Millionen Euro budgetiert, 2028 wächst der Topf auf bis zu 130 Millionen Euro. Das Finanzierungsmodell dabei: 20 Prozent jener Einsparungen, die durch Pensionierungen und nicht nachbesetzte Stellen in der Verwaltung entstehen, fließen direkt als Zweckwidmung in IT-Projekte zurück. Bis 2030 rechnet der Bund hier mit zusätzlichen 108 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur.

Das Geld fließt primär in bereits bekannte Kernprojekte, allen voran die ID Austria und die Vorbereitung auf die europäische EUDI-Wallet. Die ID Austria ist seit 2023 von einer auf sechs Millionen Nutzer:innen gewachsen. Bis 2030 sollen es neun Millionen werden, womit das System zum flächendeckenden Standard für Behördenwege und wirtschaftliche Anwendungen avancieren würde, so die Hoffnung.

Project X mit Einsparungspotenzial

Im Hintergrund soll zudem unter dem Titel „Project X“ die Dateninfrastruktur nachziehen. Im Fokus steht das Once-Only-Prinzip: Unternehmen und Bürger:innen sollen ihre Daten künftig nicht mehr mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen müssen. Für den Ausbau der dafür nötigen Registervernetzung dadeX sind in den nächsten zwei Jahren bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen. Dem gegenüber stehen laut Ministerium Effizienzgewinne: Das Projekt soll kurzfristig ein Einsparungspotenzial von rund 160 Millionen Euro heben.

Ein wesentlicher Treiber hinter diesem Budget-Schub ist schlichtweg die Demografie. In den kommenden 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesbediensteten in Pension. Die Bundesregierung setzt daher auf Public AI und somit auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung sowie für Services gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Ziel sind sichere, rechtskonforme und breit nutzbare Anwendungen, die Prozesse beschleunigen, Routinetätigkeiten reduzieren und Wissen in der Verwaltung besser verfügbar machen sollen.

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