28.04.2026
KRYPTO

Linzer Scaleup Blockpit und Bybit EU starten Kooperation

Der in Wien lizenzierte Krypto-Dienstleister Bybit EU kooperiert mit dem Linzer Steuertool-Anbieter Blockpit, um Nutzer:innen eine integrierte Lösung für ihre Krypto-Steuerberichterstattung bereitzustellen. Ziel der Partnerschaft ist es, die zunehmend komplexe steuerliche Erfassung von Transaktionen zu vereinfachen.
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Blockpit, ByBit
© zVg - Florian Wimmer (l.) und Georg Harer.

Bybit EU, der in Wien ansässige Krypto-Asset-Dienstleister, der nach der EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ (MiCAR) in Österreich lizenziert ist, gab heute eine strategische Partnerschaft mit dem Linzer Kryptosteuerscaleup Blockpit bekannt, das bereits über 700 Integrationen – darunter Krypto-Börsen, Wallets und DeFi-Protokolle – unterstützt.

Frist für Privatanleger-Steuererklärung endet im Juni

Ab sofort können „Bybit EU“-Nutzer:innen in 29 EU-Ländern die umfassend in die Plattform integrierte Lösung für ihre Steuerberichterstattung nutzen und ihren gesamten Transaktionsverlauf mit Blockpit verknüpfen. Die Frist für die eigene Steuererklärung für Privatanleger endet in Österreich am 30. Juni 2026.

Mit der strategischen Partnerschaft soll den Kryptoinvestoren auf Bybit EU der direkte Zugang zu einem umfassenden Paket an Tools bereitgestellt werden, die speziell für die Steuerberechnung auf dem europäischen Markt entwickelt wurden.

„Bybit EU entwickelt sich als Plattform stetig weiter und die von uns integrierten und entwickelten Funktionen spiegeln die Bedürfnisse unserer Nutzer wider. Es sind Investoren, die langfristig denken, ihr Portfolio ernst nehmen und sich eine Infrastruktur wünschen, die diese Ambitionen unterstützt und vorantreibt“, sagt Georg Harer, Co-CEO bei Bybit EU. „Die Partnerschaft mit Blockpit ist Teil dieses Engagements.“

Blockpit-CEO: „Integration von Blockpit stellt Nutzern Werkzeuge bereit“

„Die Berechnung der Steuerlast auf den Handel mit Kryptowährungen stellt nach wie vor eine der komplexesten Herausforderungen für Anleger in Europa dar. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in den EU-Mitgliedstaaten entwickeln sich stetig weiter und von den Anlegern wird zunehmend erwartet, dass sie genaue Aufzeichnungen über ihre Handelsaktivitäten mit digitalen Assets führen“, heißt es per Aussendung.

Florian Wimmer, CEO von Blockpit, betont in diesem Sinne, dass die Breite des Produktangebots von Bybit EU für die Partnerschaft von zentraler Bedeutung war: „Bybit EU bietet eine vielfältige Palette an Finanzinstrumenten im Kryptobereich. Spot-, Margin- und Earn-Produkte sowie vieles mehr. Diese Vielfalt bringt eine große Komplexität und zahlreiche Herausforderungen für jeden Anleger mit sich, der den Überblick über seine Transaktionen behalten will. Die Integration von Blockpit stellt den Nutzern von Bybit EU die Werkzeuge bereit, diese Komplexität zentral und über alle Anlageklassen hinweg zu bewältigen.“

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(v.l.) Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind für den Bierlein-Preis 2026 nominiert.

Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis geht 2026 in die zweite Runde. Er zeichnet Frauen unter 35 für unternehmerische oder innovative Leistungen mit Österreichbezug aus. Aus rund 100 Bewerbungen haben das Wirtschaftsministerium (BMWET) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 35 junge Frauen in die Shortlist aufgenommen, darunter Gründerinnen, Forscherinnen und Führungskräfte.

