31.08.2020

Höhle der Löwen: Deal für österreichisches Startup beim Staffelstart

In der neuen Staffel von "Die Höhle der Löwen" sorgte das oberösterreichisches Startup GRPSTAR für ein kleines Duell zwischen zwei Investoren, während eine Gründerin gleich aus fünf Einzelangeboten wählen konnte und damit für eine Premiere in der Sendung sorgte.
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(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - David Krusch (l.) und Manuel Kössl aus Schlierbach sorgten mit ihrem zweiteiligen Sportstollen aus Stahl und Aluminium dafür, dass sich ein F1-Weltmeister und ein Konzernchef um den Einstieg ins Startup bemühten.
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Beim Staffel-Start von „Die Höhle der Löwen“ durfte eine österreichische Beteiligung nicht fehlen. Manuel Kössl (37) und David Krusch (25) sind begeisterte Fußballer und wissen von einer der größten Problematiken der Balltreter: Ausrutschen. Um das zu verhindern, greifen Sportler seit jeher auf Stollen unter ihren Schuhen zurück.

Hollands Nationaltormann als Testimonial

Der Nachteil dabei laut den Gründern: Sie nutzen sich schnell ab und müssen ausgetauscht werden. Deshalb haben die beiden jungen Männer GRPSTAR gegründet. Die mehrteilige Ausführung der Stollen aus Aluminiumkörper und Edelstahl kann zu unterschiedlichen Höhen kombiniert und den Boden- und Wetterverhältnissen angepasst werden.

Durch die neu entwickelte Form soll das Produkt tiefer in den Boden eindringen, mehr Halt geben und die Fußsohle schonen. Auch wenn Kössl und Krusch ihre Erfindung bereits in der UEFA-Champions League im Einsatz sahen (bei Jasper Cillessen, dem Nationaltorwart von Holland), so gilt vor allem der Amateurbereich als ihre Zielgruppe. Die Forderung an die Löwen: 85.000 Euro für zehn Prozent Anteile.

Mehrere USPs bei GRPSTAR

Nach dem Pitch und erfolgreicher Demonstration, wie man die Stollen wechselt, stellte Handelsexperte Ralf Dümmel klar, dass es bereits unterschiedliche Größen gebe, allerdings nicht derart gesammelt als „Package“, wie es die Gründer anbieten.

Kössl und Krusch wiesen darauf hin, dass dies nicht der einzige USP des Startups sei. Keine Abnützungserscheinungen und eine speziell optimierte Stollengeometrie würden die Alleinstellungsmerkmal-Faktoren komplettieren.

Medien-Profi Georg Kofler stieg als erster aus. Er meinte, die Konkurrenz im Fußball-Schuh-Markt sei zu groß. Es folgte ein kurzer Diskurs über den Umsatz des Startups (55.000 Euro) und Marketing. Danach stiegen Wöhrl und Dümmel aus.

Erster Angebot in der Höhle der Löwen…

Neu-Löwe Nico Rosberg war der nächste in der Runde, der das Wort ergreifen musste, weil sich Konzern-Chef Nils Glagau zurückhielt. Nach einer Ermahnung von Kofler bot der Konzernchef schlussendlich Hilfe beim Marketing, Vertriebskanälen und 85.000 Euro für 24 Prozent.

…und das zweite.

Rosberg selbst zeigte sich überzeugt, viel mehr als Glagau helfen zu können: Er kenne etwa viele Bundesliga-Spieler, so seine Argumentation. Sein Vorschlag: 85.000 Euro für 25 Prozent Beteiligung.

Irritation bei der Jury wegen GRPSTAR

Die Gründer lehnten ab und bestanden darauf, nicht mehr als zehn Prozent abzugeben. Daraufhin verabschiedete sich ein irritierter Glagau, während Rosberg eindringlich nachfragte, ob die Gründer bei ihrer Einstellung sicher wären. Sie berieten sich nochmal, zögerten und boten dann für 85.000 Euro 19 Prozent.

