17.12.2015

Putz-Startup „Helpling“ verlässt Österreich

Nach einem eineinhalb-jährigen Intermezzo am österreichischen Markt legt das Berliner Putz-Startup "Helpling" eine Pause ein. Wie lange ist unklar.
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Das Berliner Putz-Startup "Helpling" legt eine Pause am österreichischen Markt ein. (c) screenshot helpling.at

Das Berliner Putz-Startup „Helpling“ zieht sich nach nur einenhalb Jahren vom österreichischen Markt zurück. Laut der offiziellen Version pausiert das Unternehmen und will sich auf seine Kernmärkte fokussieren. Genau Angaben wie lange die Pause sein wird gibt es von Unternehmensseite keine. Der Putzkräftevermittler arbeitet zur Zeit an einer technischen Weiterentwicklung seines Dienstes.

“Es war eine sehr spannende Erfahrung für uns, in Österreich rund anderthalb Jahre aktiv zu sein. Doch in Anbetracht der relativen Entwicklung und Größe des Marktes haben wir uns dazu entschieden, uns vorerst auf unsere Kernmärkte zu fokussieren. Es gibt weiter viele ungelöste Herausforderungen auf dem Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen: Schwarzmarkt, mangelnder Zugang zu Dienstleistern, Intransparenz”, erklärt Pressesprecher Philipp Hinz die Beweggründe die Geschäfte vorerst einzustellen.

+++Mehr zum Thema: Rocket Internet stagniert trotz steilem Wachstum+++

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Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger
Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger

Bereits 1967 gegründet, nutzen heute nach Unternehmensangaben rund 4.000 Anwender:innen in Österreich die Steuerberatungssoftware des Wiener Anbieters dvo Software. Die Lösung unterstützt Steuerberater:innen bei Kanzleimanagement, Honorarabrechnung, automatisierten Workflows, sicherer Kommunikation und Dokumentenmanagement sowie bei Finanzbuchhaltung, Steuern und Anlagenverzeichnis. Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, der Fokus liege auf Automatisierung, heißt es vom Unternehmen.

Marke, Team und Geschäftsführer bleiben

Nun gab die Firma die Übernahme durch den erheblich größeren polnischen Mitbewerber Symfonia Group bekannt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Marke, Team und Ausrichtung auf den österreichischen Steuerberatungsmarkt sollen unverändert bleiben. Auch die Geschäftsführer Rainer Haude und Richard Theiß bleiben in ihren Positionen und halten künftig Anteile an der Muttergesellschaft.

DACH-Einstieg für Symfonia

Symfonia hat mehr als 55.000 Kunden, darunter 6.700 Steuerberatungskanzleien. „Mit dvo Software betritt Symfonia erstmals den DACH-Raum, und wir beabsichtigen, hier weiter zu wachsen“, kommentiert Piotr Ciski, CEO der Symfonia Group. „Dvo kennt die Anforderungen österreichischer Steuerberatungskanzleien genau. Wir bringen Know-how im Bereich Technologie sowie der Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen mit.“

„Interessante Chancen“ im österreichischen Markt

Und Rainer Haude, Geschäftsführer von dvo Software, sagt: „Wir teilen Symfonias Fokus auf die Steuerberatungsbranche und das Ziel, die Produktivität in Steuerberatungskanzleien durch intelligente Software erheblich zu steigern. Wir können nun unser ohnehin schon ehrgeiziges KI-Investitionsprogramm bei dvo Software mit noch größerer Dynamik vorantreiben.“ Der österreichische Markt befinde sich derzeit in einer teilweise durch den Rückzug des deutschen Anbieters Datev hervorgerufenen Umbruchsphase und biete daher „interessante Chancen“.

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