23.05.2022

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

Im Rahmen der Österreichischen Tourismustage verkündete das niederösterreichische Startup ibindo seine neue Partnerschaft mit Airbnb.
/artikel/ibindo-verkuendet-partnerschaft-mit-airbnb
Daniel Haas ibindo Airbnb
ibindo Co-Founder und CEO, Daniel Haas, im brutkasten-Interview über die neu verkündete Partnerschaft mit Airbnb. © brutkasten

Ob für private- oder Airbnb-Gastgeber:innen – im Zuge einer touristischen Vermietung sind in Österreich bestimmte Regeln zu folgen. Diese sind Kurzzeit-Vermieter:innen ein Dorn im Auge. Grund dafür: Die mit der Gästeregistrierung einhergehende Bürokratie und Zettelwirtschaft. Um der Meldepflicht nachzukommen, müssen Gäste ihre Daten auf Papier angeben und unterschreiben. “Das muss sich nun ändern”, sagte ibindo-Co-Founder und CEO, Daniel Haas und entwickelte eine Plattform, die dieses Problem zettelfrei löst. Das niederösterreichische Startup ermöglicht die digitale Erfassung von Gästeblättern. Mit seiner Idee hat Haas nicht nur für die Erleichterung des Melde-Prozesses gesorgt, sondern kürzlich auch Airbnb als Partner gewonnen. “Die Vorteile des digitalen Gästeblattes für unsere Hosts liegen auf der Hand”, sagt Ellen Madeker, Head of Public Policy für DACH, CEE und Russland bei Airbnb.

In Österreich müssen Kurzzeit-Vermieter:innen der Meldepflicht für Gäste nachgehen. Gibt es außer dieser Meldepflicht weitere Regulatoren, die verfolgt werden müssen? 

Daniel Haas: Ja, dieser Prozess endet nicht nur beim Gästeblatt. Gastgeber:innen müssen zudem eine monatliche Nächtigungsstatistik beim Magistrat oder bei der Gemeinde einreichen. Zusätzlich müssen sie eine Ortstaxe berechnen und bezahlen. Das Problem endet dennoch nicht hier. Viele Hosts haben Regale voll mit Ordnern, da diese Gästeblätter sieben Jahre lang aufbewahrt werden müssen. Das ist nicht nur ein kleines Problem, sondern entwickelt sich für Hosts auch zu einem Platzproblem.

Wie kann ibindo hiermit helfen?

Wir lösen dieses Problem, indem Hosts statt Zetteln einen Gästeblatt-Link nutzen und diesen an ihre Gäste senden. Der Gast füllt das Gästeblatt aus und unterschreibt mit dem Finger – wie beim Postboten. Somit wird jeder Gast in die Datenbank aufgenommen. Mit diesen Daten wird die monatliche Nächtigungs-Statistik automatisch erstellt und kann als Excel- oder PDF-Datei an die Gemeinde oder an das Magistrat gesendet werden. Auch die Ortstaxe wird somit automatisch ausgerechnet. 

Das bedeutet es gibt keine Zettel mehr, dafür aber mehr Zeit und weniger Bürokratie?

Vor allem die Bürokratie-Ersparnis ist enorm, besonders für größere Unterkünfte.

Im Rahmen der Tourismustage Österreich habt ihr eure neue Partnerschaft mit Airbnb verkündet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Eine Zusammenarbeit mit Airbnb war immer mein Traum. Deshalb habe ich auf LinkedIn eine Angestellte bei Airbnb angeschrieben und gefragt, ob das Unternehmen Interesse an unserem digitalen Gästeblatt hat, da viele Gastgeber:innen das Problem mit der Zettelwirtschaft in Österreich kennen. So sind wir ins Gespräch gekommen und haben uns im Frühjahr 2022 dazu geeinigt, gemeinsam durchzustarten. 

Daniel hat euch mit seiner Idee über LinkedIn kontaktiert. Warum hat ibindo euer Interesse geweckt? 

Ellen Madeker: Bei Airbnb ist es unser großes Ziel, das Leben der Gastgeber:innen zu erleichtern. Deshalb haben wir keine Berührungsängste, wenn es um neue und  innovative Lösungen geht. Wir sind ein globales Unternehmen, aber jeder Markt ist anders. So schließen wir entsprechende Partnerschaften in den jeweiligen Ländern der Gastgeber:innen und bleiben somit Hyper-Local. Genau aus diesem Grund war unser Interesse an einer Zusammenarbeit mit ibindo groß. Als Daniel meine Kollegin kontaktierte, haben wir seine Geschäftsidee intern diskutiert und die Vorteile seiner Lösung – digitale Gästeblätter für Gastgeber:innen – liegen auf der Hand. Da mussten wir nicht lange überlegen. 

Die Partnerschaft ist noch ganz neu. Wie schaut die Zusammenarbeit aktuell aus? 

Im Rahmen unserer Partnerschaft ermöglichen wir Wiener Gastgeber:innen, ibindo ein Jahr lang kostenlos zu nutzen. Die Idee ist, dass wir auch nach Ablauf dieser Aktion den Service für Gastgeber:innen vergünstigt anbieten. Wir starten erstmal mit Wien und werden eventuell zu einem späteren Zeitpunkt in anderen Bundesländern nachziehen.

Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Partnerschaft für Airbnb? 

Die Lösung spart Zeit und hilft den Gastgeber:innen, die in der Regel ihr eigenes Zuhause vermieten. Sie haben keine Marketing- oder Buchhaltungsabteilung und müssen ihre Rechnungen mit der Hand machen. Für sie zählt jede Minute, die sie einsparen können. Hier eine Erleichterung für sie zu schaffen, ist Airbnb ein großes Anliegen. 

Die Pandemie hat in den letzten zwei Jahren unser Leben in fast allen Lebensbereichen verändert. Gibt es somit auch neue Reisetrends?

Global gesehen ist die Zahl der Langzeit-Aufenthalte – damit meinen wir 28 Tage oder länger – im ersten Quartal 2022 so hoch wie nie zuvor. Daran sieht man, wie die Pandemie die Art des Reisens und Lebens verändert hat. Die Grenzen zwischen Reisen, Arbeiten und Leben verschwimmen. Viele arbeiten nun dort, wo wir normalerweise Urlaub machen. Gleichzeitig wurde unser Zuhause, wo wir sonst unsere Freizeit verbracht haben, zum Home Office. Aktuelle Daten zeigen, dass die Reisenden weltweit – aber auch in Österreich – verstärkt besondere, außergewöhnliche Unterkünfte suchen. Gefragt sind nicht alltägliche und authentische Erlebnisse. Ganz besonders im Trend sind in Österreich Bauernhöfe sowie generell Unterkünfte im ländlichen Raum.

Deine ungelesenen Artikel:
07.09.2026

GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten

Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
/artikel/go-shanghai-2027-global-incubator-austria
07.09.2026

GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten

Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
/artikel/go-shanghai-2027-global-incubator-austria

Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
E [email protected] | [email protected]

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

ibindo: Airbnb geht Partnerschaft mit Tourismus-Startup aus NÖ ein