30.08.2017

Indoo.rs erhält FFG-Funding für 1-Million-Euro-Projekt

Das Navigations-Startup indoo.rs hat eine Projektförderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) erhalten. Die staatliche Förderstelle übernimmt 70 Prozent der Million, die das neue Forschungsprojekt von indoo.rs kosten soll.
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indoo.rs hat eine neues Forschungsprojekt gestartet.

BUI – „Building Utilization Intelligence“ ist das Stichwort für das neue Forschungsprojekt von indoo.rs. Dabei geht es darum, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Besucher sich durch Gebäude bewegen, mit Gegenständen interagieren und von Umwelteinflüssen, wie etwa dem Wetter, gesteuert werden. Die Erkenntnisse darüber sollen dazu beitragen, die Gebäudeauslastung zu optimieren und für eine effizientere und nachhaltigere Nutzung der Ressourcen in den Gebäuden sorgen.

Redaktionstipps

Machine-Learning-Methoden im Einsatz

In Zusammenarbeit mit der TU-Wien möchte indoo.rs nun eigene Machine-Learning-Methoden entwickeln, um geeignete Daten erheben und analysieren zu können. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) habe die Notwendigkeit für eine BUI-Lösung erkannt, heißt es von idoo.rs. Sie unterstütze das Projekt daher mit etwa 700.000 Euro. Die Laufzeit soll zwei Jahre betragen. Auch Speedinvest,TechInvest und tecnet haben bereits in das niederösterreichische Startup investiert.

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Iono Robotics: Erster österreichischer humanoider Roboter vorgestellt

Das Linzer Deep-Tech-Startup Iono Robotics hat in der Tabakfabrik Linz seinen humanoiden Roboter „Workmate“ erstmals öffentlich präsentiert. Das System soll in zwei Jahren in Serienproduktion gehen und ist speziell für den industriellen Einsatz konzipiert. Erste Pilotkund:innen sind bereits an Bord.
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Erster Österreichischer humanoider Roboter © Iono Robotics

Der Plan ist aufgegangen: Im vergangenen Jahr kommunizierte das oberösterreichische Unternehmen Iono Robotics das Ziel, Mitte 2026 einen humanoiden Roboter herauszubringen – brutkasten berichtete. Das ist mit der aktuellen Live-Demonstration vor Industriepartnern und Investoren jetzt gelungen. Gründer und CEO Ümit Bas erklärte bei der Präsentation, dass das System für reale Arbeitsumgebungen und eine gesteigerte Produktivität entwickelt wurde, anstatt als bloßes Show-Modell für Laborumgebungen zu dienen.

Iono Robotics Gründer und CEO Ümit Bas mit „Workmate“ © Iono Robotics

Fokus auf Industrie und integrierte Drohnentechnik

Der Roboter soll zukünftig einfache und körperlich schwere Aufgaben in den Bereichen Industrie, Logistik, Handel und Service übernehmen, um Unternehmen beim Bewältigen des Fachkräftemangels zu unterstützen. Technisch setzt Iono Robotics auf ein modulares „Multi-Head“-Konzept: Im Kopf des Roboters befindet sich eine integrierte Drohne. Diese kann direkt aus dem System heraus starten, um die Umgebung aus der Luft zu erfassen, Fabrikhallen zu inspizieren oder das Sichtfeld über zusätzliche Sensorik zu erweitern.

Die Steuerung des Gesamtsystems erfolgt über die hauseigene Software-Plattform „Ionosphere“. Dieses geschlossene System aus Robotik-KI und Serverinfrastruktur soll eine sichere Datenverarbeitung im industriellen Umfeld garantieren und ist gezielt auf europäische Datensouveränität ausgelegt, wie es laut Unternehmen heißt.

Fahrplan zur Serienproduktion

Das Projekt befindet sich bereits in der praktischen Erprobungsphase. Auf Nachfrage verrät Gründer und CEO Ümit Bas, dass Iono Robotics bereits mit mehreren Pilotkund:innen zusammen arbeitet, darunter sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch namhafte Großunternehmen. Durch das direkte Feedback aus der operativen Praxis soll die Technologie in den kommenden Monaten gezielt weiterentwickelt werden.

Der wirtschaftliche Fahrplan des Startups steht ebenfalls fest: In zwei Jahren soll „Workmate“ in die Serienproduktion gehen. Der Anschaffungspreis wird sich dann im fünfstelligen Bereich bewegen. Laut Unternehmensangaben soll sich der Einsatz für Betriebe bereits innerhalb eines Jahres rentieren, da sich Unternehmen durch den Roboter-Einsatz laufende Kosten rund um Mitarbeitende einsparen können.

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