27.05.2019

Group Vaults: Revolut startet Gruppen-Spar- und „Schnorrer“-Feature

Mit Group Vaults vereinfacht das Londoner FinTech Revolut das Almosen Sammeln (bzw. gemeinsame Sparen) innerhalb von Familie und Freundeskreis.
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Group Vaults - Revolut
(c) fotolia.com - New Africa

Das Prinzip der bei Revolut bereits vor einiger Zeit eingeführten (zinsfreien) „Vaults“ (Dt.: Tresor) ist simpel: „Ungerade“ Beträge bei Zahlungsvorgängen können aufgerundet und der Differenzbetrag in ein „digitales Sparschwein“ eingelegt werden. Auf die gleiche Weise funktionieren auch die nun eingeführten Group Vaults. Bloß das, wie der Name schon sagt, mehrere Leute daran beteiligt sind.

+++ Fokus-Channel: FinTech +++

„Payment-Äquivalent eines Gruppen-Chats“

„Nach dem großen Erfolg unserer Vault-Funktion wurden wir mit Anfragen von Tausenden von Kunden in unserer Community überhäuft, die nach einer einfacheren Möglichkeit fragten, gemeinsam mit Familie und Freunden zu sparen. Group Vaults sind das Payment-Äquivalent eines Gruppen-Chats – sie sind einfach zu erstellen, es ist einfach mitzumachen, man kann sie einfach verlassen und die Gruppe einfach wieder schließen“, kommentiert Ed Cooper, Head of Mobile bei Revolut, in einer Aussendung.

Group Vaults: „von Mama Schnorren“ leicht gemacht

Man könne kaum erwarten zu sehen, was die Kunden damit machen, sagt Cooper. Revolut gibt jedoch schon ein paar „Anregungen“. So könne man mit dem Feature etwa einfach für Rechnungen im Haushalt, Gruppengeschenke oder den nächsten Urlaub sparen. Sprich: Schnorren in der Familie und im Freundeskreis soll so einfach wie nie werden. Schließlich wird es Mama und dem reichen Onkel leichter fallen, täglich zwei Euro springen zu lassen, als monatlich 60 Euro auf einmal.

US-Launch (wieder einmal) in den kommenden Monaten geplant

Die Vault-Funktion sei übrigens bereits sehr gut angenommen worden, heißt es von Revolut. Seit dem Launch im April 2018 seien mehr als eine Million digitale Sparschweine erstellt worden. Mehr als 75 Millionen Pfund (85 Millionen Euro) seien damit bislang gespart worden. Für die kommenden Monate wurde von Revolut gleichzeitig eine Reihe weiterer Produkt-Launches angekündigt, darunter die Einführung von Apple Pay, die Konkurrent N26 bereits vor einiger Zeit hinter sich brachte. Auch die Ankündigung der US-Expansion „in den kommenden Monaten“ wurde in der Aussendung einmal mehr aufgewärmt.

⇒ Mahr Infos zum neuen Produkt auf der Revolut-Page

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Das 2021 gegründete NewSpace-Unternehmen R-Space schließt die Vorbereitungen für seine erste kommerzielle Satellitenmission ab. Wie das Startup bekannt gab, soll der Satellit „AT-Astra“ im Herbst 2026 an Bord einer Spectrum-Rakete von Isar Aerospace, die erst kürzlich 270 Millionen Euro einsammelten, vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya abheben. „Es zeigt, dass Österreich kommerzielle Satelliten eigenständig entwerfen, bauen und fliegen kann“, zeigt sich CEO Carsten Scharlemann stolz.

IOD (In-Orbit Demonstration) Satellit AT-Astra © R-Space

Ride-Share-Modell und Technologie-Tests

R-Space, das vor kurzem seinen neuen Firmensitz am Flughafen Wien bezog, bietet einen durchgängigen Service für sogenannte In-Orbit-Demonstrationen an, um die Wartezeit auf Tests im All zu verkürzen, ein Konzept, das bereits beim Firmenstart im Fokus stand. Beim aktuellen Erstflug werden Experimente von drei Kund:innen befördert.

Konkret testen die beiden österreichischen Unternehmen Enpulsion (flüssiges Indium-Metall für Antriebe) und SunBooster (mikrometeoritenresistente Solarmodule) ihre Technologien im Orbit. Ebenfalls mit an Bord ist ein kompakter Sternsensor zur Trümmererkennung des portugiesischen Partners Synopsis Planet. Durch dieses „Ride-Share“-Modell liege der Preis laut dem CEO „deutlich unter den anderen kommerziell angebotenen Services.“ Konkrete Zahlen nennt das Startup nicht.

Auslastung und Markthürden

Schwarze Zahlen schreibt das rund zehnköpfige Team derzeit noch nicht. Laut Scharlemann sei es dafür noch zu früh, da in den kommenden Jahren weiter in die Servicekette investiert werden müsse.

Die Nachfrage für Folgemissionen ist dennoch vorhanden: Für das Jahr 2027 plant R-Space bereits zwei weitere Satellitenstarts, deren Kapazitäten bereits zu zwei Dritteln ausgebucht sind. Mehr Starts wären theoretisch denkbar, scheitern aktuell jedoch an den unflexiblen Rahmenbedingungen der Raumfahrtindustrie. „Hierfür ist der Launcher-Markt zu langsam und unflexibel“, so Scharlemann. Raketenstarts müssten meist 12 bis 24 Monate im Voraus gebucht werden, kurzfristige Slots seien eine Seltenheit.

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