15.03.2023

GPT-4: OpenAI veröffentlicht neues Sprachmodell

Das ChatGPT-Unternehmen hat das neue Sprachmodell als "das fortschrittlichste System von OpenAI" angekündigt. Unter anderem akzeptiert es neben Text nun auch Bilder als Eingabe.
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Open-AI-CEO Sam Altman | (c) Adobe Stock, CC by 2.0, TechCrunch Disrupt San Francisco 2019 - Day 2.

Ende November veröffentlichte das US-Unternehmen OpenAI den auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot ChatGPT – und demonstrierte der breiten Öffentlichkeit damit die Fortschritte, die im KI-Bereich mittlerweile erreicht wurden. Die Grundlage für ChatGPT ist ein Sprachmodell namens GPT-3.5. Seit Wochen kursierten nun bereits Gerüchte, dass die Veröffentlichung der nächsten Version des Modells mit dem Namen GPT-4 kurz bevorstünde. Am Donnerstagabend war es nun tatsächlich soweit – und OpenAI präsentierte das neue Modell.

„GPT-4 ist das fortschrittlichste System von OpenAI, das sicherere und nützlichere Antworten liefert“, schreibt das US-Unternehmen in seiner Ankündigung. GPT-4 ist zunächst für User:innen von ChatGPT Plus, der Bezahlversion des Chatbots, verfügbar. Developer:innen können sich auf eine Warteliste setzen.

GPT-4 akzeptiert auch Bilder als Eingabe

Einer der größten Unterschiede zwischen GPT-4 und GPT 3.5: Neben Text-Inputs akzeptiert das neue Sprachmodell nun auch Bilder als Eingabe. Nach Angaben von OpenAI erreicht GPT-4 bei einer ganzen Reihe von Aufgabenstellungen Performances auf dem Level von Menschen – etwa bei standardisierten Tests, die in den USA häufig bei Aufnahmeverfahren an Universitäten verwendet werden.

Oder auch bei der US-Anwaltsprüfung, dem „Bar Exam“: OpenAI hat mit dem Modell eine simulierte Anwaltsprüfung ablegen lassen – und es erreichte nach Angaben des Unternehmens ein besseres Ergebnis als 90 Prozent der an der Prüfung teilnehmenden Personen. Beim Vorgängermodell GPT-3.5 war das Verhältnis noch genau umgekehrt gewesen: 90 Prozent der (menschlichen) Teilnehmer:innen hatten bessere Ergebnisse erreicht als das KI-Modell.

Unterschied zu Vorgängermodell vor allem bei komplexen Aufgaben

In einem normalen Chat sei der Unterschied zwischen den beiden Modellen noch nicht so auffällig, schreibt OpenAI in seiner Ankündigung weiter. „Der Unterschied tritt zutage, wenn die Komplexität der Aufgabe eine gewisse Schwelle erreicht – GPT-4 ist zuverlässiger, kreativer und in der Lage, viel differenziertere Anweisungen zu verarbeiten als GPT-3.5.“

Gleichzeitig bleibt jedoch ein Problem ungelöst, das auch bei GPT-3.5 schon auftrat: Das Modell sei „weiterhin nicht völlig zuverlässig“, es „halluziniere Fakten“ und mache Denkfehler. Dazu kommt: Die Daten, an denen das Modell trainiert wurde, reichen bis September 2021. Alles, was danach passiert ist, kann das Modell dementsprechend nicht berücksichtigen.

Im Bereich der Sicherheit kündigte OpenAI Verbesserungen an. Gemeint ist hier, dass GPT-4 besser darauf trainiert sei, keine möglicherweise gefährlichen Inhalte auszugeben – beispielsweise Anleitungen zum Bau einer Bombe. Die Wahrscheinlichkeit, dass GPT-4 auf solche Anfragen antworte, sei gegenüber dem Vorgängermodell um 82 Prozent gesunken, gibt OpenAI an.

Microsoft, Stripe und Morgan Stanley nutzen GPT-4 bereits

Auch wenn GPT-4 erst jetzt offiziell präsentiert wurde: Im Einsatz war das Modell offenbar schon länger. Microsoft bestätigte, dass sein Chatbot Bing Chat ebenfalls auf GPT-4 basiere. Microsoft befindet sich seit 2019 in einer Partnerschaft mit OpenAI und hat Anfang des Jahres mehrere Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmen investiert.

