17.05.2021

mellow NOIR: Statt Kaffeesatz lesen, ihn ins Gesicht schmieren?

Julian Köster, Gründer von mellow NOIR, gewinnt Naturkosmetik-Pflegeprodukte aus einem Öl, das aus Kaffeesud besteht.
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mellow NOIR; Kaffeesatz, Naturkosmetik, DHDL, Kaffee Kosmetik
(c) mellow NOIR/FB - Das Startup von Julian Köster, mellow NOIR, verwendet für seine Naturkosmetika ein auf Kaffeesatz basierendes Öl.

Die Nutzung des Kaffeesatzes oder -suds beschränkt sich meistens auf das Lesen der Zukunft von „Wahrsagern“ oder der Entsorgung des Kaffeerests. Die feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukte von Julian Köster und seinem Startup mellow NOIR basieren jedoch auf einem Öl, das aus dem Kaffeesatz nach dem Brühvorgang gewonnen wird. Damit soll nicht nur ein Abfallprodukt der Kaffeeherstellung nachhaltig genutzt werden, sondern die Essenz des Kaffees mit seinen Fettsäuren und Antioxidantien auch der Haut zugutekommen. Nach Startup-Angaben soll mellow NOIR die Kollagenproduktion anregen und zu einem straffen Hautbild beitragen, während die Antioxidantien den oxidativen Stress reduzieren würden. Die Fettsäuren des Kaffees seien durch Stärkung der natürlichen Hautbarriere dazu da, die Feuchtigkeit zu bewahren.

Idee zu mellow NOIR kam im Lieblingscafé

Die Idee, Hautpflegeprodukte aus Kaffee herzustellen, kam Gründer Julian Köster beim Kaffeetrinken in seinem Lieblingscafé. Er zeigte sich schon immer fasziniert von der Wirkung des Getränks, stellte aber beim Nachdenken fest, dass das Meiste des Produkts nach seiner langen Reise zu uns in Form von Kaffeesatz entsorgt wird. Der Wissenschaftler und Ingenieur recherchierte zu den hautpflegenden Eigenschaften und experimentierte herum. Zwei Jahre später konnte er das erste Produkt in Händen halten.

Jeder Verkauf führt zu gepflanztem Baum

Alle Produkte von mellow NOIR basieren auf aktivem Kaffeeöl. Das Startup vertreibt einen „Facial Moisturiser“ als Tages- und Nachtfluid mit Ectoin, niedermolekularer Hyaluronsäure und Vitamin E, einen „Concentrated Booster“ mit straffendem Hyaluron Serum und Kirschblütenextrakt sowie ein Vitamin C Serum gegen frühzeitige Hautalterung mit 1,5 Prozent natürlichem Vitamin C aus Acerola und Shea Butter. So soll die Haut 24 Stunden gepflegt werden können, straffer wirken und weniger trocken sein. Die vegane Kosmetik ist tierversuchsfrei, fair produziert, plastikfrei in Glas und Papier verpackt. Außerdem wird pro verkauftem Artikel ein Baum gepflanzt.

Köster wird heute Abend in der „Höhle der Löwen“ mit seinem „sanften Schwarz“ vorstellig und hofft auf ein Investment. Weiters dabei: Winemaster, Marschpat, mysleepmask und SMINNO.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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