08.10.2020

Lange Nacht der Forschung findet heuer digital statt

Heuer wird unter dem Motto "Digital Transformation" die Lange Nacht der Forschung digital über die Bühne gehen. Aus allen neun Bundesländern werden am 9. Oktober über 600 Beiträge online zu sehen sein.
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Lange Nacht der Forschung, digital transformation, digital, Forschung, FH St. Pölten
(c) FH St. Pölten - Die Lange Nacht der Forschung wartet heuer mit einem großen Online-Angebot auf.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Lange Nacht der Forschung dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Aus diesem Grund wird heuer entsprechend dem Motto „Digital Transformation“ ein Ausschnitt des Programms ausschließlich virtuell angeboten. Aus allen neun Bundesländern werden über 600 Beiträge online zu sehen sein. Am 9. Oktober 2020 gibt es ab 14 Uhr rund 50 Live-Streams, die dem interaktiven Charakter der LNF entsprechen. Das gesamte Online-Programm steht dann bis zum 30. Dezember zur Verfügung.

Lange Nacht der Forschung mit VR-Training des Roten Kreuz

Neben den Live-Streams gibt es noch Online-Präsentationen, wie jenen der FH St. Pölten, die Einblicke unter anderem ins Virtual-Reality-Training für das Rote Kreuz, Blockchain-Technologie und die digitalen Betreuung von Senioren bieten.

„Die Bedeutung von Wissenstransfer und Wissenschaftsvermittlung in einem möglichst engen Austausch mit unserer Gesellschaft und der Wirtschaft zeigt sich in der aktuellen Zeit besonders deutlich. Gerade jetzt ist es uns auch bei Transferformaten wichtig, dass sie nicht abgesagt, sondern in abgewandelter Form abgehalten werden. Im Zuge der Langen Nacht der Forschung setzen wir diesbezüglich einen wichtigen Akzent, der spannende neue Wege aufzeigt“, sagt Hannes Raffaseder, Chief Research and Innovation Officer der FH St. Pölten.

Wie im 3D-Computerspiel

Ein besonderer Programmpunkt dabei ist eine virtuelle Simulation. Weil das FH-Gebäude während des Lockdowns im Frühjahr nicht zugänglich war, haben es Gaststudierende virtuell nachgebaut. Besucher können daher wie in einem 3D-Computerspiel online das Gebäude erkunden, Stationen der Forscherinnen besuchen und auch andere Gäste treffen. Virtuell nachgebaut wurde die Fachhochschule auf der Plattform Mozilla Hubs.

Die lange Nacht der Forschung wird zudem mit zahlreichen Videos über aktuelle Forschungsprojekte, sowie mit Interviews mit heimischen Forscherinnen und Forschern aufwarten. Virtuelle Führungen durch Labore und Forschungseinrichtungen sind da ebenso inkludiert, die einen Blick hinter die Kulissen der Forschung ermöglichen. Erklär-, Lehrvideos und Live-Demonstrationen werden zudem auf verständliche Art und Weise darstellen, wie Forschung funktioniert. Daneben wird es auch einige interaktive Formen wie Online-Quizze, Spiele oder Apps geben. Das Streaming-Programm findet man hier.

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Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter
Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter

Nach der Wahl in den UNO-Sicherheitsrat strebt die Bundesregierung nach dem nächsten Coup. Österreich soll in Fragen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten. Das verkündete heute Bundeskanzler Christian Stocker. Der konkrete Vorschlag: Es soll ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien entstehen. Der Vorschlag wurde von Staatssekretär Alexander Pröll beim virtuellen internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle von Frontier-KI-Modellen eingebracht. Das Treffen hat auf Initiative der Regierungschefs Finnlands und Norwegens stattgefunden.

„Fürchten wir uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben wir ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen kann dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten“, sagt Stocker

Wien als „der richtige Standort“

Die Bundesregierung sieht Wien als idealen Standort an. Mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der CTBTO-Vorbereitungskommission sei die Stadt bereits Sitz von Institutionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit komplexen Technologien behandeln und langjährige Erfahrung mit multilateralen Verfahren und Standards haben.

„Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ergänzt: „Österreich setzt sich konsequent für klare Grenzen und international verbindliche Regeln für KI-Waffen ein. Als einer der vier UNO-Amtssitze wäre Wien bestens als Standort für ein internationales KI-Zentrum geeignet.“

Treffen mit Hinton und Steinberger

Heute Abend trifft Stocker gemeinsam mit Staatssekretär Alexander Pröll den Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und Peter Steinberger, der mit OpenClaw weltweite Bekanntheit erlangte. „Wir sprechen über unsere Initiative, über internationale Regeln für KI und darüber, wie Österreich bei dieser Zukunftstechnologie vorne mit dabei ist“, schreibt Stocker auf X. Hinton und Steinberger sind Gäste von TEDAI in der Wiener Hofburg.

Österreich im KI-Zeitalter

KI scheint im Bundeskanzleramt präsenter denn je zu sein, denn Pröll möchte zum Thema „Österreich im Zeitalter von KI“ am 19. November Stellung nehmen. Der Staatssekretär lädt zu einer Grundsatzrede in die Österreichische Nationalbibliothek ein, bei der er über eine der „größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit“ sprechen wird.

„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten, entscheiden, schaffen und denken. Was bedeutet das für uns Menschen und was bedeutet es für Österreich?“, heißt es in der Aussendung.

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AI Summaries

Lange Nacht der Forschung findet heuer digital statt

  • Aufgrund der Pandemie kann die Lange Nacht der Forschung heuer nicht wie gewohnt stattfinden.
  • Aus diesem Grund wird heuer entsprechend dem Motto „Digital Transformation“ ein Ausschnitt des Programms ausschließlich virtuell angeboten.
  • Neben den Live-Streams gibt es noch Online-Präsentationen, wie jenen der FH St. Pölten, die Einblicke unter anderem ins Virtual-Reality-Training für das Rote Kreuz, Blockchain-Technologie und die digitalen Betreuung von Senioren bieten.
  • Die lange Nacht der Forschung wird zudem mit zahlreichen Videos über aktuelle Forschungsprojekte, sowie mit Interviews mit heimischen Forscherinnen und Forschern aufwarten.
  • Virtuelle Führungen durch Labore und Forschungseinrichtungen werden einen Blick hinter die Kulissen der Forschung ermöglichen.

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