Die Preisträgerinnen werden mit je 5.000 Euro in drei Kategorien prämiert: „Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge“, „Forschung, Innovation & Transfer“ sowie mit dem „Maria-Rauch-Kallat-Ehrenpreis für gesellschaftlichen Impact & Role Model“. Beim Ehrenpreis kommt zusätzlich ein Mentoring-Platz im „WoMentoring“-Programm des club alpha hinzu.

Unter den Nominierten sind auch mehrere Startup-Gründerinnen:

Antonia Riva-Frizberg (Lumetry): Lungenmonitoring für zu Hause

Riva-Frizberg gründete im März 2022 gemeinsam mit Christian Neubauer das Grazer Medtech Lumetry Diagnostics. Das Startup entwickelt Geräte, mit denen Patient:innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma ihre Lungenvitalität zu Hause messen können. Langfristig will man auch Menschen mit Lungenentzündungen oder Long Covid helfen. 2023 sammelte das Team ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“ ein. Prototypen gibt es bereits, gelauncht soll das Produkt laut Website noch 2026 werden.

Vor der Gründung war Riva-Frizberg unter anderem bei der Innovations-Beratung Pioneers als auch beim Zyklustracker-Startup breathe ilo beschäftigt, das 2023 Konkurs anmeldete.

Das Produkt soll noch 2026 gelauncht werden. © Lumetry

Theresa Kohl (DiLT Analytics): Energie sparen mit Gebäude-Software

Kohl ist Mitgründerin und CEO von DiLT Analytics, einem 2021 gegründeten Spin-off der TU Graz. Die Software soll Ineffizienzen in Gebäuden sowie in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen erkennen und den Energieverbrauch senken. Aktuell entwickelt das Team sein neues Produkt „FaciliMind“, eine KI-basierte Softwareplattform zur datenbasierten Optimierung von Energieeffizienz und Betriebskosten in Gebäuden. Das System benötigt laut eigenen Angaben keine neuen Sensoren, sondern dockt an bestehende Leitsysteme an und deckt dort Fehlsteuerungen auf.

Unterstützt wurde das Startup unter anderem durch FFG-Förderungen und konnte bereits Pilotprojekte mit Partnern wie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) umsetzen. Vor der Gründung war Kohl unter anderem bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und als Projekt- und Innovationsmanagerin bei der Energie Agentur Steiermark tätig.

Johanna Marie Reinedahl (WeGait): Exoskelett für die Reha

Reinedahl ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeGait FlexCo. Das Robotik-Startup entwickelt ein Exoskelett für die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung, das Abläufe in Rehazentren effizienter machen soll. Unter dem ehemaligen Namen Nexo Skeleton wurde das Startup als eine der ersten beiden Beteiligungen von WU Ignite Ventures aufgenommen.

Im Juli 2026 benannte man sich in WeGait um. Reinedahl war vor der Gründung außerdem ein Jahr als Venture Capital Investment Analyst bei Arax Capital Partners tätig.

Sara Kapeller (twistor): Schneeräumung per System

Kapeller gründete 2025 die twistor GmbH im Vorarlberger Bludenz. Den Anstoß dazu gab eine persönliche Erfahrung: Eine tonnenschwere Dachlawine ging direkt von dem Haus ihres Großvaters ab. Daraufhin entwickelte sie ein automatisiertes Schneeräumungssystem für Gebäude und Photovoltaikanlagen, das laut Unternehmensangaben seit 2024 patentiert ist.

Die Lösung richtet sich vor allem an Eigentümer:innen von PV-Anlagen in schneereichen Regionen. Der doppelte Vorteil: Die kontrollierte Räumung beugt nicht nur gefährlichen Personen- und Sachschäden vor, sondern sichert auch in den Wintermonaten den Stromertrag der Solarmodule. Das System ist nach Firmenangaben bereits serienreif und unter anderem auf dem Dach der Aletsch Arena auf der Schweizer Riederalp im Einsatz.

Der twistor befreit Dächer und PV-Anlagen von Schneemassen. © twistor

Die Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.

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