18.11.2019

Markt für Scooter-Sharing: Plus 24 Prozent in Österreich, plus 164 Prozent weltweit

Ein aktueller Bericht über Scooter-Sharing zeigt, dass der Markt wächst - in Österreich und vor allem im Rest der Welt. Europa ist hier mit Städten wie Madrid, Paris und Barcelona ein regelrechter Hotspot.
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Scooter Sharing mit unu
(c) unu / Conrad Bauer

Im Jahr 2019 ist die weltweite Anzahl der Sharing-Scooter um 164 Prozent von 25.000 im Vorjahr auf derzeit 66.000 gestiegen, die Nutzerzahl von 1,8 Millionen auf fast 5 Millionen. In Österreich stieg die Zahl der verfügbaren Scooter um 24 Prozent auf 562 Fahrzeuge – das ist die zentrale Aussage eines Reports, den der deutsche Scooter-Hersteller unu veröffentlicht hat.

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In den Report sind die Aktivitäten von 54 Scooter-Anbietern aus 21 Ländern eingeflossen. Anhand der Überprüfung öffentlich verfügbarer Daten und eigener Untersuchungen in der Marktforschung, konzentriert sich dieser Bericht auf Akteure, Distribution, Nutzer und Trends in der Branche. „Anbieter in Österreich bieten heute über 550 geteilte Roller an. Bislang allerdings nur in Wien und Graz. Spannend ist, dass mit dem ÖAMTC ein Automobilverband Impulsgeber für die weitere Entwicklung ist“, sagt Enrico Howe, Forschungsleiter des Reports.

Europa als Hotspot des Scooter-Sharings

Trotz aller Kritik an der langsamen Durchsetzung neuer Technologien und Geschäftsmodelle in Europa gilt der Kontinent bezüglich des Scooter-Sharings als regelrechter Hotspot: 82 Prozent der Scooter-Sharing-Städte befinden sich in Europa.

Die Rangliste der Städte mit den meisten Sharing Scootern wird angeführt von Madrid, Paris und Barcelona. „Während Scooter Sharing in Südeuropa vor allem in wenigen Städten in der Menge wächst, wächst beispielsweise der deutsche Markt mit insgesamt 17 Städten eher in der Breite. Dies zeigt ein in Summe breiteres Interesse und eine klare Vorreiterrolle”, sagt Felix Jonathan Jakobsen, Director of Mobility Services bei unu.

Weltweit 34 Scooter-Hersteller

(c) unu

Weltweit gibt es zurzeit 34 Hersteller, die den Sharing-Markt mit Scootern versorgen – acht mehr als noch im Vorjahr. Von den zur Verfügung gestellten Modellen sind 70 Prozent elektrisch, in Europa sogar 99 Prozent. Im Jahr 2019 waren Govecs (Sharing Anbieter wie z.B. emmy), Gogoro (Sharing Anbieter: Coup), Askoll und Niu die wichtigsten Hersteller im Sharing-Business, heißt es im Report von unu.

Durchschnittlich lassen sich pro Roller 8 bis 10 Mieten pro Tag feststellen, die jeweilige Mietdauer liegt bei ungefähr 15 bis 20 Minuten. „Während die Fahrzeuge an Wochentagen vor allem zu den Haupt- und Pendel-Uhrzeiten verwendet werden, erfolgt die Nutzung am Wochenende ganztägig“, sagt Howe. Für 2020 erwarten die Studienautoren ein weiterhin starkes Wachstum.