Rückzug vom Rückzug

So war es nun an Nico Rosberg zu zögern. Während er herumüberlegte, schaltete sich Glagau wieder ein und sagte: „Ich mach das mit euch“. Es kam zu einem kleinen Wettkampf mit dem Formel 1-Weltmeister, der darin gipfelte, dass Rosberg für die geforderte Summe 20 Prozent verlangte. Die Gründer nahmen jedoch Glagaus Angebot an. Deal für GRPSTAR.

Yumbau: Dim Sums bei der Höhle der Löwen

Der zweite Auftritt bei die „Höhle der Löwen“ gebührte Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück. Mit Yumbau stellen die beiden Gründer fertige Dim Sums aus rein natürlichen Zutaten her. Die asiatische Spezialität wird mit regionalen Zutaten aus Deutschland zubereitet und ist in sechs verschiedenen Sorten erhältlich. Auch Großkunden, wie die Ritz-Carlton Hotelkette konnten die beiden Unternehmer bereits beliefern. Die Forderung an die Löwen: 300.000 Euro für 15 Prozent Beteiligung.

Höhle der Löwen
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück aus München präsentierten mit „Yumbau“ Dim Sum und Saucen.

Nach der Vorstellung gab es natürlich eine Yumbau-Kostprobe für die Investoren, die dann teilweise mit den scharfen Saucen zu kämpfen hatten. Nico Rosberg zeigte sich als großer Fan, auch Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl und Shoping-Queen Judith Williams lobten den frischen und guten Geschmack des Produkts.

Yumbau-Listung bei REWE

Da Yumbau bereits bei REWE-Süd gelistet ist und die Gründer einen Umsatz von über eine Million Euro anstreben, wollte Wöhrl wissen, wozu man denn einen Löwen überhaupt bräuchte. Brück erklärte, dass sie unbedingt bei der Steigerung der Bekanntheit und einer potentiellen Internationalisierung Hilfe von einem Experten suchten.

Harter Bereich Tiefkühlkost

Multi-Investor Carsten Maschmeyer stieg – mit viel Sympathie für das Duo – als erster aus. Ralf Dümmel meinte bei allem Lob, bei Tiefkühlkost könne er nicht hilfreich sein. Auch Wöhrl wusste, wie hart der Tiefkühlbereich umkämpft ist und entzog sich ebenfalls als mögliche Investorin.

Rosberg schloss sich an und ließ Williams als letzte Hoffnung über. Diese wurde jedoch nicht erfüllt, ihre Hochachtung vor der Kühlkette sei zu groß. Kein Deal für Yumbau.

flapgrip: Halterung fürs Smartphone für die Höhle der Löwen-Jury

Danach wagte sich flapgrip in die „Höhle der Löwen“. Das Startup des Influencers Philip Deml, der über 130.000 Follower auf Instagram verfügt, produziert eine multifunktionale Smartphone-Halterung. Sein Partner dabei: Co-Founder Cem Dogan.

flapgrip
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Philip Deml (l.) und Cem Dogan entwickelten eine multifunktionale Smartphone-Halterung.

flapgrip setzt auf Federstahl und Silikon

Mit flapgrip hat das Duo eine dünne und leichte Halterung entwickelt, die sich für jedes Handy eignen soll und sich per Klebstreifen anbringen lässt. Mit einem Fingerklick klappt ein dünner Metallstreifen aus Federstahl aus, der von einem Silikonflap ummantelt ist. Das soll einen stabilen Stand garantieren und für ein angenehmes Traggefühl in der Hand sorgen. Zudem ist es möglich, den flapgrip als „media-stand“ fürs Streamen und dergleichen zu verwenden. Die Gründer forderten 125.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile.

Ein alter Fehler der Pitcher…

Während sich zuerst Wöhrl und Williams etwas skeptisch über das Produkt äußerten, konnten die beiden Gründer die Zweifel beseitigen. Allerdings trat danach das stets wiederkehrende Problem mit der Firmenbewertung basierend auf potentiellen Märkten auf. Die Gründer begannen ihre hohe Bewertung bei 10.000 Euro Umsatz mit der Anzahl der möglichen Kunden in Deutschland zu argumentieren, was Carsten Maschmeyer genervt auf den Plan rief.

