05.08.2021

Innovationsfeindliche Gesetze in Österreich | Editor’s Choice #39

In der neuen Folge unseres Podcasts "Editor's Choice" gehen wir anlässlich des Rückzugs des Selbstbedienungscontainer-Pioniers Hansagfood der Frage nach, ob die österreichischen Gesetze innovationsfeindlich sind. Außerdem sprechen wir über eine von Mastercard Austria beauftragte Studie zu E-Commerce in Österreich.
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Editor's Choice mit Dominik Perlaki (brutkasten), Piotr Kwasniak (Mastercard Austria), Dominik Meisinger (brutkasten)
Dominik Perlaki (brutkasten), Piotr Kwasniak (Mastercard Austria), Dominik Meisinger (brutkasten) | Fotos: brutkasten, Mastercard / der brutkasten / Collage von Julia Krainer

Innovationshindernis Rechtslage?

Der Selbstbedienungscontainer-Pionier Hansagfood hat zugesperrt. Die Schuld am Aus des Unternehmens gibt Gründer und Gemüsebauer Hans Goldenits der Rechtslage in Österreich, allen voran das Öffnungszeitengesetz. Nach einer Anzeige des Schutzverbandes gegen unlauteren Wettbewerb musste er Anfang 2021 die Öffnungszeiten einschränken. Hintergrund: Weil Goldenits nicht nur seine eigenen landwirtschaftlichen Produkte verkauft, gilt für ihn das Öffnungszeitengesetz – wie für alle Handelsbetriebe.

Goldenits versuchte dann noch zu argumentieren, dass seine Container Automaten wären und keine Läden – blieb aber erfolglos. In der aktuellen Folge von “Editor’s Choice” analysiert Dominik Perlaki, Chefredakteur von brutkasten Politics, im Gespräch mit Dominik Meisinger nun aus diesem Anlass, wie innovationsfeindlich die Gesetze in Österreich wirklich sind.

E-Commerce in Österreich

Außerdem sprechen wir über die durchaus überraschenden Ergebnisse einer umfassenden Studie zum Thema E-Commerce in Österreich. Dazu ist Piotr Kwasniak zu Gast, Director Business Development Digital bei Mastercard Austria, unserem Sponsor für diesen Teil des Podcasts. Wir behandeln dabei unter anderem die Frage, wie sich das Online-Shopping-Verhalten seit der Pandemie verändert hat, welche Zahlungsarten die Österreicherinnen und Österreich bevorzugen und sprechen über die Vorteile der Debit Mastercard bei Online-Käufen.

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(v.l.n.r.) Bernhard Tomasi (Raiffeisen Salzburg), Elias Danninger, Daniel Sigl (beide Dauntles) und Bernhard Wimmer (Raiffeisen Salzburg) | © RVS

Mit einer niedrigen sechsstelligen Eigenkapitalbeteiligung übernimmt das Raiffeisen Salzburg Startup eGen 6,67 Prozent der Dauntles GmbH, zu der die Marke optimizzer gehört. Das Flachgauer Startup unterstützt Unternehmen dabei, positive Bewertungen zu gewinnen und ihre digitale Reputation professionell zu managen. Das frische Kapital werde in die Skalierung des Geschäftsmodells sowie die Weiterentwicklung der Plattform fließen, heißt es in der Presseaussendung.

Optimizzer möchte „Software weiterentwickeln und noch mehr Unternehmen erreichen“

„Unsere Software zeigt, was Kunden schätzen, wo Potenzial liegt und wie das Unternehmen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern dasteht. Damit stärken Unternehmen ihre Reputation und erhöhen ihre Chancen, auch von KI-Systemen empfohlen zu werden. Das Investment von Raiffeisen Salzburg ermöglicht uns, unsere Software weiterzuentwickeln und noch mehr Unternehmen zu erreichen“, sagt Elias Danninger, Geschäftsführer der Dauntles GmbH. Das Unternehmen wurde 2021 gegründet.

NFC-Bewertungstools, QR-Codes und KI

Optimizzer, vormals Shoptimizer, ermöglicht mit NFC-Bewertungstools und QR-Codes die direkte Erfassung von Kundenfeedback. Die Software analysiere die Rückmeldungen, ermögliche Standortvergleiche und unterstütze Unternehmen mit datenbasierten Handlungsempfehlungen. Künstliche Intelligenz helfe bei der Beantwortung von Google-Bewertungen. Zu den Bewertungspartnern von optimizzer zählen neben der Raiffeisenbank Salzburg unter anderem das Café Landtmann und Remax Austria.

Optimizzer gehörte zu den ersten Unternehmen, die mit der Raiffeisen-Start-Up-Initiative zusammenarbeiteten. Die Beteiligung sei nun der nächste Schritt dieser Partnerschaft. „Optimizzer verbindet ein hochrelevantes Zukunftsthema mit einem klaren Kundennutzen und einem starken Gründerteam“, heißt es von Raiffeisen.

Investitionen seit 2023

Raiffeisen Salzburg engagiert sich seit 2023 im Startup-Bereich. „Unser USP ist, dass es keine fixen Pakete oder Bankprodukte gibt. Wir setzen vielmehr auf individuelle Lösungen, je nach Bedarf und Möglichkeiten. So kooperieren wir auf unterschiedlichsten Ebenen – mal in Form von klassischer Beteiligung, mal durch Aufnahme in unser Netzwerk oder durch die Zurverfügungstellung von Infrastruktur in unseren Räumlichkeiten im Techno-Z Urstein“, sagt Andreas Derndorfer, zuständig für Startups in der Geschäftsleitung des Raiffeisenverbands Salzburg.

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