22.04.2025
MENTAL HEALTH

„Mama, Papa, schau auf dich“: Instahelp startet Mental-Health-Kampagne mit Sturm Graz

Mit der neuen Initiative "Mama, Papa, schau auf dich" möchte das e-health-Startup Instahelp Kinder, Jugendliche und besonders auch Eltern mental stärken. Zum Auftakt der Kampagne traten 100 Kinder gegen drei ehemalige und aktuelle Sturm-Profis an.
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© SK Sturm/Sebastian Atzler - Insthelp kooperiert bei neuer Mental-Health-Kampagne mit dem SK Sturm Graz.

Das Grazer e-Health-Startup Instahelp erreichte 2024 mit seiner Online-Plattform für psychologische Beratung die Gewinnschwelle und einen geplanten Jahresumsatz von zehn Millionen Euro – brutkasten berichtete. Es profitierte auch vom neuen Kostenzuschuss für Online-Psychotherapie, der seit dem 1. Jänner 2025 gilt und seit heuer ermöglicht, dass vollständig psychologische Online-Therapiestunden bei der Krankenkasse eingereicht werden können. Nun wartet das Unternehmen rund um CEO Bernadette Frech mit einer neuen Aktion auf.

Instahelp: Leistungsdruck und Belastung

Mit der Initiative „Mama, Papa, schau auf dich“ wurde eine österreichweite Kampagne lanciert, mit der der zunehmende Leistungsdruck bei Kindern und die oft übersehenen Belastungen der Eltern im Familienalltag in den Fokus gerückt werden sollen.

100 Kinder gegen Sturm

Der „Ankick“ der Kampagne war am Ostersonntag in der Grazer Merkur Arena, wo 100 Kinder gegen drei Profispieler – Mario Haas, Martin Ehrenreich und Gregory Wüthrich – des SK Sturm Graz antraten (Anm.: Die Kinder siegten).

Instahelp
© Instahelp – 100 Kinder traten gegen drei Sturm-Profis an.

Mit der Kampagne stellt Instahelp kostenlose Ressourcen zur Verfügung, um das Bewusstsein für mentale Gesundheit zu stärken, beispielsweise durch Videos für Kinder im Umgang mit Leistungsdruck sowie digitale Informationsangebote und Webinare, um Eltern im Umgang mit dem Mental Load, Überlastung und Emotionen zu stärken.

Instahelp: Mental Health zugänglicher machen

Ziel sei es, mentale Gesundheit für Familien einfach zugänglich und erlebbar zu machen: „Mama, Papa, schau! – das hören wir als Eltern gefühlt hundertmal am Tag“, weiß Frech. „Und natürlich schauen wir. Wir geben unser Bestes – immer. Aber wer schaut eigentlich auf die Mamas und Papas? Genau hier setzt unsere Kampagne an. Wir wollen Eltern stärken, weil starke Eltern die Basis für starke Kinder sind“, so die dreifache Mama.

“Mentale Gesundheit ist im Leben genauso wichtig und wertvoll wie die körperliche Gesundheit“, weiß auch Christian Jauk, Präsident des SK Sturm Graz. „Das versuchen wir zu fördern, nicht nur hier beim SK Sturm, sondern auch gesellschaftlich.“

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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