Konkurrenz zu stark?

Der Investor wies das Duo zurecht und lenkte den Diskurs erneut auf die Halterung und dessen Möglichkeiten. Als die Info kam, dass der Marktführer der Smartphone-Halterungen jährlich 60 Millionen Stück seines Produkts verkauft und zudem flapgrip bisher noch ohne Gebrauchsmusterschutz sei, stieg Maschmeyer aus. Der USP des Startups sei zu klein und nicht verteidigbar.

Druck von Glagau auf Gründer

Als danach Dümmel Interesse zeigte und nachhaken wollte, wurde er von Glagau unterbrochen. Der Konzernchef war überzeugt und bot 125.000 für 20 Prozent. Der Löwe knüpfte daran allerdings, wie bereits in Sendungen zuvor, die Bedingung, dass die Gründer prompt zuschlagen sollten, sonst sei der Deal nichtig.

Wöhrl zeigt leichten Ärger

Dümmel riet den Gründern dazu, nicht darauf einzugehen. Sie hörten dessen Worte und lehnten das Angebot ab. Daraufhin ergriff Wöhrl das Wort. Und zeigte sich verärgert. Sie sagte, sie wäre gerne als Investorin eingestiegen, allerdings nur mit Deml und nicht mit Dogan. Ihrem Gefühl nach stände der Löwe, mit dem er arbeiten wolle, für den Co-Founder bereits fest und dessen Name wäre Dümmel. Sie stieg aus.

Das Bauchgefühl der Löwin stimmte

Ralf Dümmel warb danach für sich und bezeichnete sich als den „richtigen Löwen“ für flapgrip. Er bot 125.000 Euro für 25 Prozent Beteiligung. Blieb aber nicht allein. Williams matchte das Angebot ihres Vorredners. Die Gründer folgten aber Wöhrls Bauchgefühl und nahmen Dümmel mit ins Boot. Deal für flapgrip.

ChargeX: Mehrfach-Ladestation für E-Autos

Bei ChargeX handelt es sich um eine intelligente Mehrfach-Ladestation für Elektroautos, die in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde. Das Team hinter den Gründern Tobias Wagner (25) und Michael Masnitza (26) beschäftigt sich seit 2017 mit dem Thema E-Mobilität und dem Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos. Denn täglich standen die beiden Gründer vor dem gleichen Problem: Zu wenig Ladestationen für die E-Gefährte.

Ausgezeichnetes Produkt

Masnitza hat sich bereits im Studium intensiv mit Energietechnik und der Integration von erneuerbaren Energien ins Stromnetz beschäftigt. Mit dem intelligentem Ladesystem „Aqueduct“ wollen sie die Ladeinfrastruktur verbessern, ihre Vision der Mobilitätswende verwirklichen und mehr Elektrofahrzeuge auf die Straßen bringen. Unterstützt im Future Mobility Incubator von Volkswagen, war der erste Prototyp bereits nach einem Jahr entwickelt. ChargeX erhielt zudem den Gründerpreis für „Smart City Innovation“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Charge X setzt auf „Smart Charging“

Das Besondere an Charge X: es können mehrere Autos gleichzeitig geladen werden, ähnlich wie bei einer Mehrfachsteckdose. Durch das intelligente System sei es möglich durch einen digitalen Assistenten die Ladeleistung individuell auf jedes Auto zu verteilen und so effizienter zu laden. Kurz: Abhängig davon welches Fahrzeug am schnellsten geladen werden muss, wird der Strom dementsprechend vom System verteilt.

Höhle der Löwen
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Tobias Wagner (l.) und Michael Masnitza versuchten mit „Charge X“, einer Mehrfachsteckdose für E-Autos die Höhle der Löwen-Jury für sich zu gewinnen.

