10.04.2024
FINANCIAL HEALTH

Monkee: Tiroler Spar-App erhält Millionen-Investment

Das siebenstellige Investment von neuen Investoren, wie Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG und SQUER Invest, sowie bestehenden Investoren, zielt auf weiteres Nutzerwachstum und Ausbau des Retailer-Netzwerks ab.
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Monkee, Spar App
(c) zVg - Die beiden Monkee Gründer (v.l.) Christian Schneider und Martin Granig sowie Ralf Magerkurth (Vorstand der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG).

Monkee, die Tiroler Spar-App von Martin Granig propagiert entgegen dem Verschuldungstrend ein „Save Now Buy Later“-Konzept. Im Sommer 2022 erhielt man dafür eine Kapitalspritze von 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahr startete man mit Visa eine Kooperation. Nun erhielt das Startup erneut ein siebenstelliges Investment – die genaue Höhe ist nicht bekannt. Zudem verkündet man eine Partnerschaft mit Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG (VVRB).

Monkee: Investment soll mehr User:innen bringen

Das siebenstellige Investment wird einerseits von neuen Investoren wie dem neuen Partner und SQUER Invest getragen. Andererseits sind auch bestehende Investoren (European Super Angels Club, Startup Wise Guys, Zaid Al-Aifari) beteiligt. Was mit dem Investment geplant ist: das Nutzer:innenwachstum weiter voranzutreiben und das Händlernetzwerk zu erweitern.

„Dieses Investment und die Zusammenarbeit mit der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank bestärken uns in unserem Ansatz, unseren Nutzern zu helfen, ihre finanziellen Ziele auf gesunde Weise zu erreichen“, sagt Martin Granig, Mitgründer und CEO von Monkee.

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„Die Partnerschaft mit Monkee passt perfekt zu unserer Strategie, innovative und kundenfreundliche Finanzlösungen anzubieten“, sagt Ralf Magerkurth, Vorstand der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG. „Monkee teilt unsere Vision von finanzieller Gesundheit und nachhaltigem Wachstum und wir sind stolz darauf, diese zukunftsorientierte Lösung auch unseren Kunden zur Erreichung ihrer Sparziele bereitzustellen.“

In diesem Sinne versteht sich das mit dem Austrian Retail Innovation Award und dem Payment Pioneer Awardals ausgezeichnet Startup als „Pionier der Save-Now-Buy-Later-Bewegung“ und möchte einen neuen Weg aufzeigen, wie Menschen bewusst für ihre Konsumziele sparen können. Mit dem bisherigen Ergebnis von 300.000 App-Downloads und gesetzten Sparzielen von über 250 Millionen Euro.

Monkee mit Zinsprodukt

Die neue Partnerschaft mit Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG (VVRB) soll Monkee-Nutzer:innen konkret ermöglichen, ihre Spareinlagen auf verzinsten Konten der Bank aufzubauen, was einen fairen und wettbewerbsfähigen Zinssatz garantiere und zu einer weiteren Steigerung der Spareinlagen führen soll. Die Bank wird zudem die Monkee-App in ihrer Community aktiv bewerben, um das Aufbauen von finanziellen Reserven zu fördern und die finanzielle Gesundheit der Kunden nachhaltig zu stärken, so der Plan.

„Unsere einzigartige Kombination aus Personal Finance und Loyalty, ermöglicht es unseren Nutzern, ihre Ziele noch schneller zu erreichen, indem sie die Dinge, die sie ohnehin kaufen müssen, bei unseren Handelspartnern kaufen“, erklärt Co-Founder und CPO Christian Schneider. „Die Partnerschaft mit der VVRB ist ein logischer nächster Schritt, um unser Angebot mit einem attraktiven Zinsprodukt für längerfristige Sparpläne weiter zu stärken und das Vertrauen der Kunden weiter auszubauen.“

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
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In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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