28.06.2024
PERSONALIE

Lisa Pallweber wird Managing Partner bei Hans(wo)men Group

"Die Beförderung kam früher als gedacht" und "Ich könnte mir niemanden anderen in dieser Rolle vorstellen." In höchsten Tönen kündigt Johann 'Hansi' Hansmann seine neue Managing Partnerin Lisa Pallweber an.
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Lisa Pallweber und Hansi Hansmann (c) Marcella Ruiz Cruz

Es gibt News rund um Österreichs wohl bekanntesten Business Angel Johann „Hansi“ Hansmann und dessen Hans(wo)men Group: Die bisherige Investment Managerin Lisa Pallweber, die vor zweieinhalb Jahren in ihrer Rolle an die Seite Hansmanns stieß, wird nun Managing Partner der Hans(wo)men Group. Pallweber wurde damit zu einer Führungsrolle innerhalb der Organisation befördert.

Anfang 2022 stieg Pallweber bei der Hans(wo)men Group ein (brutkasten berichtete). Aktuell zählt die Organisation 53 aktive Portfolio-Unternehme in 9 Ländern – und rund 120 Millionen Euro Assets Under Management (AUM). Die große Mehrheit – sprich 67 Prozent – davon liegen in Österreich, 13 Prozent in Spanien, gefolgt von jeweils 5 Prozent in Großbritannien und den USA sowie weiteren Ländern.

Verkündet wurden die News von Pallweber und Hansi Hansmann selbst auf der Social-Business-Plattform LinkedIn. Hansmann schreibt indes, dass er über die letzten 15 Jahre hinweg als Business Angel aktiv gewesen sei und sein Portfolio bis zum Jahr 2021 komplett selbst verwaltet habe. Nun entschied sich der Investor dazu, Aufbau und Struktur seiner Investmentgesellschaft zu ändern.

Beförderung „um Einiges früher, als ich gedacht habe“.

Über seine neue Managing Partnerin schreibt Hansmann: „Seit ihrem Start war Lisa die treibende Kraft beim Wachstum unseres Portfolios und hat durchweg außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Unterstützung unseres Startup-Portfolios in verschiedenen Phasen bewiesen.“ Und weiter: „Sie war ein wesentlicher Bestandteil bei der Gestaltung unserer Strategie. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie persönlich und beruflich wächst“, so der Business Angel auf LinkedIn.

Gegenüber brutkasten äußert sich Hansmann weiter positiv über seine neue Managing Partnerin: Pallweber habe sich in den „fast drei Jahren bei mir super entwickelt“. Die Beförderung „kommt um Einiges früher als ich gedacht habe“, so Hansmann gegenüber brutkasten. Und weiter: „Ich kann mir niemanden anderen in dieser Rolle vorstellen.“

„Arbeitet auf Augenhöhe“

Hansmann zufolge agiere Pallweber „unglaublich erfahren“ in ihrem Alter, „ist super mit Zahlen, verhandelt gut, hat ein großartiges Verhältnis mit den Gründern und Arbeitet mit mir auf Augenhöhe.“

Sein LinkedIn-Verkünder-Posting schließt Hansmann mit dem Ruf: „Die Welt zu erobern ist jetzt ein bisschen leichter geworden.“ Ein Indiz dafür, dass Pallweber in ihrer neuen Führungsrolle bislang Unbekanntes, aber Großes vorhaben könnte.

Erfahrung bei SpeedInvest, Uniqa und invest.austria

Auch Lisa Pallweber äußert sich auf der Business-Plattform LinkedIn zu ihrer neuen Rolle. Sie betitelt die „vergangenen Jahre“ bei der Hans(wo)men Group als „unglaubliche Reise, auf der wir mit unseren talentierten Gründern und gleichgesinnten Co-Investoren zusammengearbeitet haben“.

Erfahrung sammelte Pallweber unter anderem als Investment Analyst bei Speedinvest, bei Uniqa Ventures und ist unter anderem als Board Member bei invest.austria und Advisory Board Member bei Calm/Storm tätig.