Die erste Millionenforderung der Show

Das System der beiden Gründer sei zudem noch für Flughäfen, Tiefgaragen, Einkaufszentren, Park&Ride-Parkplätzen und Ähnlichem gut geeignet. Die Forderung: 1.000.000 Euro für 16,7 Prozent.

„Aqueduct“ für acht Autos

Um der Öffentlichkeit zu zeigen, was Elektroautos können, lebt Ex-Tesla-Mitarbeiter Wagner bereits seit über einem Jahr in einem E-Bus. Er und Masnitza haben Überlegungen angestellt, wie und wo man günstige Ladestationen implementieren kann. Und können mittels „Aqueduct“, mit nur einem Stromanschluss, bis zu acht Autos aufladen.

Beratung zweier Löwen

Als sich die Diskussion über Produktionskosten, 650 Euro in der Kleinserie, und den Preis für eine Achter-Ladestation von 8000 Euro drehte, standen Rosberg und Maschmeyer auf und berieten sich leise.

Zwei Absagen

Wöhrl erwähnte indes, dass es in ihrem Familienunternehmen auch Parkhäuser gebe, sie sich aber gerne auf Dinge einlasse, die sie verstehe. Deswegen stieg sie aus. Dümmel nannte die Lösung der Gründer sensationell, meinte aber er wäre nicht der richtige Investor. Ähnlich dachte Williams und ließ die beiden Männer, die sich angeregt unterhalten haben, zurück.

Doch kein Rennfahrer für E-Station

Die Gründer erklärten erneut ihre Vorteile, mussten aber zugeben, dass der Patentantrag noch im Laufen sei. Danach kam es zu einer zweiten Beratungsrunde von Rosberg und Maschmeyer. Das Ergebnis: Rosberg stieg aus, da ihm mit fehlendem Patent die geforderte Summe zu hoch war.

„Zu viel offen“ bei Charge X

Maschmeyer meinte darauf kryptisch, dass sie mit ihm als Investor viel Hilfe bekämen, aber wenig Freude hätten. Es sei noch zuviel offen. Auch er stieg aus. Kein Deal für Charge X.

gitti: Farbe statt Lack

Den Abschluss der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ bildete Jennifer Baum-Minkus aus Berlin. Die Gründerin hat mit gitti vegane und tierversuchsfreie Nagellacke auf dem Markt gebracht. Die Produkte des Startups gibt es in vielen verschiedenen Farben, auch Sets zur Nagelpflege werden bereits verkauft. Mit dem Motto „conscious beauty“ will gitti auch im Bereich von Kosmetika nachhaltige Produkte etablieren. Sie forderte 300.000 Euro für acht Prozent Anteile für ihre Nagelfarbe, die sie absichtlich nicht als Lack bezeichnet.

Höhle der Löwen, gitti
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer – Jennifer Baum-Minkus möchte mit „gitti“ und ihrem nachhaltigen Nagellack die gesamte Industrie auf den Kopf stellen.

Der Investor mit dem roten Finger

Nach der Vorführung, bei der die Gründerin ihren Enthusiasmus zur Veränderung der Branche bewies, lies sich Maschmeyer doch tatsächlich den kleinen Finger von Williams rot färben. Indes zeigte Baum-Minkus ihren veganen Entferner, der laut eigenen Angaben nach Likör rieche.

In neun Tagen 18.000 gitti-Stück verkauft

Die Gründer erzählte danach, dass sie damals noch im Wohnzimmer mit dem Launch ihres Onlineshops in knapp zwei Stunden ausverkauft war (700 Produkte) und dass sie im letzen Jahr insgesamt an neun Tagen gitti online zum Kauf angeboten habe; und dabei rund 18.000 Stück an die Frau gebracht hatte.

Maschmeyer bricht bei Höhle der Löwen sein Dogma

Je mehr die Gründerin sprach, desto größer wurde die Begeisterung für Baum-Minkus. Soweit, dass sogar Maschmeyer seine Prämisse nicht in Kosmetik zu investieren durchbrach und exakt das bot, was die Gründerin forderte. Dies war der Beginn von etwas, das die Höhle der Löwen bisher noch nicht gesehen hatte.

