03.03.2026
ZAHLEN

refurbed erreicht 3 Mrd. Euro Außenumsatz und expandiert in 13 weitere Märkte

Die Zwei-Milliarden-Marke war im vergangenen April erreicht worden. Mit der Expansion verdoppelt refurbed seine geografische Präsenz und bedient nun in seinem Segment die meisten europäischen Märkte.
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Das refurbed-Gründertrio (v.l.): Peter Windischhofer, Jürgen Riedl und Kilian Kaminski | (c) refurbed

Wie aufmerksame brutkasten-Leser:innen wissen, hat das Wiener Scaleup refurbed ein aufregendes Jahr hinter sich. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen, das einen Marktplatz für generalüberholte Produkte betreibt, 20 Prozent der Belegschaft abgebaut. In den Monaten darauf folgten dann das Überschreiten der Zwei-Milliarden-Euro-Außenumsatz-Marke, das Erreichen der Profitabilität und schließlich eine 50-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde.

Nach Zwei-Milliarden-Marke im April 2025 nun drei Milliarden Euro Außenumsatz

Nun verkündete refurbed nicht nur das Erreichen der nächsten großen Außenumsatz-Marke, sondern auch den bislang größten geografischen Expansionsschritt der Unternehmensgeschichte. Nachdem im vergangenen April die Zwei-Milliarden-Marke überschritten wurde, stehe man nun bereits bei über drei Milliarden Euro Außenumsatz, heißt es vom Scaleup. Dabei handelt es sich um jene Summe, die bislang über den Marktplatz geflossen ist – der Unternehmensumsatz im eigentlichen Sinn ergibt sich primär aus den Margen, die refurbed mit den Verkäufen erzielt, und liegt somit deutlich niedriger.

Mehr als Verdopplung: Expansion in 13 Länder auf einmal

Der nun verkündete Expansionsschritt erfolgt gleich in 13 europäische Länder auf einmal: Spanien, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Litauen, Estland, Lettland, Bulgarien, Schweiz und Luxemburg. Die geografische Präsenz wird damit von elf auf 24 Märkte mehr als verdoppelt. Insgesamt leben in den Zielländern rund 486 Millionen Menschen. Man sei nun der Online-Marktplatz für refurbishte Produkte mit den meisten aktiven Märkten in Europa, heißt es vom Scaleup.

„Wir skalieren dort, wo unser Modell funktioniert“

„Diese Expansion ist ein bewusster nächster Schritt“, kommentiert Co-Founder Peter Windischhofer. „Nach Erreichen der Profitabilität und Sicherung frischer Investitionen investieren wir dort, wo wir klare Nachfrage und eine funktionierende Infrastruktur sehen. Wir skalieren dort, wo unser Modell funktioniert – und wir wissen, dass es funktioniert.“ Die Außenumsatzzahlen würden beweisen, dass sich ein zirkuläres Geschäftsmodell profitabel skalieren lasse.

Überproportionales Wachstum im Premium-Segment

Überproportional sei man zuletzt vor allem im Premium-Segment gewachsen, heißt es von refurbed. Dabei handelt es sich um Produkte mit dem Grading „exzellent“, die nicht nur wie neu funktionieren, sondern auch wie neu aussehen. Insgesamt sei dieses Segment in den vergangenen zwölf Monaten um 113 Prozent bei den Bestellungen und um 90 Prozent beim Anteil am Außenumsatz gewachsen. Zudem erweiterte refurbed sein Sortiment um zusätzliche Kategorien wie Baby & Kind in Deutschland und Österreich, Sport sowie Haushalt & Garten.

Große Marken an Bord

Verkauft werden unter anderem Marken wie Apple, Samsung und im Google im Consumer-Electronics-Bereich, Dyson, AEG und Kärcher im Haushaltsbereich oder woom-Kinderfahrräder. „Die Tatsache, dass Originalhersteller ihre eigenen Produkte refurbishen und dann über uns verkaufen, zeigt, dass es sich bei Refurbishment wirklich um eine eigene Konsumkategorie handelt, die auch Markenherstellern ermöglicht, ihre Produkte zirkulärer zu behandeln. Dadurch bilden sich weitere wirtschaftliche Anreize, hochwertige und gut reparierbare Produkte zu entwerfen“, sagt Windischhofer.

„Strukturelle Veränderung im Konsumverhalten“

Co-Founder Kilian Kaminski sieht gleichzeitig auch auf Konsument:innen-Seite „eine strukturelle Veränderung im Konsumverhalten“. „Nachhaltiges Wachstum ist kein Gegensatz zu wirtschaftlichem Erfolg. Die Kreislaufwirtschaft wird zum Mainstream – und Europa hat die Chance, global zu zeigen, dass Profitabilität und Nachhaltigkeit zusammengehen“, kommentiert der Gründer.

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Das R-Space-Team mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (8. v.l.) © R-Space

Das 2021 gegründete NewSpace-Unternehmen R-Space schließt die Vorbereitungen für seine erste kommerzielle Satellitenmission ab. Wie das Startup bekannt gab, soll der Satellit „AT-Astra“ im Herbst 2026 an Bord einer Spectrum-Rakete von Isar Aerospace, die erst kürzlich 270 Millionen Euro einsammelten, vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya abheben. „Es zeigt, dass Österreich kommerzielle Satelliten eigenständig entwerfen, bauen und fliegen kann“, zeigt sich CEO Carsten Scharlemann stolz.

IOD (In-Orbit Demonstration) Satellit AT-Astra © R-Space

Ride-Share-Modell und Technologie-Tests

R-Space, das vor kurzem seinen neuen Firmensitz am Flughafen Wien bezog, bietet einen durchgängigen Service für sogenannte In-Orbit-Demonstrationen an, um die Wartezeit auf Tests im All zu verkürzen, ein Konzept, das bereits beim Firmenstart im Fokus stand. Beim aktuellen Erstflug werden Experimente von drei Kund:innen befördert.

Konkret testen die beiden österreichischen Unternehmen Enpulsion (flüssiges Indium-Metall für Antriebe) und SunBooster (mikrometeoritenresistente Solarmodule) ihre Technologien im Orbit. Ebenfalls mit an Bord ist ein kompakter Sternsensor zur Trümmererkennung des portugiesischen Partners Synopsis Planet. Durch dieses „Ride-Share“-Modell liege der Preis laut dem CEO „deutlich unter den anderen kommerziell angebotenen Services.“ Konkrete Zahlen nennt das Startup nicht.

Auslastung und Markthürden

Schwarze Zahlen schreibt das rund zehnköpfige Team derzeit noch nicht. Laut Scharlemann sei es dafür noch zu früh, da in den kommenden Jahren weiter in die Servicekette investiert werden müsse.

Die Nachfrage für Folgemissionen ist dennoch vorhanden: Für das Jahr 2027 plant R-Space bereits zwei weitere Satellitenstarts, deren Kapazitäten bereits zu zwei Dritteln ausgebucht sind. Mehr Starts wären theoretisch denkbar, scheitern aktuell jedoch an den unflexiblen Rahmenbedingungen der Raumfahrtindustrie. „Hierfür ist der Launcher-Markt zu langsam und unflexibel“, so Scharlemann. Raketenstarts müssten meist 12 bis 24 Monate im Voraus gebucht werden, kurzfristige Slots seien eine Seltenheit.

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