Auch andere Unternehmen haben bereits vorab Zugang zu dem Modell erhalten – unter anderem der Zahlungsdienstleister Stripe, die Sprachenlern-App Duolingo und die Großbank Morgan Stanley.

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Die Hone-Gründer vl.: Carlo Kobe, Moritz Stephan und Oliver Brady | (c) Hone
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Er war gerade einmal 17 Jahre alt, als brutkasten 2017 erstmals über ihn berichtete. Damals hatte der Wiener Moritz Stephan gemeinsam mit Konstantin Klinger, mittlerweile Co-Founder und CEO des millionenfinanzierten Londoner Startups Seamflow, sein erstes Startup-Projekt gestartet. Mit dem Bücher-Lieferservice Lobu wollten die beiden Schüler der Wiener Hochbegabten-Schule Sir Karl Popper Schule damals Amazon und Co. lokal die Stirn bieten und holten sich wenig später eine kleine Investmentzusage bei 2 Minuten 2 Millionen.

Ein weiteres Mal war von Stephan im Jahr 2020 als Co-Founder des 2016 gegründeten Wiener Neustädter SpaceTech-Startups Tumbleweed zu lesen, das einen windbetriebenen Marsrover bauen wollte. Noch im selben Jahr verließ er aber laut seinem LinkedIn-Profil das Startup. Kein Wunder, war er doch seit 2019 an der Elite-Uni Stanford inskribiert. Eine weitere Gründung, diesmal mit Y-Combinator-Teilnahme, und einige Jobs, unter anderem bei Sarah Buchners Trunk Tools und zuletzt beim AI-Scaleup Cognition, folgten. Im Mai dieses Jahres ging Stephan schließlich gemeinsam mit den Co-Foundern Oliver Brady und Carlo Kobe, mit dem er bereits zuvor gemeinsam gegründet hatte, mit dem KI-Startup Hone an den Start.

„AI Engines“ als nächste Ausbaustufe über KI-Agenten

Das Produktversprechen von Hone: „AI Engines“, die im Unternehmen Ownership für konkrete Resultate übernehmen. „Chatbots geben Antworten. Agenten erledigen Aufgaben. Engines liefern Ergebnisse, und wir geben ihnen die Verantwortung, echten Wert zu schaffen – gemessen in Dollar anstatt in Tokens oder Vibes“, so der Claim des Startups. „Man richtet sie auf eine Geschäftskennzahl aus, und die Engine übernimmt den Rest. Sie arbeitet sich selbst ein, baut die notwendigen Agenten, Fähigkeiten und Wissensspeicher auf, arbeitet mit den richtigen Personen zusammen und wird durch Erfahrung immer besser.“

Von den Unternehmen festgelegte Regeln, an welchen Stellen es menschliche Bestätigung braucht, etwa im Umgang mit sensiblen Daten, sollen dabei für die notwendige Sicherheit sorgen. Man schließe mit „AI Engines“ letztlich eine „große Lücke“ zwischen dem, wozu Frontier-KI fähig ist und dem, was Unternehmen tatsächlich damit herausholen, heißt es von Hone.

„Fünf weitere Moritze“

Das Konzept überzeugte nun auch eine Reihe von Investoren: Mit Benchmark und Index Ventures übernehmen zwei US-VCs den Lead in einer 60 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde nur vier Monate nach der Gründung. Elad Gil, Hanabi, Definition, Diffusion, Lux, SV Angel, and Align komplettieren die Finanzierungsrunde.

In einem Blog-Beitrag von Index Ventures zum Investment heißt es, man habe Stephan bereits in seiner Zeit beim vorigen Arbeitgeber Cognition als Ausnahmetalent kennengelernt. „Weithin als Umsetzungsmaschine angesehen, war er ein Ein-Mann-Entwicklungsteam. Sein Name wurde im Unternehmen zum Synonym für Exzellenz und Produktivität; man sagte nur halbscherzhaft, dass Cognition ‚fünf weitere Moritze‘ bräuchte“, schreiben Shardul Shah und Mark Xu von Index unter anderem.

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