18.06.2020

23 Millionen Euro: capital300 investiert mit Partnern in Rückenschmerz-Startup Kaia Health

Die App von Kaia Health hilft bei der Bekämpung chronischer Rückenschmerzen. Nun bekommt das deutsche Startup frisches Kapital - unter anderem aus Österreich.
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Peter Lasinger, capital300, investiert mit Partnern in Kaia Health.
Peter Lasinger, capital300, investiert mit Partnern in Kaia Health. (c) Patrick Münnich | www.patrickmuennich.com

Das ursprünglich in München gegründete Startup Kaia Health hat eine 23 Millionen Euro schwere Investmentrunde abgeschlossen. Zu den Lead Investoren gehören der in Wien ansässige VC-Fonds capital300 sowie der acht Milliarden Dollar schwere VC-Fonds Idinvest und der Profi-Golfspieler Rory McIlroy. Weiters nehmen die Investoren Balderton Capital und Heartcore Capital an der Finanzierungsrunde teil. Bisher hat Kaia Health eine Finanzierung in Höhe von 50 Millionen Dollar aufgestellt.

Kaia Health: Eine App gegen Rückenschmerzen

Kaia Health adressiert dabei ein Problem, mit dem Menschen während des Corona-Lockdown aufgrund von Bewegungsmangel wohl öfter zu kämpfen hatten: Chronische Rückenschmerzen. Über eine App für iOS und Android werden dabei entsprechende Übungen vermittelt, die gegen die Rückenschmerzen helfen. Das per se wäre noch nicht der große Wurf, schließlich gibt es zahlreiche Fitness-Apps auf dem Markt.

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Doch Kaia kann mehr. Dank eines Patents kann die App ein Motion-2D-Tracking per Smartphone durchführen, welches wiederum mit einer Videodatenbank chronischer Rückenschmerz-Patienten abgeglichen wird. Dadurch können wiederum die richtigen Empfehlungen für die Patienten abgeleitet werden. Ergänzend zur Behandlung von Rückenschmerzen werden inzwischen weitere Therapien angeboten, etwa zur Behandlung von chronischer obstruktiver Lungenerkrankung  – diese Patienten gehören unter anderem zur Corona-Risikogruppe.

Wenig überraschend hat somit unter anderem das Produkt per se die Investoren überzeugt. „Kaias Mission, Algorithmen und Mobiltelefone zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen zu nutzen ist überwältigend,“ sagt etwa Peter Lasinger, Partner capital300: „Das Team validiert die Wirksamkeit mit einem wissenschaftlichen Ansatz, der normalerweise nur in Pharmaunternehmen zu finden ist.“

Video: Kaia Health in der Anwendung

Rückenschmerzen als gewaltiger globaler Markt

Ein anderes Thema ist das Marktpotenzial für digitale Therapien. So zitieren die Unternehmen eine Studie, laut welcher dieser Markt im Jahr 2026 9,64 Milliarden Dollar schwer sein soll. Schon jetzt leiden mehr als drei Milliarden Menschen an chronischen Krankheiten, und der Markt für die Behandlung chronischer Rückenschmerzen hat 2017 einen Umsatz von 69 Milliarden Dollar generiert.

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Mit 70.000 monatlich aktiven Usern (MAU) ist Kaia derzeit einer der größten Anbieter im Bereich der digitalen Therapien. Der Ansatz ist dabei ein B2C-Zugang ebenso wie B2B2C, bei dem Partner die App an ihre Kunden weitergeben, beziehungsweise die Nutzungsgebühr zahlen. So gibt es Partnerschaften mit 20 großen US-Unternehmen – darunter Fortune500-Konzerne -, welche mit der App gegen musculoskeletale Schmerzen (MSK) kämpfen. Innerhalb Europas wird Kaias chronische Schmerztherapie bereits für 60 Millionen Patienten refundiert.

Foodora-Gründer setzen mit Kaia auf Rückengesundheit

Und dann wäre da noch jener Aspekt, der laut vielen Investoren der wichtigste bei einem Investment ist: Das Team. Denn die Kaia-Gründer Konstantin Mehl und Manuel Thurner hatten zuvor gemeinsam den Essens-Lieferdienst Foodora gegründet und einen erfolgreichen Exit hingelegt.

Mit Kaia haben sie nun ein Team aus 70 Vollzeitkräften, neben dem Headquarter in München gibt es ein weiteres Office in New York. „Der digitale Gesundheitsmarkt gewinnt viel und Patienten, Angehörige der Gesundheitsberufe und Kostenträger beginnen, die Vorteile von digitalen Therapien wie Kaia zu sehen,“ sagt Mehl über das Potenzial seines Produkts.

Wofür Kaia Health das Geld verwenden wird

Das frische Kapital wird Kaia vielfältig verwenden. So werden die Gründer zum Beispiel in die Entwicklung von mehr Therapien gegen schwere chronische Krankheiten investieren und das Team in Nordamerika aufbauen. Zudem wird in das Computer Vision Team investiert, um „die weltweite Führungsposition bei der 2D-Bewegungsverfolgung zu halten“. Und schließlich wird auch in weitere klinische Studien investiert.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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23 Millionen Euro: capital300 investiert mit Partnern in Rückenschmerz-Startup Kaia Health

  • Das ursprünglich in München gegründete Startup Kaia Health hat eine 23 Millionen Euro schwere Investmentrunde abgeschlossen.
  • Zu den Lead Investoren gehören der in Wien ansässige VC-Fonds capital300 sowie der acht Milliarden Dollar schwere VC-Fonds Idinvest und der Profi-Golfspieler Rory McIlroy.
  • Weiters nehmen die Investoren Balderton Capital und Heartcore Capital an der Finanzierungsrunde teil.
  • Bisher hat Kaia Health eine Finanzierung in Höhe von 55 Millionen Dollar aufgestellt.
  • Kaia Health adressiert dabei ein Problem, mit dem Menschen während des Corona-Lockdown aufgrund von Bewegungsmangel wohl öfter zu kämpfen hatten: Chronische Rückenschmerzen.
  • Über eine App für iOS und Android werden dabei entsprechende Übungen vermittelt, die gegen die Rückenschmerzen helfen.

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  • Zu den Lead Investoren gehören der in Wien ansässige VC-Fonds capital300 sowie der acht Milliarden Dollar schwere VC-Fonds Idinvest und der Profi-Golfspieler Rory McIlroy.
  • Weiters nehmen die Investoren Balderton Capital und Heartcore Capital an der Finanzierungsrunde teil.
  • Bisher hat Kaia Health eine Finanzierung in Höhe von 55 Millionen Dollar aufgestellt.
  • Kaia Health adressiert dabei ein Problem, mit dem Menschen während des Corona-Lockdown aufgrund von Bewegungsmangel wohl öfter zu kämpfen hatten: Chronische Rückenschmerzen.
  • Über eine App für iOS und Android werden dabei entsprechende Übungen vermittelt, die gegen die Rückenschmerzen helfen.

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  • Bisher hat Kaia Health eine Finanzierung in Höhe von 55 Millionen Dollar aufgestellt.
  • Kaia Health adressiert dabei ein Problem, mit dem Menschen während des Corona-Lockdown aufgrund von Bewegungsmangel wohl öfter zu kämpfen hatten: Chronische Rückenschmerzen.
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