Eine Angebtoswelle für gitti

Kofler sah in gitti eine Weltmarke und bot ebenfalls 300.000 Euro für acht Prozent Beteiligung. Wöhrl stand um nichts nach und bot ebenfalls die gewünschte Summe zu den gleichen Konditionen.

Ralf Dümmel warb vor dem Angebot für sich und war der vierte Löwe, der mit 300.000 Euro einsteigen wollte. Danach flüsterte Maschmeyer seine Vermutung Williams zu, dass sich die Gründerin just in diesem Moment für Dümmel entschieden habe. Und riet ihr, „gut“ zu sein.

Williams nahm die Herausforderung an. Sie berichtete von in ihrem Kopf sprudelnden Ideen, wie man mit gitti weitermachen solle und wies darauf hin, dass ihr Herz für die Gründerin fest schlage.

gitti: Aus eins mach zwei

Damit kam Jennifer Baum-Minkus in den Genuss, zum ersten Mal in der Sendungsgeschichte fünf Einzelangebote zu erhalten. Nach der Beratung mit einem Partner kam die Gründerin mit einem alternativen Vorschlag zurück: Sie gab Judith Williams den Zuschlag und bot zusätzlich ein „50.000-Euro-Programm“ zur gleichen Bewertung (in dem Fall 1,33 Prozent Anteile) für weitere interessierte Investoren an. Wöhrl nahm an. Deal für gitti.



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Auch dieses Jahr schafften wieder einige heimische Unternehmen den Schritt vom Startup zum Scaleup und legten beeindruckende Wachstumsstorys vor. Und einige bereits etablierte Scaleups zeigten eindrücklich, dass ihre Wachstumsambition ungebrochen ist.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Scaleups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Scaleups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch Polestar unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Scaleups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

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Emerald Horizon

Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Auffallen ist gewiss eine der Stärken des Grazer Scaleups Emerald Horizon – sei es mit ausgerechnet diesem Produkt, Small Modular Reactors, im traditionell extrem atomkraftkritischen Österreich, mit Personalentscheidungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer oder mit dem dieses Jahr erfolgten ungewöhnlich frühen Börsengang. An der Wiener Börse wird das Unternehmen jedenfalls mittlerweile seit Monaten jenseits der Milliarden-Euro-Grenze bewertet und kann damit – je nach Definition – als Österreichs jüngstes Unicorn gesehen werden. Für die Entwicklung des Unternehmens gewiss noch entscheidender: Im August verkündete man, gemeinsam mit dem niederländischen Partner VDL Groep in die nächste Entwicklungsstufe des Small Modular Reactors zu gehen.

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Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion
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Das niederösterreichische SpaceTech-Scaleup Enpulsion rund um Gründer Alexander Reissner liefert Antriebssysteme für Nano- und Mikrosatelliten. Zu Jahresbeginn sicherte sich das Unternehmen eine 22,5 Millionen Euro schwere Series-B-Finanzierung, um die Produktionskapazitäten am Standort Wiener Neustadt deutlich zu erhöhen. Im August 2026 verkündete Enpulsion zudem die geplante strategische Übernahme der britischen Lift Me Off Ltd, um das eigene Produkt-Portfolio um chemische Antriebe für besonders agiles Manövrieren im Weltraum zu erweitern. Zusätzlich steht für diesen Herbst ein zentraler Meilenstein an: ein Orbit-Test der neuartigen Antriebstechnik an Bord des heimischen Satelliten AT-Astra.

fiskaly

fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly – das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Das 2019 gegründete Wiener Unternehmen fiskaly von Johannes Ferner, Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz macht Kassentransaktionen cloudbasiert und gesetzeskonform. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr, profitabel, mehr als 150 Mitarbeitende, rund 1.900 B2B-Kund:innen mit über einer Million POS-Systemen in acht EU-Ländern und Marktführerschaft in Deutschland. Im September folgte der nächste Schritt vom Scaleup zum Infrastrukturanbieter: Mit David Feichter holte fiskaly den Ex-CEO von orderbird als Co-CEO an Bord, ausgerechnet jenen Mann, der 2019 als allererster Kunde den Deal mit Ferner verhandelt hatte. Feichter verantwortet den operativen Betrieb, Ferner konzentriert sich auf Partnerschaften und weitere Akquisitionen in Europa.