Über LinkedIn spricht Pallweber besonderen Dank für das Vertrauen von Hansmann aus. Dessen Erfahrung als Unternehmer und Investor habe Pallwebers beruflichen Weg „wesentlich bereichert“ und ihren Horizont erweitert. „Ich schätze die Beziehung, die wir in den letzten drei Jahren aufgebaut haben, sehr und freue mich darauf, gemeinsam die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die wir uns für die Hans(wo)men Group gesetzt haben“, schließt Pallweber ihre Danksagung.

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(v.l.) Managing Director bei T-Systems Austria Peter Lenz und fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath | © Nick Rainer

Um fonio.ai wird es nicht still. Laut eigenen Angaben gehört das Startup zu den am schnellsten wachsenden in ganz Europa, im August knackte es die 10-Millionen-Dollar-ARR-Marke, wie brutkasten berichtete. Jetzt hebt das Unternehmen seine KI-gestützte Kundenkommunikation auf das nächste Level. Über die Plattform „T operated by fonio.ai“ von T-Systems, einer IT-Tochter der Deutschen Telekom, werden die Dienste von fonio.ai nun auch für Großkunden angeboten.

„KI-gestützte Telefonie entwickelt sich gerade zum Standard für jede Organisation, die dauerhaft erreichbar und damit wettbewerbsfähig bleiben möchte“, sagt Daniel Keinrath, CEO und Mitgründer von fonio.ai. Auf der Kundenliste von T-Systems finden sich Unternehmen wie die ÖBB oder Uniqa. Rege Nachfrage zeige sich aus Branchen wie Gesundheitswesen, Manufacturing und Bankwesen.

Die Voice-AI-Cluster von fonio.ai laufen dabei über die T Cloud der Deutschen Telekom, die verschiedene Cloud-Infrastrukturen und IT-Services bündelt. Alle fonio.ai-Kunden sollen somit in Zukunft von Zero Data Retention profitieren, einem Sicherheitsstandard, der bisher Enterprise-Umgebungen vorbehalten war.

„Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert nicht“

„Die aktuelle Challenge bei den größten Unternehmen ist, diese Unternehmen wirklich tief zu verstehen. Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert auf einem Enterprise-Level nicht mehr. Da haben wir auch gemerkt, dass es unbedingt einen Partner wie T-Systems braucht. Es macht einfach einen riesigen Unterschied, wenn man tief in die Systeme reingeht, ein ERP oder CRM tiefgründig connected, und der KI wirklich weitreichende Fähigkeiten gibt“, sagt Keinrath. Als eine der zentralen Herausforderungen beschreibt er, dass Großkunden höhere Anforderungen an die Security und Prozesse haben.

Datenschutz als zentrales Thema

„Wir haben uns für fonio.ai entschieden, weil das Produkt hochinteressant und gut ausgereift ist. Da ist einfach viel Know-how dahinter. Außerdem haben wir ein Verständnis für den europäischen Rechtsraum und daher selber ein Interesse, hier eben DSGVO-konform zu sein, die Normen einzuhalten“, sagt Peter Lenz, Chairman von T-Systems Austria, im brutkasten-Gespräch. Er erklärt: „Große Unternehmen wollen wissen: Wo liegen denn meine Daten? Ist das alles souverän? Befindet sich das in Europa, idealerweise auch in Österreich? Da haben wir jetzt eine gute Antwort drauf.“ T-Systems betreibt zwei Rechenzentren in Österreich.

Keinrath ergänzt: „Was OpenAI etc. machen: Sie lernen bei jedem Gespräch. Wir machen das nicht. Wenn 80, 90 Prozent der Kommunikation von Unternehmen über KI laufen, dann muss das von einem europäischen Player sein.“ Die KI von fonio.ai lerne durch Informationen, die Unternehmen der KI bewusst geben. AustrianStartups-Chefin Hannah Wundsam betont, dass Firmen in Europa durch die DSGVO und den EU AI Act sehr klare Regeln haben.

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