03.02.2020

Knickbox: Der faltbare Getränke-Karton mit 80% weniger Müllvolumen

Am Dienstag den 4. Feber startet die Startup-TV-Show "2 Minuten 2 Millionen". In der ersten Folge der mittlerweile siebten Staffel wird unter anderem auch das Startup "Knickbox" zu sehen sein, das einen faltbaren Getränkekarton entwickelt hat.
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Knickbox
(c) Knickbox / Collage by bk

Morgen ist es wieder soweit: Am Dienstag startet auf PULS 4 die mittlerweile siebte Staffel der Startup-TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Eines der pitchenden Startups ist Knickbox rund um den Gründer Hermann Schlattner.

Bei Knickbox handelt es sich um einen faltbaren Getränkekarton. Das besondere daran: Durch ein ausgeklügeltes Falz-System lässt sich der Karton in sekundenschnelle zusammenfalten. Dadurch soll sich das Müllvolumen um 80 Prozent reduzieren.

+++Live Stream, Porträts und Hintergründe zu 2 Minuten 2 Millionen+++

CO2-Einsparung und Business-Modell

Der Gründer verfolgt mit seiner Lösung ein klares Umweltziel. Durch die Reduzierung des Müllvolumens sollen nämlich LKW-Fahrten und eine Menge CO2 eingespart werden. Auf der Website des Startups rechnet Knickbox vor, dass bei 180 Milliarden Verpackungen pro Jahr rund 110.000 Fahrten eingespart werden könnten.

Das Startup möchte zudem den deutschen Markt in Angriff nehmen. 2019 wurden im Nachbarland laut Knickbox rund fünf Milliarden Getränke-Packungen produziert. Bei der Zielvorgabe von zirka einem Prozent Marktanteil würde dies rund 50 Millionen Verpackungen entsprechen. Als Ertrag gibt Knickbox rund drei Cent pro Stück an. Sofern die Rechnung aufgeht würde sich der Jahresumsatz auf 1,5 Millionen Euro belaufen.

Knickbox
(c) Knickbox

Knickbox: Patentierung & Usability

Eine Patentierung des Falz-Systems sei laut dem Gründer bereits erfolgt. Neben der Einsparung hinsichtlich des Müllvolumens wurde zudem auf die Usability geachtet. So zeigt beispielsweise der Getränke-Karton immer den aktuellen Füllstand an.

Zudem verfügt die Verpackung über einen Verschluss, der ähnlich einer Herzklappe funktioniert. Die Verpackung bleibt daher immer verschlossen. So sollen Insekten von süßen Säften abgehalten werden.

Durch einen leichten Druck auf die Box und ein Drinkglas soll die Entnahme des Inhalts ohne viel Kraftaufwand erfolgen. In diesem Zusammenhang verweist das Startup auf ältere Menschen mit Beeinträchtigung oder Kinder.

Brutkasten Berichterstattung zu „2 Minuten 2 Millionen“

Ob Knickbox in der ersten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ die Investoren überzeugen kann, wird sich morgen um 20:15 auf PULS4 zeigen. Der brukasten wird die aktuelle Staffel wieder mit ausreichend Berichterstattung mitverfolgen und Hintergrundgeschichten zu den wichtigsten Investments liefern.


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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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