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Das Founder-Team von Flinn | © Flinn
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Das 2023 gegründete Scaleup von Gründer Markus Müller entwickelt eine KI-gestützte Software, die regulatorische und qualitative Prozesse für MedTech- und Pharmaunternehmen automatisiert. Im Februar 2026 sorgte das Unternehmen mit einem Series-A-Investment von 20 Millionen Dollar für Aufsehen. Mit dem frischen Kapital treibt das Scaleup in diesem Jahr die gezielte Expansion auf dem US-Markt voran, um sich weltweit als Standard für regulatorische KI-Prüfungen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Zudem plant man eine erste eigene Kund:innenkonferenz, die über 200 internationale MedTech-Entscheider:innen nach Wien bringen soll.

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Wenn bei einem KMU niemand ans Telefon geht, übernimmt fonio.ai: Die KI-Agenten des erst 2024 gegründeten Wiener Startups von Daniel Keinrath und Matthias Gruber führen inzwischen rund zwei Millionen Anrufe pro Monat für über 7.000 Kund:innen. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab, angeführt vom Londoner Fonds 20VC bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro, ohne offiziellen Fundraise und ohne Pitch Deck. Im August knackte fonio.ai die Marke von zehn Millionen Dollar ARR – später folgte im Oktober die Marke von 15 Millionen Dollar. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt laut Keinrath inzwischen von außerhalb der DACH-Region, im September eröffnete das Startup unter anderem sein Büro in Barcelona als Hub für Südeuropa.

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Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Startup-Welt schreiben kann: Vor mehr als zehn Jahren gegründet, konnte Helferline über lange Zeit zwar eine ganze Zahl namhafter Referenzen vorweisen, der wirtschaftliche Durchbruch blieb aber aus. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate drastisch: Vor etwas mehr als einem Jahr stieg Hansi Hansmann als Investor ein. Seitdem holte man Großaufträge vom deutschen Telekom-Riesen O2, von Asus, von Starlink und weiteren. Aktuell befindet sich das Wiener Scaleup auf einem steilen Wachstumskurs und macht nach eigenen Angaben monatliche sechsstellige Gewinne.

Neoh

v.l.n.r.:  Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh
v.l.n.r.: Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh

Das Wiener Scaleup von Manuel Zeller konnte mit Süßigkeiten, die auf dem selbst entwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+ basieren, mittlerweile eine große Fangemeinde aufbauen, die auch über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Auch machte, Stand April 2026, das B2B-Geschäft bereits rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus, mit steigender Tendenz, wie Zeller erklärte. Dies und auch die Entwicklung einer gelungenen Bueno-Alternative sorgten dafür, dass eine Investmentgesellschaft aus Luxemburg namens Teseo Capital ins Scaleup einstieg. Dahinter steht die italienische Familie Ferrero, die mit Marken wie Nutella, Kinder und Ferrero Rocher den Süßigkeitenmarkt dominiert.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Das Innsbrucker Quantenunternehmen ParityQC von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser hat allein im heurigen Jahr einen 35-Mio.-Deal für den Bau eines mobilen Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium ergattert und im Rahmen der „EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Israel“ eine Kooperation mit dem israelischen Quantensoftware-Spezialisten Classiq gestartet. Zudem lieferte es im April einen deutlichen Beleg dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat. Gemeinsam mit IBM stellte man einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) auf. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM-Quantum-Heron-Prozessor realisiert, mit 52 supraleitenden Qubits statt der bisherigen 27 Ionenfallen-Qubits.