Der deutsche Hersteller unu strebt nicht an, selber zum Sharing-Anbieter zu werden, bietet mit seinen eigenen Rollern den Sharing-Anbietern aber entsprechende Fahrzeuge an. „Scooter Sharing mit Rollern ist eine zu wenig betrachtete Variante der Shared Mobility. Dabei wird weniger Platz als bei PKWs benötigt, was die Tür-zu-Tür- Mobilität ohne Parkplatzsuche ermöglicht und das ohne lokal Emissionen auszustoßen“, sagt Howe: „Zudem sehen wir weniger Vandalismus als bei Kickscootern oder Fahrrädern, die häufig für kürzere Strecken genutzt werden.“

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Team von Highland Europe. (c) Highland Europe

„Wir freuen uns sehr, unseren sechsten Fonds anzukündigen! Wir haben 1,1 Milliarden Euro eingeworben, um weiterhin die nächste Generation außergewöhnlicher europäischer Gründer in der Wachstumsphase auf ihrem Weg zum Aufbau herausragender Unternehmen zu unterstützen“, schreibt die Investment Firma Highland Europe auf LinkedIn.

Unterstützung für Tech-Companies

Das Unternehmen konzentriert sich auf Investments in der Wachstumsphase von Unternehmen und hat den Hauptsitz in London und Genf. Zu den bislang über 80 Unternehmen, die mit 3,75 Mrd. Euro unterstützt wurden, zählen 9fin, AMCS, Bending Spoons, Camunda, EGYM, Featurespace, GetYourGuide, Huel, hyperexponential, ME+EM, Nexthink, n8n, Wolt und Zwift. Man arbeite als Partner mit Gründer:innen zusammen, die globalen Marktführer ihrer Kategorie aufbauen, so die Zielsetzung von Highland.

„Wir sind unseren Limited Partners für ihr langjähriges Vertrauen und ihr Engagement für Fonds VI zu tiefstem Dank verpflichtet. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, Europas ambitionierteste Gründer in einem einzigartig transformativen Moment weiter zu begleiten, während KI jede Branche neugestaltet. Wir haben Highland Europe 2012 als dauerhafte, gleichberechtigte Partnerschaft gegründet“, heißt es von Sam Brooks, Partner bei Highland Europe.

Exit & Börsengang

Zu den jüngsten Erfolgen von Highland zählen der Verkauf von Nexthink an eine Private-Equity-Gesellschaft für 3 Milliarden US-Dollar, der vereinbarte Verkauf von Huel an Danone, die 7,5 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von EGYM und Playlist sowie der Börsengang von Bending Spoons (NASDAQ: BSP) mit einer Marktkapitalisierung von über 18 Milliarden US-Dollar.

Neue Partner

Neben dem Fonds VI, gibt es auch Neuigkeiten auf der Partner-Ebene. Die Highland-Investoren Helena Richardson und Jacob Berstein wurden zu Partnern befördert. Richardson kam 2016 zu Highland und hat unter anderem Unternehmen wie Ffern, ME+EM, Modulr und Huel unterstützt. Bernstein ist seit 2017 im Unternehmen und investiert in Enterprise-Unternehmen wie Unframe, Zero Networks, Oritain und Descartes Underwriting.

„Helena und Jacob haben in den vergangenen zehn Jahren jeweils dazu beigetragen, das Unternehmen aufzubauen, und ihre Beförderungen spiegeln wider, welch außergewöhnliche Investoren, Führungskräfte und Partner sie geworden sind“, so Brooks.

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AI Summaries

Markt für Scooter-Sharing: Plus 24 Prozent in Österreich, plus 164 Prozent weltweit

Im Jahr 2019 ist die weltweite Anzahl der Sharing-Scooter um 164 Prozent von 25.000 im Vorjahr auf derzeit 66.000 gestiegen, die Nutzerzahl von 1,8 Millionen auf fast 5 Millionen. In Österreich stieg die Zahl der verfügbaren Scooter um 24 Prozent auf 562 Fahrzeuge. 82 Prozent der Scooter-Sharing-Städte befinden sich in Europa. Weltweit gibt es zurzeit 34 Hersteller, die den Sharing-Markt mit Scootern versorgen – acht mehr als noch im Vorjahr. Von den zur Verfügung gestellten Modellen sind 70 Prozent elektrisch, in Europa sogar 99 Prozent.

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