Reploid

Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Kein anderes heimisches Scaleup schaffte es dieses Jahr, in einer derartigen Regelmäßigkeit für Schlagzeilen zu sorgen. Das seit 2025 an der Wiener Börse gelistete Welser Insektenzucht-Unternehmen baute seine Führungsebene aus, eröffnete neue Expansionsmärkte, präsentierte neue Kund:innen, verkündete eine Übernahme und holte sich einen achtstelligen Wachstumskredit. Wiewohl die Geschäftszahlen bei genauerer Betrachtung etwas komplexer sind, als vom Scaleup dargestellt, steht fest: Reploid ist weiter voll auf Wachstumskurs. 

waterdrop

Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das Wiener Scaleup waterdrop von Henry Murray, Martin Murray und Christoph Hermann holte sich im Mai ein 100-Millionen-Euro-Investment. Zu den Investor:innen dieser Runde zählten Aspeya, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Schon im Jänner dieses Jahres verkündete das Scaleup seine Profitabilität. Zudem übernahm Jristian Cruz Limsico die Rolle des Global Creative Director, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte. Er verantwortet nun die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

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AI Summaries

Höhle der Löwen: Deal für österreichisches Startup beim Staffelstart

  • Beim Staffel-Start von „Die Höhle der Löwen“ durfte mit Grpstar auch eine österreichische Beteiligung nicht fehlen.
  • Es kam zu einem kleinen Duell zwischen Nico Rosberg und Nils Glagau um das heimische Startup.
  • Der zweite Auftritt bei die „Höhle der Löwen“ gebührte Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück mit Yumbau, tiefgekühlten Dim Sums.
  • Mit flapgrip präsentierten Gründer in der“Höhle der Löwen“ eine Multifunktionshalterung fürs Smartphone.
  • Bei ChargeX handelt es sich um eine intelligente Mehrfach-Ladestation für Elektroautos, die in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde.
  • Den Abschluss der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ bildete Jennifer Baum-Minkus aus Berlin. Die Gründerin hat mit gitti vegane und tierversuchsfreie Nagellacke auf dem Markt gebracht und sorgte für ein Novum in der Startup-Sendung.

AI Kontextualisierung

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Höhle der Löwen: Deal für österreichisches Startup beim Staffelstart

  • Beim Staffel-Start von „Die Höhle der Löwen“ durfte mit Grpstar auch eine österreichische Beteiligung nicht fehlen.
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  • Der zweite Auftritt bei die „Höhle der Löwen“ gebührte Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück mit Yumbau, tiefgekühlten Dim Sums.
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  • Beim Staffel-Start von „Die Höhle der Löwen“ durfte mit Grpstar auch eine österreichische Beteiligung nicht fehlen.
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  • Bei ChargeX handelt es sich um eine intelligente Mehrfach-Ladestation für Elektroautos, die in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde.
  • Den Abschluss der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ bildete Jennifer Baum-Minkus aus Berlin. Die Gründerin hat mit gitti vegane und tierversuchsfreie Nagellacke auf dem Markt gebracht und sorgte für ein Novum in der Startup-Sendung.

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Höhle der Löwen: Deal für österreichisches Startup beim Staffelstart

  • Beim Staffel-Start von „Die Höhle der Löwen“ durfte mit Grpstar auch eine österreichische Beteiligung nicht fehlen.
  • Es kam zu einem kleinen Duell zwischen Nico Rosberg und Nils Glagau um das heimische Startup.
  • Der zweite Auftritt bei die „Höhle der Löwen“ gebührte Hongmei „Ivy“ Zhang und Kevin Brück mit Yumbau, tiefgekühlten Dim Sums.
  • Mit flapgrip präsentierten Gründer in der“Höhle der Löwen“ eine Multifunktionshalterung fürs Smartphone.
  • Bei ChargeX handelt es sich um eine intelligente Mehrfach-Ladestation für Elektroautos, die in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde.
  • Den Abschluss der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ bildete Jennifer Baum-Minkus aus Berlin. Die Gründerin hat mit gitti vegane und tierversuchsfreie Nagellacke auf dem Markt gebracht und sorgte für ein Novum in der Startup-Sendung.

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